Gefährliche Zeit für Fußgänger

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(verpd) Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts wurden letztes Jahr fast 31.200 Fußgänger bei einem Verkehrsunfall verletzt oder getötet.

Von Oktober bis Januar ereigneten sich durchschnittlich mehr schwere Verkehrsunfälle mit Fußgängern als in den anderen Monaten des Jahres. Was die Ursachen dafür sind und wie der Einzelne sich selbst besser schützen kann.

Insgesamt gab es nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 2014 bei Verkehrsunfällen 30.638 verletzte und 253 getötete Fußgänger. Laut aktueller Verkehrsstatistik wurden zwischen Februar und September im Durchschnitt monatlich rund 2.370 Fußgänger bei einem Verkehrsunfall verletzt und knapp 33 getötet, von Oktober bis Januar waren es pro Monat jedoch über 3.040 Verletzte und fast 67 Getötete.

Über die Hälfte der bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommenen Fußgänger, nämlich 262 Verkehrsopfer, starben somit bei Unfällen in den vier Herbst- und Wintermonaten Oktober bis Januar. Das zeigt, dass die Unfallgefahr insbesondere in der Herbst- und Winterzeit besonders hoch ist.

Widrige Sicht- und Straßenverhältnisse

Gründe dafür sind zum einen die zum Teil schlechteren Sichtverhältnisse durch die frühe Dunkelheit, aber auch durch Nebel, Schnee und Regen. Zum anderen sorgen rutschige oder eisglatte Straßen für längere Bremswege bei den Fahrzeugen, aber auch für mehr Stürze bei den Fußgängern. Deswegen sollten Fußgänger und Kfz-Fahrer in dieser Zeit besonders umsichtig sein.

Zum einen ist es wichtig, dass Auto- und Kradfahrer ihre Geschwindigkeiten an die Sicht-, Witterungs- und Fahrbahnverhältnisse anpassen. Zum anderen kann auch der Fußgänger sein Unfallrisiko minimieren. Wer zu Fuß bei Dunkelheit oder schlechten Sichtverhältnissen, zum Beispiel bei Regen und Schnee unterwegs ist, sollte sich nach Angaben des Deutschen Verkehrssicherheitsrats e.V. (DVR) so kleiden, dass er möglichst gut von anderen Verkehrsteilnehmern gesehen wird. Hilfreich ist hierzu eine helle, möglichst mit reflektierenden Bestandteilen versehene Kleidung.

Zudem empfiehlt es sich bei schnee- oder eisglatten Wegen sowie auf Straßen, die durch Laub verschmutzt sind, Schuhe mit einem ausgeprägten Profil und rutschfesten Sohlen anzuziehen, um Sturzunfälle zu vermeiden.

Die richtige Seitenwahl

Wenn möglich, ist eine Straße nur an einer Ampel, einem Zebrastreifen oder einer anderen vorhandenen Fußgängerüber- oder -unterführung zu überqueren, dies gilt für Erwachsene, aber insbesondere auch für Kinder. Alle Fußgänger sollten zudem darauf achten, dass sie bereits vor einer Straßenüberquerung für die anderen Verkehrsteilnehmer gut zu sehen sind und auf keinen Fall zwischen Sichthindernissen wie geparkten Autos oder Lkws stehen beziehungsweise durchgehen.

Bei Straßen ohne Bürgersteige ist grundsätzlich der linke Fahrbahnrand vom Fußgänger zu benutzen, damit er sich besser auf den entgegenkommenden Verkehr einstellen und bei Gefahr ausweichen kann.

Nach Angaben des DVR sollten jüngere Kinder niemals auf Straßen ohne Gehwege alleine gehen – selbst wenn sie älter sind, ist es wichtig, dass sie von Erwachsenen begleitet werden und dann immer links am Fahrbahnrand gehen.

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