Schnee-Chaos: Die wichtigsten Versicherungstipps

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Schnee und Eis haben Deutschland fest im Griff. Was ist bei einem Autounfall oder bei einem Schaden am Haus versicherungsrechtlich zu beachten?

Die meisten Schäden entstehen wir im Straßenverkehr. Die Straßenverkehrsordnung schreibt vor, dass Autofahrer ihre Ausrüstung den Witterungsverhältnissen anpassen müssen. Wer bei winterlichen  Verhältnissen mit Sommerreifen unterwegs ist, muss mit einem Bußgeld rechnen - bei einem Unfall sogar mit einem Strafpunkt in Flensburg.

Die Versicherung zahlt in der Regel trotzdem - bei Haftpflichtschäden immer, bei einigen Versicherern selbst bei grob fahrlässig herbeigeführten Kaskoschäden. Zur eigenen Sicherheit empfiehlt es sich natürlich trotzdem, auf eine geeignete Bereifung Wert zu legen.

Schäden so schnell wie möglich melden

Nach einem Autounfall und auch bei allen anderen Schäden ist es wichtig, den Schadensfall so schnell wie möglich der Versicherung zu melden - möglichst noch am Schadenstag. Je schneller er gemeldet wird, desto schneller wird er auch reguliert.

Ein Schneesturm kann auch Gebäude beschädigen. Gefährlich wird es ab Windstärke acht: dann spricht man versicherungstechnisch von einem Sturm. Dabei knicken Antennen ab, werden Satellitenanlagen beschädigt, fallen Dachpfannen runter - kurz: Die Reparaturen können teuer werden. Die Wohngebäudeversicherung sorgt in solchen Fällen für schnelle Hilfe.

Kleinere Schäden wie das Abdecken von Dachpfannen lassen sich in der Regel mit einem finanziellen Aufwand unter 1.000 Euro beheben. Allerdings können heftige Stürme, die oft auch Nässeschäden durch Niederschlag zur Folge haben, fünfstellige Schadensummen erreichen.

Gefahr von oben: Dächer können gefährlich werden


Sturmschäden sind durch die Wohngebäudeversicherung abgedeckt, Schäden durch Schneedruck nicht. Dafür brauchen Hausbesitzer zusätzlich eine Elementarschadendeckung, die auch bei Schäden durch Naturkatastrophen wie Hochwasser, Erdbeben oder Lawinen zahlt.

Wird der Schneedruck auf dem Dach zu groß, sollte man im Ernstfall die Feuerwehr rufen, um das Dach frei räumen zu lassen. Wenig empfehlenswert ist es, nah an schwer schneebedeckten Häusern zu parken. Wird das Auto durch eine Dachlawine beschädigt, haftet der Hausbesitzer nicht, wenn solche Witterungen in der Region selten vorkommen und deshalb keine Schutzgitter vorgeschrieben sind.

Lediglich eine Kfz-Vollkaskoversicherung zahlt solche Schäden. Das gilt auch, wenn ein Ast unter seiner Schneelast bricht und aufs Auto fällt.

Eigentümer sollten die Streupflicht ernst nehmen


Gefährlich ist es bei Eis und Schnee aber auch für Fußgänger. Hauseigentümer sind zum Winterdienst verpflichtet. Ohne Haftpflichtversicherung kann es sehr teuer werden, wenn auf dem Bürgersteig vor dem Haus oder auf einem öffentlichen Fußweg neben dem Gebäude jemand ausrutscht und sich verletzt. Die Gerichte sehen den Eigentümer klar in der Pflicht. Wer nicht selbst streuen kann, weil er alt, krank, berufstätig oder im Urlaub ist, muss sich um einen Ersatz kümmern. Vermieter können ihre Mieter damit beauftragen - auch mündlich.

Die Gemeinden schreiben genau vor, wie gestreut werden muss: in der Regel tagsüber zwischen 8:00 und 20:00 Uhr in einer Breite von einem Meter. Als Streumittel sollte Granulat wie Splitt oder Lava-Asche verwendet werden. Das ist umweltfreundlich, muss aber nach Ende der Frostperiode wieder weggekehrt werden. An besonders gefährdeten Stellen wie Treppen ist Salz jedoch erlaubt. Schneit es ununterbrochen, muss alle paar Stunden der Weg wieder geräumt und nachgestreut werden. Allerdings kann man auch vom Fußgänger verlangen, dass er sich den Witterungsverhältnissen angemessen verhält: also geeignetes Schuhwerk trägt und die geräumten Wege nutzt.

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