Versicherer, die bei der Schadensabwicklung bummeln, haben schlechte Karten vor Gericht

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Versicherungsunternehmen sind angehalten, Schäden bei eindeutigen Sachverhalten schnell zu regulieren. Die Frist beträgt nur zwei Wochen.

Wieder einmal landete eine bummelnde Versicherungsgesellschaft vor Gericht und musste dort eine Niederlage hinnehmen. Vor dem Amtsgericht Erlangen (Az. 1 C 1787/04) wurde ein Fall verhandelt, in dem die Versicherung einen Schaden erst nach fast vier Wochen reguliert hatte.

In diesem Fall wurden dem Versicherer die Kosten des Rechtsstreits aufgebürdet, da es die Assekuranz versäumt hatte, innerhalb der gesetzten Frist von zwei Wochen zu reagieren, eine Fristverlängerung zu beantragen oder zumindest den Eingang des Versichertenschreibens zu bestätigen. Das aber wäre zumutbar gewesen, so der Tenor des Urteils.

Dieses Urteil steht in einer Reihe mit vielen anderen Gerichtsentscheidungen, in denen die Richter den Versicherungen sehr genau auf die Finger geschaut haben. So hatte ein Landgericht in einem Fall aus dem Jahr 2001 sogar einen Schmerzensgeld-Aufschlag von 50.000 Euro verfügt, weil die Versicherung die Schadensregulierung nach Meinung der Richter absichtlich verschleppt hatte.

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