Damit die Küche nicht zur Gefahr wird

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(verpd) Die Küche ist für kleine Kinder oft ein faszinierender Spielplatz. Eltern von Kindern unter zehn Jahren sollten daher einige Grundregeln beachten, um Unfallrisiken zu entschärfen.

Eine große Gefahr stellen Haushalts-Chemikalien wie Reiniger, Wasch- und Spülmittel und Entkalker, aber auch Medikamente oder sonstige Flüssigkeiten (zum Beispiel Lampenöl, Spiritus und Flüssigdünger) in einem Haushalt dar.

Bei den Kleinkindern zwischen sieben Monaten und vier Jahren sind nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) Vergiftungen oder Verätzungen durch Haushaltsmittel die zweithäufigste Unfallursache.

Vergiftungsgefahr

Der beste Schutz ist, derartige Mittel nach dem Gebrauch sofort unerreichbar, beispielsweise in abschließbare Spülunterschränke oder Putzmittelkörbe oder im verschließbaren Medizinschrank, wegzuräumen. Zudem sollten Haushaltsreiniger nur mit kindersicheren Verschlüssen gekauft und niemals giftige oder ätzende Flüssigkeiten in Getränkeflaschen umgefüllt werden.

Der Grund für die hohe Vergiftungsgefahr: Die Geschmacksnerven von Kindern sind noch nicht voll ausgebildet. Unter Umständen nehmen sie Dinge, bei denen sich ein Erwachsener überwinden müsste, ohne Widerwillen in den Mund oder essen sie.

Daher sollten auch verdorbene Lebensmittel wie angeschimmeltes Brot immer sofort entsorgt werden. Ihr Verzehr ist nämlich mit erheblichen Risiken verbunden. Übrigens: Alkohol führt bei Kindern schon in geringsten Mengen zu Vergiftungen. Daher gilt es Flaschen mit alkoholischem Inhalt in der Küche sowie im Rest der Wohnung nie in Reichweite von Kindern aufzubewahren oder stehen zu lassen.

Riskante Küchenutensilien

Auch andere Gegenstände, beispielsweise gefährliche Geräte und Werkzeuge wie scharfe Messer, eine lange Fleischgabel oder ein schwerer Fleischklopfer, sind nach der Benutzung sofort wieder an für Kinder unerreichbare Plätze wegzuräumen, um Verletzungen zu verhindern. Elektrische Kleingeräte wie Toaster und Kaffeemaschinen sind beispielsweise kindersicher in einem verschlossenen Schrank aufzubewahren.

Große Schränke und Elektrogeräte wie Kühltruhen, Einbau- oder Kühlschränke können ebenfalls für Kinder lebensgefährlich werden. Kriechen die Kleinen in den Schrank oder das Gerät und fällt die Tür, die von innen nicht mehr entriegelt werden kann, ins Schloss, sind sie darin gefangen. Solche „Fallen“ sollten daher unbedingt mit zusätzlichen Außenverriegelungen gesichert werden.

Heiße Flüssigkeiten stellen ein hohes Verbrennungsrisiko dar. Thermostat-Mischbatterien sollten beispielsweise nicht auf hohe Temperaturen regelbar sein, damit sich ein Kind nicht versehentlich wegen einer falschen Temperatureinstellung verbrennt. Kochende Flüssigkeiten und heiße Gefäße sind außer Reichweite von Kindern abzustellen und beispielsweise nicht auf dem Tisch stehen zulassen.

So wird der Herd kindersicher

Das Verschlucken von Kleinteilen ist laut BfR die Nummer eins bei den Unfällen von Kleinkindern. Daher gilt es alle kleine Teile wie Knöpfe, Heftklammern, Ringe, Münzen aber auch Erbsen, Nüsse oder sonstige Hülsenfrüchte nicht in Reichweite von Kindern liegen zu lassen oder zu lagern.

Auch Plastik-Einkaufstüten sind für manche Kinder unwiderstehlich. Doch ein Versteckspiel mit den Plastiktaschen beziehungsweise ein Überziehen über den Kopf kann zur Erstickung führen. Daher sind Plastik-Einkaufstüten immer für Kinder unerreichbar zu verstauen.

Die größte Gefahr in der Küche geht vom Herd aus. Seiner Sicherung sollte man deshalb besondere Aufmerksamkeit schenken. Das Kochfeld sollte mit einem Herdschutzgitter gegen das Herunterziehen der Töpfe gesichert werden. Die Griffe und Stiele von Töpfen und Pfannen sind nach hinten zu drehen. Wenn möglich, sollten nur die hinteren Kochfelder benutzt werden.

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