Für ein unfallfreies Zuhause

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(verpd) Die meisten Unfälle mit Personenschäden passieren in den eigenen vier Wänden. So verletzen sich nach Schätzungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin und des Robert-Koch-Instituts rund 3,2 Millionen Personen bei Unfällen zu Hause.

Im Straßenverkehr waren es letztes Jahr nach Angaben des Statistischen Bundesamtes nicht einmal ein Achtel davon, nämlich insgesamt rund 400.000 Verletzte durch Verkehrsunfälle. Dabei würden häufig schon wenige Maßnahmen reichen, um das Unfallrisiko im Haushalt auf ein Minimum zu reduzieren. Haushaltsunfälle sind häufig keine Bagatelle. Nach den Statistiken der gemeinnützigen Aktion "Das sichere Haus e.V." (DSH), in der verschiedene Ministerien, Verbände und Institutionen zusammenarbeiten, steigt seit 2007 die Zahl der tödlichen Haushaltsunfälle ständig an.

So starben 2007 6.361 Personen bei einem Haushaltsunfall, 2015 waren es bereits 9.818 tödlich Verunglückte. Im Gegensatz dazu hat zum Beispiel die Zahl der Verkehrstoten deutlich abgenommen. Während 2007 4.949 Menschen bei einem Verkehrsunfall starben, gab es 2015 3.459 und 2016 3.206 tödlich verunglückte Verkehrsopfer, so die Daten des Statistischen Bundesamtes. Es sterben somit fast dreimal so viele Menschen bei einem Haushaltsunfall wie bei einem Verkehrsunfall. Noch gravierender ist das Verhältnis bei der Anzahl der Unfallverletzten: Nach Schätzung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin verletzen sich jährlich rund 3,2 Millionen Menschen bei Unfällen im eigenen Zuhause – bei Verkehrsunfällen sind es seit 2001 weniger als 400.000 Verletzte pro Jahr.

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Gefahren erkennen, Unfälle vermeiden

Wie sich Haushaltsunfälle vermeiden lassen, zeigen einige kostenlos herunterladbare, aber auch kostenfrei bestellbare Broschüren des DSH. So enthält beispielsweise die vor Kurzem aktualisierte 56-seitige Broschüre "Zu Hause sicher leben: Gefahren erkennen, Unfälle vermeiden" zahlreiche Tipps zur Unfallvermeidung im Haushalt. In einem Kapitel wird beschrieben, wie sich Sturzunfälle in den eigenen vier Wänden, die unter anderem im Bad, im Flur und im Schlafzimmer häufig vorkommen, vermeiden lassen. 85 Prozent aller Haushaltsunfälle sind übrigens Stürze. Jeweils ein Kapitel widmet sich zudem den Themen "Sicher umgehen mit Strom und elektrischen Geräten", "Haushalts-Chemikalien" und "Heben und Tragen – Bandscheiben schonen". Ein weiteres Kapitel zeigt, wie man eine Küche funktionell und sicher gestaltet, aber auch, wie sich Verbrennungen, Verbrühungen und Schnittverletzungen vermeiden lassen. Auf 15 Seiten wird zudem darauf eingegangen, welche Sicherheitsmaßnahmen in einem Haushalt mit Kindern sinnvoll sind, um das Unfallrisiko zu minimieren.

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Weitere zahlreiche kostenlose Ratgeber zur Unfallvermeidung

Die genannte Broschüre enthält ferner Hinweise, wie und wo Rauchmelder am besten anzubringen sind, was in eine Hausapotheke gehört und wie diese aufbewahrt werden sollte, sowie eine Checkliste, wie sich die häufigsten und gefährlichsten Unfallrisiken vermeiden lassen. Abgerundet wird die Broschüre durch zahlreiche Verweise auf interessante Literatur und Internetadressen zum Thema. Im Webportal der DSH gibt es noch diverse andere Ratgeber rund um die Unfallvermeidung zu Hause und in der Freizeit.

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