Unisex-Tarife: Auswirkungen auf die Beiträge zur Krankenversicherung für Männer und Frauen

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Das Geschlecht eines Versicherten ist nach Ansicht des Europäischen Gerichtshofs als Risikofaktor zur Berechnung der Beiträge nicht mehr heranzuziehen. Gerade im Bereich der privaten Krankenversicherungen ist eine solche Unterscheidung zurzeit noch gängige Praxis. Laut EuGH-Urteil handelt es sich bei dieser allerdings um unzulässige Diskriminierung und muss daher spätestens bis zum Ende 2012 abgeschafft werden.

Anfang März wurde am Europäischen Gerichtshof in Luxemburg ein Urteil gefällt, das für die gesamte private Versicherungsbranche in Europa von Bedeutung ist. Demnach ist es ab Ende 2012 in der privaten Versicherung, und damit auch in der privaten Krankenversicherung, nicht mehr zulässig, die Beiträge vom Geschlecht abhängig zu machen.

In der privaten Krankenversicherung wurden bislang gerade Frauen schlechter gestellt als Männer. Die privaten Versicherer begründeten das mit der statistisch höheren Lebenserwartung und der Inanspruchnahme von insgesamt mehr Gesundheitsleistungen durch Frauen.

Aber auch Männer werden bei bestimmten Versicherungen nicht immer Frauen gegenüber besser oder gleich gestellt. So zahlen sie in der Kfz-Versicherung meist höhere Beiträge.

Das soll sich bald ändern. Nach einer Übergangsfrist müssen die Versicherungen spätestens Anfang 2013 sogenannte Unisex-Tarife anbieten. Ob das ein Vor- oder Nachteil für dein einzelnen Versicherten ist, wird der Markt zeigen. Denn wie die Versicherungswirtschaft auf das Urteil reagiert, ist noch unklar. Möglich ist, dass nicht nur die Versicherungsbedingungen, sondern auch die Beiträge angeglichen werden müssen.

Albert Gottelt von www.1a-krankenversicherung.de, weist auf unterschiedliche Auswirkungen für Männer und Frauen hin: "Während für Frauen die Tarife in der privaten Krankenversicherung günstiger werden dürften, müssen sich Männer auf leicht steigende Kosten einstellen." 

Die neuen Bestimmungen gelten für Neuverträge, die nach der neuen Vorgabe abgeschlossen werden. Bestandskunden sind nicht betroffen.

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