Fast 32.000 Fußgänger verunfallten 2016 im Straßenverkehr

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(verpd) Jede Woche verunfallten letztes Jahr 611 Fußgänger so schwer im Straßenverkehr, dass sie verletzt oder getötet wurden. Damit hat sich die Zahl der bei Verkehrsunfällen verunglückten Fußgänger eines Jahres zum zweiten Mal hintereinander erhöht. Allerdings gab es diesbezüglich in 2016 im Vergleich zum Vorjahr etwas weniger Unfalltote zu beklagen. Dennoch starben letztes Jahr immer noch 490 Fußgänger bei einem Verkehrsunfall.

Rund jeder Zwölfte der insgesamt fast 400.000 bei einem Verkehrsunfall verletzten oder getöteten Personen war zum Unfallzeitpunkt als Fußgänger unterwegs. Dass Fußgänger besonders häufig in schweren Verkehrsunfällen verwickelt waren, wird dadurch belegt, dass fast jeder siebte Verkehrstote nicht in oder auf einem Fahrzeug saß.

Konkret sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) letztes Jahr 31.793 Verkehrsteilnehmer, die zu Fuß unterwegs waren, bei einem Verkehrsunfall verletzt oder getötet worden, was einer Steigerung um rund 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Im Detail wurden bei Verkehrsunfällen in 2016 31.303 Fußgänger verletzt – davon 7.578 schwer und 23.725 leicht. Das sind 0,7 Prozent mehr Verletzte als in 2015. Außerdem starben 2016 490 Fußgänger bei Unfällen im Straßenverkehr und damit 47 Personen (8,8 Prozent) weniger als noch in 2015.

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Die häufigsten Fehler der Fußgänger

Laut Destatis wurden letztes Jahr fast 13.400 Unfälle mit Personenschäden durch falsches Verhalten von beteiligten Fußgängern mit- oder hauptsächlich verursacht. In 11.000 Fällen wurden Fehler beim Überqueren einer Fahrbahn festgestellt. So achteten rund 6.500 unfallbeteiligte Fußgänger beim Überqueren einer Straße nicht auf andere Verkehrsteilnehmer, 1.800 traten plötzlich hinter einem Sichthindernis wie einem parkenden Lkw hervor und etwa 1.100 missachteten eine rote Ampel.

Eine der wichtigsten Maßnahmen, wie Fußgänger ihr Unfallrisiko minimieren können, ist daher die Einhaltung der Verkehrsregeln. Viele Unfallbeteiligte benutzten außerdem nicht den Zebrastreifen, die Fußgängerampel oder den Fußgängerüberweg, sondern gingen ganz in der Nähe über eine dicht befahrene Straße, über eine Kreuzung oder Einmündung.

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Sehen und gesehen werden

Weitere Unfallursachen sind, dass Fußgänger häufig übersehen werden. Besonders wer dunkle Kleidung trägt und bei schlechten Sichtverhältnissen beispielsweise bei Nebel, Regen oder Dunkelheit nachts unterwegs ist, wird von anderen Verkehrsteilnehmern oft erst sehr spät erkannt. Helle und kontrastreiche, am besten mit reflektierenden Elementen versehene Kleidung – das kann übrigens durchaus auch eine übergezogene neonfarbene Warnweste sein – kann dies verhindern.

Gesehen werden ist das eine, sehen das andere: Wer als Fußgänger beispielsweise ständig auf sein Smartphone schaut und nicht auf den Verkehr achtet, erhöht sein Unfallrisiko genauso wie jene Personen, die mit einem Kopfhörer unterwegs sind und deshalb beispielsweise das Martinshorn eines herannahenden Polizei- oder Rettungswagen nicht hören.

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