Dunkle Kleidung kann im Herbst lebensgefährlich sein

Dunkle Kleidung kann im Herbst lebensgefährlich sein

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(verpd) Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen, dass in den Herbst- und Wintermonaten im Vergleich zum gesamten Jahr überdurchschnittlich viele Fußgänger bei Verkehrsunfällen verletzt oder getötet werden. Schon wenige Verhaltensmaßnahmen reichen jedoch, um als Fußgänger die Unfallgefahr zu minimieren.

Letztes Jahr wurden nach aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 31.073 Fußgänger bei Verkehrsunfällen verletzt und 537 getötet. Anteilig besonders hoch war die Anzahl der Unfallopfer in den Herbst- und Wintermonaten Oktober, November, Dezember und Januar. 40 Prozent aller verletzten Fußgänger und die Hälfte aller getöteten Fußgänger verunfallten in diesen vier Monaten.

Mit der richtigen Kleidung das Unfallrisiko reduzieren

Gerade in der Herbst- und Winterzeit werden Fußgänger aufgrund schlechter Sichtverhältnisse, zum Beispiel wegen Nebel, Schnee, Regen oder der früh einsetzenden Dämmerung oftmals nicht rechtzeitig von Pkw- oder Lkw-Fahrern erkannt. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat e.V. (DVR) empfiehlt allen Fußgängern, egal ob Jung oder Alt, in der dunklen Jahreszeit durch helle Kleidung, möglichst mit retroreflektierenden Bestandteilen, für eine gute Sichtbarkeit zu sorgen.

Eine weitere Unfallgefahr für Fußgänger besteht in dieser Jahreszeit durch rutschige und glatte Straßen, verursacht durch nasses Laub, Schnee oder Eisglätte. Die Folge sind längere Bremswege bei Fahrzeugen, aber auch mehr Stürze bei den Fußgängern.

Schuhe mit profilierten und rutschfesten Sohlen vermindern das Risiko, auf verschmutzten, schnee- oder eisglatten Straßen auszurutschen. Sie bieten auch einen sichereren Halt auf Treppen an Fußgängerunterführungen und beim Ein- und Aussteigen in Bus oder Bahn.

Die Wahl der Wege ist entscheidend

Grundsätzlich sollten Fußgänger bei Straßen ohne Bürgersteige den linken Fahrbahnrand benutzen. So kann der Fußgänger schneller entgegenkommende Pkws und Lkws erkennen und bei Gefahr ausweichen. Der DVR rät, dass jüngere Kinder niemals Straßen ohne Gehwege alleine benutzen sollten, und selbst wenn sie älter sind, ist es wichtig, dass sie von Erwachsenen begleitet werden und dann immer links am Fahrbahnrand gehen.

Wichtig ist es als Fußgänger zudem, beim Überquerung einer Straße besonders umsichtig zu sein, da Kfz-Fahrer bei widrigen Straßenverhältnissen nicht so schnell zum Stehen kommen wie bei trockener Straße. Prinzipiell sollte darauf geachtet werden, dass man bereits vor einer Straßenüberquerung für die anderen Verkehrsteilnehmer gut zu sehen ist. Besonders gefährlich ist es beispielsweise, zwischen parkenden Autos oder anderen Sichthindernissen durchzugehen, um die Straße zu überqueren.

Am sichersten geht man an einer Ampel, einem Zebrastreifen oder einer anderen vorhandenen Fußgängerüber- oder -unterführung über die Straße – das gilt für Erwachsene, aber insbesondere auch für Kinder.

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