Versicherungen, die keiner braucht

Versicherungspolicen bergen oft Einsparpotenziale. "Geldtipps" nennt die beiden wichtigsten Spar-Strategien.

Erstens sparen Sie Geld durch gezielte Vertragsänderungen:

Durch Änderung von monatlicher in jährliche Zahlungsweise lassen sich bis zu fünf Prozent der Beiträge sparen.

Die dynamische Erhöhung der Beiträge bei Kapitallebensversicherungen (die sogenannte Dynamik) kann gekündigt werden. Sie treibt die Kosten in die Höhe, weil mit jeder Erhöhung ein neuer Vertrag entsteht, der Verwaltungs- und Provisionskosten verursacht. Besser: Bei höherem Versicherungsbedarf,  eine neue Police abschließen.

Zweitens können Sie bei Versicherungen sparen, wenn Sie ausschließlich die wirklich relevanten Risiken absichern:

Völlig überflüssig sind Reparaturversicherungen, zum Beispiel für den Fernseher und andere hochwertige Geräte im Haushalt. Denn die Schadenhöhe ist im Einzelfall überschaubar, die Prämie dagegen vergleichsweise hoch.

Verzichtbar ist auch eine Glasbruchversicherung. Eine kaputte Glasscheibe am Vitrinenschrank der Großmutter oder ein Sprung am Glastisch sind keine unbezahlbaren Schäden (und kommen auch nicht jeden Tag vor). Große Glasschäden, wie zum Beispiel die vom Sturm beschädigte Balkonverglasung, sind durch andere Versicherungen, wie beispielsweise durch die Wohngebäudeversicherung abgedeckt.

Geldtipp
Sichern Sie zunächst die wirklich existenzbedrohenden Risiken ab: Berufsunfähigkeit, Krankheit, Todesfall und private Haftpflicht. Für nicht-existenzielle Schäden ist es sinnvoller, auf den Abschluss von Versicherungen zu verzichten. Mit den eingesparten Prämien bilden Sie eine Rücklage. Daraus können Sie eine Fernsehreparatur, Glasschäden usw. problemlos bezahlen.

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