Damit der Hausputz nicht beim Arzt endet

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(verpd) Immer wieder verletzen sich Menschen beim Hausputz, weil sie gestürzt oder ausgerutscht sind oder sich geschnitten haben. Mit relativ einfachen Mitteln lässt sich diese Unfallgefahr jedoch verringern.

Nach Angaben der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin verunfallen jedes Jahr rund 2,8 Millionen zu Hause so schwer, dass sie medizinisch behandelt werden müssen. Mehr als 8.100 Personen kommen dabei sogar ums Leben. Gerade das Putzen stellt dabei ein hohes Unfallrisiko dar. Zu den häufigsten Unfallursachen gehören hierbei Stürze und Schnittverletzungen.

Um das Unfallrisiko zu minimieren, empfehlen Experten eine gute Vorbereitung sowie genügend Zeit für das Putzen einzuplanen. Denn Hektik und provisorische Lösungen wie beispielsweise behelfsmäßige Steighilfen gehören zu den Hauptgründen, warum es zu Haushaltsunfällen kommt.

Das richtige Zubehör

Zuerst sollte man das passende Zubehör zum Putzen und Räumen, wie Putzeimer, Lappen und Leiter, herrichten. Jeder fünfte Haushaltsunfall ist beispielsweise auf ungeeignete Steigmittel wie einen Tisch, Hocker oder Stuhl, aber auch auf defekte oder falsch aufgebaute Leitern zurückzuführen. Eine Haushaltsleiter oder eine Teleskopstange in Griffnähe verhindert, dass man fahrlässig einen wackeligen Stuhl oder eine andere waghalsige Steighilfe erklimmt, um Fenster, hohe Schränke oder andere schwer erreichbare Ecken beim Putzen zu erreichen.

Auch die Kleidung sollte auf die Tätigkeit abgestimmt sein. Pullover oder Jacken mit weiten Ärmeln oder Bändern können leicht irgendwo hängen bleiben und zum Stolpern führen. Besser ist eine eng anliegende Kleidung. Aus gleichem Grund sollte auch das Tragen langer Halsketten und Ohrschmuck unterlassen und lange Haare bei der Hausarbeit zusammengebunden werden.

Wichtig ist zudem ein passendes Schuhwerk. Prinzipiell sind bei der Hausarbeit festsitzende Schuhe mit rutschfesten Sohlen sinnvoll, denn mit glatten Schuhsohlen oder auch ohne Schuhe – nur auf Strümpfen oder Socken – rutscht man leicht aus.

Genügend Zeit einplanen

Stress und Hektik bei der Hausarbeit führen oft zu Leichtsinnsfehlern. Wer beispielsweise aus Zeitgründen Stolperfallen nicht beseitigt, wie ein quer durch den Raum liegendes Staubsaugerkabel, oder die Rutschgefahr, die von einem nassen Boden oder einer feuchten Holz- oder Steintreppe ausgeht, ignoriert, geht ein hohes Unfallrisiko ein.

Um die Konzentration bei der Hausarbeit aufrechtzuerhalten, helfen im Übrigen regelmäßige Pausen. Sie beugen zudem einer möglichen Überanstrengung vor, die zu körperlichen Problemen zum Beispiel an der Bandscheibe oder zu einer Kreislaufschwäche führen kann.

Weitere Tipps für den sicheren Hausputz bietet die kostenlos herunterladbare Broschüre „Sauber ist sicher besser: (Öko-)Tipps für den Hausputz“ des Deutschen Kuratoriums für Sicherheit in Heim und Freizeit e.V. (DSV) und des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV).

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