Für einen sicheren Christbaumtransport

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(verpd) Jährlich werden nach Angaben des Hauptverbands der deutschen Holzindustrie e.V. mehr als 29 Millionen Christbäume verschiedenster Größen verkauft. Jeder Käufer sollte beim Transport seines Christbaums jedoch auf eine fachgerechte Ladungssicherung achten, um Unfälle zu vermeiden.

In der Vergangenheit wurden durch falsch transportierte Weihnachtsbäume nicht nur die Bäume selbst beschädigt, sondern es kam immer wieder auch zu Personen- oder Sachschäden.

Crashstudien zeigen, dass selbst kleine Gegenstände im oder am Auto durch die Wirkung einer abrupten Bremsung zu gefährlichen Geschossen werden können. Um so höher ist die Verletzungsgefahr für die Insassen und andere Verkehrsteilnehmer bei einem Baum, der sich selbstständig macht, so die Aussage des Institutes für Arbeitsschutz (IFA) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung.

Problemlose Beförderung

Am sichersten wäre es, wenn der Baum zu Fuß transportiert oder vom Händler geliefert werden könnte. Ist dies nicht möglich, muss jeder, der seinen Christbaum mit dem Auto nach Haus bringen möchte, dafür sorgen, dass der Transport möglichst sicher ist, um sich und den Baum, aber auch andere nicht zu gefährden.

Risikolos ist der Transport eines im Netz verpackten Christbaumes im Kofferraum. Auch auf den Rücksitzen oder auf der Ladefläche eines Kombis, wenn nötig mit umgelegter Rückbank, lässt sich ein Baum gefahrlos befördern. Voraussetzung ist jedoch, dass der Baum fest verzurrt ist, sodass er nicht verrutschen oder gar in den Fahrgastraum geschleudert werden kann.

Wichtig in allen genannten Varianten ist, dass das grüne Schmuckstück so klein oder die Ladefläche des Pkws so groß ist, dass der Baum nicht geknickt oder gebogen werden muss.

Mit dem Baum auf dem Pkw-Dach

Wer seinen Christbaum auf dem Autodach nach Haus bringen will, muss besonders vorsichtig sein. Der Baum ist dann mithilfe von reißfesten Spanngurten – auf keinen Fall mit Gummibändern oder sonstigen dehnbaren Materialien – so auf einem Gepäckträger zu fixieren, dass er auch bei einer Vollbremsung oder einem Unfall nicht zum Geschoss werden kann. Die Sicht des Fahrers, dies gilt auch für die Seiten- und Rückspiegel, darf nicht durch herunterhängende Zweige beeinträchtigt sein. Die Blinker, das Kennzeichen und die Kfz-Rücklichter dürfen ebenfalls nicht verdeckt sein.

Ist die Höhe der Fahrzeugladung unter 2,5 Meter – was bei den meisten Pkws der Fall sein wird – , darf die Ladung nicht nach vorne über das Fahrzeug hinausragen, anderenfalls maximal 50 Zentimeter. Prinzipiell ist es erlaubt, eine Fahrzeugladung bis maximal 1,50 Meter nach hinten überstehen zu lassen, jedoch nur, wenn die Sicherheitsvorschriften eingehalten werden.

Dies gilt auch, wenn man den Christbaum mit einem Anhänger oder einem Pkw mit offener Heckklappe transportiert. Details zu den rechtlichen Vorschriften beim Transport einer Ladung stehen unter anderem im Paragraf 22 StVO (Straßenverkehrs-Ordnung).

Strafe für unsicheren Transport

In diesen Fällen ist unbedingt darauf zu achten, dass der Baum fest mit dem Fahrzeug verzurrt ist und auch bei einer Vollbremsung nicht auf die Straße rutschen kann. Eine geöffnete Heckklappe ist zudem so zu fixieren, dass sie sich während der Fahrt nicht komplett öffnet. Die Gefahr, dass bei einer geöffnete Heckklappe Abgase in das Wageninnere gelangen, ist hoch, daher sollte man zur Sicherheit der Insassen in diesem Fall auch die Fenster einen Spalt öffnen, um eine Kohlenmonoxid-Vergiftung zu vermeiden.

Hängt der Baum einen Meter oder mehr über das Fahrzeugende hinaus, muss das herausragende Ende tagsüber folgendermaßen gekennzeichnet sein: eine hellrote Warnflagge beziehungsweise ein Schild der gleichen Farbe mit einer Größe von 30 mal 30 Zentimetern oder mindestens einem 35 Zentimeter Durchmesser großen, senkrecht angebrachten hellroten, zylindrischen Körper.

Wird der Baum auf dem Dach transportiert, empfiehlt es sich, diesen mit der Spitze nach hinten zu befestigen, da hier weniger Gefahr besteht, dass der Fahrtwind sich in den Ästen verfängt und Zweige abreißt. Bei Dämmerung oder Dunkelheit sind mindestens eine geprüfte Leuchte mit rotem Licht und ein Rückstrahler anzubringen. Wer seinen Christbaum nicht sicher transportiert, muss mit einem Bußgeld bis zu 75 € und mit bis zu drei Punkten im Flensburger Verkehrszentralregister rechnen.

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