Was Autoreisende im Ausland beachten sollten

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Millionen Urlauber erreichen ihr Reiseziel außerhalb Deutschlands mit dem eigenen Auto. Sie verlassen sich dabei auf ihre Kfz-Versicherung. Doch was geschieht, wenn ein Unfall passiert?

Rechtzeitig zur Urlaubssaison weist der Bund der Versicherten (BdV) darauf hin, dass sich Autoreisende bestens vorbereiten sollten. Die Grüne Karte und der Europäische Unfallbericht dürfen im Handschuhfach keinesfalls fehlen.

Dabei genügt es aber nicht, die als "Grüne Karte" bekannte internationale Versicherungskarte lediglich an Bord zu haben. Sie muss auch gültig und vom Versicherungsnehmer unterschrieben sein.

Der Haftpflichtschutz greift nach dem Gesetz sowohl in ganz Europa als auch in den außereuropäischen Gebieten, die zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft zählen.

Unerlässlich ist es zu prüfen, ob das Zielland unter den Versicherungsschutz fällt. In den anderen Ländern kann es Probleme geben.

Geldtipp
Schauen Sie nach, ob der gesuchte Staat auf der Karte durchgestrichen ist. Dann entfällt dort der Versicherungsschutz.


Ein besonderes Problem stellt laut BdV die Türkei dar. Für dieses Land gewähren manche Anbieter nur im europäischen Teil Versicherungsschutz. Autourlauber sollten deshalb mit ihrem Versicherer klären, wie er es bei dieser Frage hält.

Die Grüne Karte dient im Falle eines Unfalles dazu, sie dem Unfallgegner zu geben, damit der sich wegen der Regulierung an die richtige Adresse wenden kann.

Wenn dem Urlauber im Ausland ein Einheimischer ins Auto fährt, gilt als erstes: dessen Autonummer aufschreiben!

Mit dem Kennzeichen kann sich der Geschädigte möglichst noch im Urlaubsland oder gleich in Deutschland an den Zentralruf der Autoversicherer (Telefon 0180-25026) wenden, um den Versicherer des Unfallgegners zu finden. Er bekommt hier auch die Daten der in Deutschland ansässigen Regulierungsstelle des ausländischen Versicherers.

Über diese Stelle lässt sich die Schadenbearbeitung vornehmen. Das gilt allerdings nur für Unfälle innerhalb der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union.
 

Geldtipp
Wenn Sie oft ins Ausland reisen, sprechen Sie mit Ihrem Versicherer. Sie können zusätzlich einen Ausland-Schadensschutz mit ihm vereinbaren. Der übernimmt dann die Regulierung nach einem unverschuldeten Verkehrsunfall. Er legt dabei die Konditionen zugrunde, die auch für Ihre eigene Versicherung angewendet werden, denn häufig reichen die Deckungssummen der ausländischen Versicherungen nicht aus.

 

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