Finanzielle Absicherung für Hobbysportler

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(verpd) Fußball spielen, Skifahren, Rad fahren, Turnen – es gibt zahlreiche Massensportarten, die auf den ersten Blick nicht besonders gefährlich erscheinen. Doch Sportunfälle sind keine Seltenheit. Wer sich dabei schwer verletzt oder gar einen gesundheitlichen Dauerschaden erleidet, kann sich hierbei nicht alleine auf die gesetzliche Absicherung verlassen.

Zerrungen, Prellungen, Bänder- und Sehnenrisse bis hin zu Knochenbrüchen, die Liste der möglichen Sportverletzungen ist lang. Manch Verunfallter trägt sein Leben lang bleibende Gesundheitsschäden davon, die eine verminderte Arbeitsfähigkeit zur Folge haben und/oder Umbaumaßnahmen für eine behindertengerechte Wohnung notwendig machen. Vieles ist gesetzlich nicht oder nicht ausreichend abgesichert.

So besteht beispielsweise im Rahmen der gesetzlichen Unfallversicherung grundsätzlich keine Absicherung bei privaten Aktivitäten wie Sport. Doch auch die Leistungen der gesetzlichen Kranken- und Rentenversicherung sind häufig lückenhaft.

Im Krankheitsfall

Ist man beispielsweise nach einem Sportunfall länger als sechs Wochen arbeitsunfähig, zahlt die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) für maximal 78 Wochen 70 Prozent des Bruttolohns, höchstens 90 Prozent des Nettoeinkommens. Besonders gut verdienende Angestellte müssen jedoch mit hohen finanziellen Einbußen im Vergleich zum Gehalt rechnen. Die GKV berücksichtigt nämlich für die Höhe des gesetzlichen Krankengeldes maximal das Einkommen bis zur Beitragsbemessungsgrenze (monatlich 4.237,50 € in 2016).

Das Gehalt oberhalb dieser Grenze wird nicht mit einbezogen. Damit es keine Lücke zwischen dem Einkommen vor und nach dem Unfall gibt, ist eine Krankentagegeld-Versicherung sinnvoll. Diese ist dringend auch Selbstständigen zu empfehlen, die in der Regel selbst für ihre komplette Einkommensabsicherung im Falle einer Krankheit oder eines Unfalls sorgen müssen.

Wenn der Unfall bleibende Gesundheitsschäden verursacht

Wer aufgrund bleibender Gesundheitsschäden nach einem (Sport-)Unfall seinen bisherigen Beruf dauerhaft nicht mehr ausüben kann und nach dem 1.1.1961 geboren ist, hat auch als gesetzlich Rentenversicherter keinen Anspruch auf eine entsprechende gesetzliche Rente. Nur wer nicht in der Lage ist, sechs oder mehr Stunden am Tag irgendeine Erwerbstätigkeit auszuüben, bekommt, sofern die versicherungs-rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind, eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente.

Die Höhe der Erwerbsminderungsrente ist vom bisherigen Einkommen und vom Umfang der Erwerbsminderung abhängig. Eine volle Erwerbsminderungsrente erhält ein Betroffener der weniger als drei Stunden erwerbstätig sein kann. Eine teilweise Erwerbsminderung gibt es für denjenigen, der maximal zwischen drei bis weniger als sechs Stunden irgendeiner Erwerbstätigkeit nachgehen kann. Die Erwerbsminderungsrente ist in der Regel deutlich niedriger als das bisherige Gehalt und reicht oft nicht, um den bisherigen Lebensstandard zu halten.

Gesetzlich nicht Rentenversicherte oder nicht über ein Versorgungswerk abgesicherte Selbstständige erhalten im Falle einer Erwerbsminderung keine gesetzlichen Leistungen. Dies gilt auch für Kinder und Hausfrauen beziehungsweise Hausmänner.

Auch Vereinsmitglieder benötigen Zusatzschutz

Wer Mitglied in einem Sportverein ist, ist normalerweise automatisch über den jeweiligen Landessportverband oder über eine eventuell bestehende zusätzliche Unfallpolice des Vereins abgesichert. Dennoch kann dies nicht die private Vorsorge ersetzen. Denn zum einen sind die Leistungen meist nur für besonders schwere Fälle ausgelegt, zum anderen sind hier ausschließlich Unfälle versichert, die im direkten Zusammenhang mit dem Vereinssport stehen. Wer also außerhalb des Vereins sportlich tätig ist, genießt keinen Versicherungsschutz.

Um diese Absicherungslücken zu schließen, bieten die privaten Versicherer entsprechende private Unfall-, Berufs- oder Erwerbsunfähigkeits-Versicherungen oder auch eine Invaliditäts-Versicherung für Kinder an. Eine private Unfallversicherung gilt zum Beispiel, anders als der gesetzliche Unfallschutz oder eine vom Verein abgeschlossene Unfallpolice, weltweit und rund um die Uhr. Sie leistet bei zahlreichen Unfallarten im Beruf und in der Freizeit.

Durch die individuellen Absicherungsmöglichkeiten kann der jeweilige Versicherungsschutz zudem den Bedürfnissen und Wünschen des Einzelnen angepasst werden. In einer Unfallpolice können zum Beispiel neben einer Kapital- und/oder Rentenzahlung im Invaliditätsfall auch ein Krankenhaustagegeld, die Übernahme von Bergungskosten und eine Todesfallsumme individuell vereinbart werden.

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