Sozialversicherungen: Besserverdiener zahlen 2012 einige hundert Euro mehr

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Bis zu 277,80 Euro mehr als im Jahr 2011 müssen diejenigen, die über den Beitragsbemessungsgrenzen zu den Sozialversicherungszweigen verdienen, im kommenden Jahr in die Sozialkassen einzahlen.

Zur Renten- und Arbeitslosenversicherung sind ab 1.1.2012 für einen Bruttoverdienst von bis zu 5.600 Euro im Monat Beiträge fällig (vorher 5.500 Euro). Bei Beitragssätzen von 19,9 Prozent in der Renten- und 3 Prozent in der Arbeitslosenversicherung betragen die Zusatzkosten für den Arbeitnehmer bis zu 11,45 Euro im Monat, da der Arbeitgeber die Hälfte des Gesamtbeitrags zahlt. Diese Erhöhung gilt lediglich in den alten Bundesländern. In den neuen Bundesländern bleibt die Einkommensgrenze bei 4.800 Euro im Monat.

In der Kranken- und Pflegeversicherung gilt ab 1.1.2012 eine Beitragsbemessungsgrenze von monatlich 3.825 Euro (vorher 3.712,50 Euro). Da die Beitragssätze konstant bleiben (KV: 15,5 Prozent einschließlich 0,9 Prozent für Arbeitnehmer; RV: 1,95 Prozent plus 0,25 Prozent für Kinderlose), betragen die Mehrkosten für kinderlose Arbeitnehmer bis zu 11,70 Euro monatlich. Diese Erhöhung betrifft auch die neuen Bundesländer.

Für das gesamte Jahr 2012 ergeben sich zusätzliche Belastungen in Höhe von bis zu 277,80 Euro (23,15 Euro x 12 Monate) im Vergleich zu diesem Jahr.

Tipp
Mit einer Umwandlung von Gehalt in eine Betriebsrente können Sie Ihr Bruttogehalt senken (im Jahr 2012 um maximal 2.688 Euro). Sinnvoll ist das vor allem bei einem Verdienst unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze zur Krankenversicherung. Nicht zu empfehlen ist eine Entgeltumwandlung bei einem Gehalt oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze zur Rentenversicherung.

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