Reiserücktrittskostenversicherung: Bezahlung mit Kreditkarte bietet nur eingeschränkten Schutz

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Reisebüros sind nicht verpflichtet, den Leistungsumfang einer Reiserücktrittsversicherung bei Zahlung mit einer Kreditkarte komplett benennen zu können. Das hat das Landgericht Frankfurt am Main entschieden.

In dem verhandelten Fall hatte ein Mann im Reisebüro eine Reise für insgesamt sechs Personen gebucht und mit Kreditkarte bezahlt. Der Reisebüromitarbeiter wies darauf hin, dass bei der Bezahlung über die Kreditkarte ein Rücktrittsschutz automatisch inbegriffen sei.

Tatsächlich galt das aber nur für zwei der sechs Personen. Als die Reise wegen eines Trauerfalls abgesagt werden musste, waren dann vier Personen nicht versichert. Die Richter sahen jedoch keinen Verstoß des Reisebüros gegen seine Beratungspflicht.

Von Reisebüromitarbeitern könne nicht verlangt werden, dass sie die Vertragsbedingungen sämtlicher Kreditkartenunternehmen in allen Einzelheiten kennen. Vielmehr hätte der Mann nach der Buchung den Versicherungsschutz problemlos überprüfen und die nicht versicherten Mitreisenden nachträglich versichern können (Az. 2-19 O 209/06).

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