Als Krankenhauspatient gut abgesichert

 - 

(verpd) Patienten, die auf Kosten der gesetzlichen Kranken- oder Rentenversicherung im Krankenhaus oder in einer Reha-Klinik behandelt werden, stehen nach Angaben der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung.

Stationäre und teilstationäre Krankenhauspatienten sind automatisch gesetzlich unfallversichert. Dies gilt auch für Personen, die sich einer stationären, teilstationären oder ambulanten medizinischen Rehabilitation unterziehen müssen. Darauf weist die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) hin.

Gesetzlicher Patientenschutz

Die VBG teilt zudem mit, dass Patienten im Krankenhaus sowie in der Reha-Klinik über die Berufsgenossenschaft bei allen Tätigkeiten, die im Zusammenhang mit der Behandlung oder der medizinischen Rehabilitation stehen, gesetzlich unfallversichert sind.

Dies wäre beispielsweise dann der Fall, wenn ein Patient im Krankenhausflur stürzt, sich während einer ärztlich verordneten Therapiemaßnahme an einem Gerät verletzt oder auf dem Weg von zu Hause zum Krankenhaus oder zurück verunfallt. Nach einem solchen Unfall ist es wichtig, dass der Patient oder ein Angehöriger den Vorfall umgehend dem Klinikpersonal meldet, damit die Zuständigen der Klinik die gesetzliche Unfallversicherung zeitnah darüber informieren können.

Auch eine direkte Meldung an den Unfallversicherungs-Träger ist möglich. Die nächstgelegene VBG-Bezirksverwaltung kann mit Eingabe der eigenen Postleitzahl unter www.vbg.de/kontakt online ermittelt werden. Nicht unter den gesetzlichen Versicherungsschutz fallen allerdings Behandlungsfehler des Arztes oder Therapeuten.

Eingeschränkte Leistungen

Die VBG als zuständiger Unfallversicherungs-Träger übernimmt nach einem versicherten Unfall unter anderem die Kosten für die ärztliche und therapeutische Behandlung, um die Gesundheit des Verunglückten wiederherzustellen.

Die Leistungen zum Beispiel für durch den Unfall notwendige Behandlungen und Reha-Maßnahmen richten sich nach den festen Vorgaben der gesetzlichen Unfallversicherung. Wer aufgrund eines Versicherungsfalls arbeitsunfähig ist und seine Erwerbstätigkeit vorübergehend nicht ausüben kann, erhält von der gesetzlichen Unfallversicherung auch ein Verletztengeld.

Die Höhe beträgt für Arbeitnehmer 80 Prozent des bisherigen Bruttoverdienstes, maximal jedoch 100 Prozent des Nettoverdienstes. Von dem Verletztengeld muss der Verunfallte die Hälfte der gesetzlichen Renten- und Arbeitslosen-Versicherungsprämie zahlen, die andere Hälfte übernimmt die VBG. Die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung trägt die VBG komplett. Das Verletztengeld endet mit dem letzten Tag der Arbeitsunfähigkeit, spätestens jedoch mit dem 546. Tag, also längstens nach 78 Wochen.

Umfassende Absicherung ist möglich

Führt der Unfall zu einer Minderung der Erwerbsfähigkeit um mindestens 20 Prozent, gibt es je nach Erwerbsunfähigkeitsgrad eine Rente. Bei 100 Prozent Erwerbsunfähigkeit beträgt die Vollrente maximal zwei Drittel des Jahresverdienstes. Wer aufgrund eines Unfalles zwar nicht erwerbsunfähig ist, aber in seinem bisher ausgeübten Beruf nicht mehr tätig sein kann und daher immer noch in einem anderen, auch weniger gut bezahlten Job einsetzbar ist, dem steht keine Rente aus der gesetzlichen Unfallversicherung zu.

Auch im Rahmen der gesetzlichen Rentenversicherung gibt es für Personen, die nach dem 1.1.1961 geboren sind, aufgrund einer Berufsunfähigkeit keine Ansprüche mehr auf eine gesetzliche Berufsunfähigkeits-Rente. Die private Versicherungswirtschaft bietet diverse Lösungen an, mit der sowohl ein fehlender gesetzlicher Versicherungsschutz als auch eine eventuell durch Unfall oder Krankheit auftretende Einkommenslücke abgesichert werden kann.

Zu nennen sind hier eine private Unfall-, eine Erwerbs- oder Berufsunfähigkeits- und auch eine Krankentagegeld-Versicherung. Des Weiteren werden diverse Lösungen angeboten, damit ein Krankenhausaufenthalt so komfortabel wie möglich gestaltet werden kann. Mit einer Krankenzusatz-Versicherung können auch gesetzlich Versicherte beispielsweise eine Einbettzimmer-Belegung wählen.

Weitere News zum Thema

  • Gefahrlos aufs Eis

    [] (verpd) Besonders gefährlich ist es, sich bei einer natürlichen Eisfläche auf den ersten Anschein, dass das Eis dick genug ist, zu verlassen und sie vorschnell zu betreten. Es gibt einige Kriterien, die man berücksichtigen sollte, bevor man aufs Eis geht, sowie so manche Stellen, welche man grundsätzlich meiden sollte. Darüber hinaus sollte jeder Schlittschuhläufer, Eishockeyspieler oder andere Personen, die gerne auf zugefrorene Seen oder Flüsse gehen, die wichtigsten Regeln kennen, die es zu befolgen gilt, wenn man selbst oder ein anderer ins Eis eingebrochen ist. mehr

  • Wenn man auf dem Arbeitsweg beim Tanken verunfallt

    [] (verpd) Grundsätzlich muss ein Arbeitnehmer den kürzesten Weg von seiner Wohnung zur Arbeit und zurück nehmen, um unfallversichert zu sein. Kommen dabei aber mehrere Strecken infrage, kann er nach mehreren Kriterien selbst entscheiden, welche er nimmt. mehr

  • Streit um Arbeitsunfall beim Skifahren

    [] (verpd) Der gesetzliche Unfallversicherungs-Schutz kann während einer betrieblichen Veranstaltung auch nur für Teile des Programms, die der eigentlichen Arbeit dienen, gelten. Dies ist der Tenor eines Urteils des 5. Senats des Landessozialgerichts Mecklenburg-Vorpommern (Az. L 5 U 48/12). mehr

  • Unfall am Heimarbeitsplatz

    [] (verpd) Ein Heimarbeiter, der auf dem Weg zur Küche seiner Wohnung verunglückt, steht nicht unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Das hat das Bundessozialgericht in einem Urteil entschieden (Az. B 2 U 5/15 R). mehr

  • Für eine unfallfreie Skisaison

    [] (verpd) Die Anzahl der Personen, die nach einem Skiunfall ärztlich behandelt werden mussten, ist in den letzten Jahren laut einer Unfallanalyse deutlich gefallen. Mit dem richtigen Verhalten und der richtigen Vorbereitung kann auch jeder Einzelne sein Risiko, auf der Piste zu verunfallen, senken. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.