Damit Erstklässler sicher zur Schule kommen

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(verpd) Ob zu Fuß, per Fahrrad oder Bus oder als Mitfahrer im Auto, die Art und Weise, wie Kinder in die Schule kommen, ist unterschiedlich. Allen gemein ist jedoch, dass der Schulweg frühzeitig eingeübt werden sollte. Denn gerade Schulanfänger sind oft noch nicht mit den Verkehrsregeln vertraut und können Gefahrenstellen, Entfernungen sowie Geschwindigkeiten anderer Verkehrsteilnehmer häufig nicht richtig einschätzen. Doch es gibt einige Tipps, um die Unfallgefahr möglichst klein zu halten.

Für Erstklässler ist es nach Angaben der Deutschen Verkehrswacht und der Unfallforschung der Versicherer (UDV) wichtig, dass sie ihren künftigen Schulweg genau kennen, bevor sie zum ersten Mal alleine in die Schule gehen. Denn dann wissen sie, wie sie sich beispielsweise an einem Zebrastreifen, einer Fußgängerampel oder an einer Bushaltestelle zu verhalten haben und an welchen Stellen sie besonders aufpassen müssen.

Die Verkehrswacht rät Eltern deswegen schon frühzeitig mit dem Schulwegtraining zu beginnen. Der Weg zur Schule sollte mindestens fünf bis zehn Mal gemeinsam mit dem Kind gegangen werden. Dabei ist es wichtig, den Weg zu erklären und den Schulanfänger beispielsweise auf Gefahren, auf die er besonders aufpassen muss, hinzuweisen.

Der sichere Schulweg

Sinnvoll ist es vor allem, den sichersten Weg zur Schule zu nehmen, auch wenn es nicht der kürzeste Weg ist. Es sollte also lieber ein Umweg in Kauf genommen werden als eine Strecke mit Gefahrenstellen. Solche Stellen mit einer erhöhten Unfallgefahr sind beispielsweise Toraus- und -einfahrten, Garagen, Straßen, die ohne Ampel oder Zebrastreifen überquert werden müssen, unübersichtliche Straßenkreuzungen, Bahnübergänge, Baustellen oder Fahrbahnen ohne Bürgersteige.

Für einige Grundschulen gibt es mittlerweile Schulwegpläne, die in Zusammenarbeit von Behörden, Eltern und Lehrkräften erarbeitet und beispielsweise bei der Schule oder der Gemeinde erhältlich sind. Sie zeigen, welche örtlichen Schulwege mit möglichst wenigen Gefahrenstellen vorhanden sind. In der Regel sind diese Schulwegpläne direkt bei der jeweiligen Grundschule, der Kommunalverwaltung oder auch der zuständigen Straßenverkehrsbehörde erhältlich.

Sind Gefahrenstellen nicht zu umgehen, sollte dem Kind genau erklärt werden, warum diese Stellen gefährlich sein können und wie es sich hier konkret zu verhalten hat. Wer nach der Übungsphase das Gefühl hat, dass das Kind bereits selbstständig den Schulweg meistern kann, kann die Rollen tauschen und sich noch eine gewisse Zeit von seinem Sprössling zur Schule führen lassen, und nur noch in Gefahrensituationen vorbeugend eingreifen.

Mit dem Bus oder Fahrrad zur Schule

Eltern, deren Kinder mit dem Bus zur Schule fahren, sollten ihren Sprösslingen die Risiken, die durch Drängeln, Schubsen oder Raufen an der Bushaltestelle entstehen, eindringlich verdeutlichen. Zudem sollten die Kinder wissen, mit welchem Abstand sie zur Bordsteinkante auf den Bus warten müssen.

Auch während der Busfahrt können Kinder einiges beachten, um ihr Unfallrisiko zu minimieren: Ist ein Sitzplatz frei, sollte sich das Kind setzen, da es sonst leicht den Halt verlieren kann. Gibt es keinen Sitzplatz, sollten die Schulanfänger wissen, wo sie am sichersten stehen und sich festhalten können.

Zwar dürfen Kinder bis zum achten Geburtstag mit dem Fahrrad auf dem Gehweg fahren. Allerdings können sie beim Radfahren oft nicht alle Aufgaben wie Treten, Lenken und dabei richtig zu reagieren gleichzeitig bewältigen. Verkehrspädagogen raten daher, Kinder erst frühestens nach bestandener Radfahrausbildung, die meist im vierten Schuljahr von der Schule angeboten wird, allein mit dem Rad im Straßenverkehr fahren zu lassen. Gut sind zudem gemeinsame Radausflüge mit der Familie, um die sichere Verkehrsteilnahme zu üben.

Auffallen erwünscht

Neben dem eigentlichen Schulweg gibt es auch andere Kriterien, die das Unfallrisiko minimieren. Das Kind sollte zum Beispiel früh genug das Haus verlassen, damit es ohne Stress und Hektik den Schulweg meistern kann. Zudem sollte man seinem Kind klar vermitteln, dass es nicht in Panik geraten muss, wenn es sich einmal verspätet hat. Denn es ist besser, einen Bus zu verpassen oder einige Minuten zu spät zum Unterricht zu kommen, als ohne zu schauen über die Straße zu laufen.

Zu mehr Sicherheit trägt auch die richtige Bekleidung bei. Helle und farbenfrohe Kleidung sowie Reflektoren an Schultaschen, Schuhe und Jacken helfen dabei, dass das Kind am Tag und bei Dunkelheit sowie selbst bei schlechten Sichtverhältnissen von anderen Verkehrsteilnehmern nicht übersehen wird. Umfangreiche Informationen, wie der Schulweg sicher bewältigt werden kann, bietet die Unfallforschung der Versicherer (UDV) für Eltern, unter anderem mit der kostenlos herunterladbaren 46-seitigen Broschüre „Schulwegsicherung für die Eltern“ sowie dem gleichnamigen Flyer.

Da trotz aller Vorsichtsmaßnahmen leider immer etwas passieren kann, ist eine ausreichende Absicherung wichtig, damit es im Falle eines Unfalles neben gesundheitlichen Folgen nicht auch noch zu finanziellen Schwierigkeiten kommt. Denn die gesetzliche Unfallversicherung ist oftmals nicht ausreichend und bei Freizeitunfällen gibt es gar keinen gesetzlichen Unfallschutz. Eine entsprechende Absicherung ist jedoch über eine private Kinder-Unfall- und/oder eine Invaliditäts-Versicherung möglich.

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