Krankenversicherung: Erhöhung des Beitragssatzes sorgt bei Rentnern für Ärger

 - 

Die Erhöhung...

Ab dem 1.7.2005 wird von den Krankenkassen ein zusätzlicher Beitrag von 0,9% erhoben. Der Beitrag ist vom Arbeitnehmer allein aufzubringen, der Arbeitgeber beteiligt sich daran nicht. Zum Ausgleich wurden die Kassen angewiesen, die übrigen Beitragssätze um 0,9% zu senken. Das betrifft auch den Arbeitgeberzuschuss bei privat versicherten Arbeitnehmern mit einem Arbeitsentgelt von mindestens € 3525 pro Monat. Ab dem 1.7.2005 gibt es für sie statt bisher € 252,04 nur noch € 236,18.

...sorgt bei Rentnern für Ärger

Besonders bei Rentnern sorgt die Beitragserhöhung für Missstimmung. Als wäre der Ärger über die Nullrunde bei der Rentenerhöhung nicht schon genug. Denn der zusätzliche Beitrag soll zur Finanzierung des Zahnersatzes und des Krankengeldes verwendet werden. Nur - Krankengeld kann ein Rentner ohnehin nicht in Anspruch nehmen. Und Zahnersatz wird auch nur bei wenigen eine Rolle spielen.

Was können Sie tun?

Rentner haben in den vergangenen Tagen einen Bescheid über die Nullanpassung und die Absenkung des Beitragszuschusses zur Krankenversicherung erhalten. Gegen diesen Bescheid können Sie innerhalb eines Monats beim Träger Ihrer Rentenversicherung Widerspruch einlegen!

Muster: Widerspruch für Rentner, die Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung sind

Ihr Name
Ihre Anschrift

Anschrift des
Rentenversicherungsträgers

Ort, Datum

Versicherungsnummer
Widerspruch gegen den Bescheid vom (Datum)

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit lege ich gegen den oben genannten Bescheid Widerspruch ein.

Da ich als Rentner keinen Anspruch auf Krankengeld habe, widerspreche ich der Einbehaltung des Erhöhungsbeitrags zur gesetzlichen Krankenversicherung, soweit er für die Finanzierung des Krankengeldes vorgesehen ist.

Ich beantrage das Ruhen des Verfahrens bis zur höchstrichterlichen Klärung der Angelegenheit.

Mit freundlichen Grüßen,

Unterschrift

Weitere News zum Thema

  • Gesetzlicher Schutz für Helfer

    [] (verpd) Egal ob bei einer Panne, einem Unfall oder sonstigen Notlage, nicht immer kann sich jemand aus einer solchen für ihn schwierigen oder riskanten Situation selbst helfen. Er benötigt dann Unterstützung durch andere. Doch was, wenn ein Helfer dabei selbst verletzt wird? In der Regel springt in solchen Fällen die gesetzliche Unfallversicherung ein. mehr

  • Cyber-Sicherheit: Es hapert schon bei der Organisation

    [] (verpd) Dass Cyber-Schutz in den Chefetagen angekommen sei, kann eine Einrichtung der deutschen Versicherungswirtschaft nicht bestätigen. Die Auswertung von 2.000 Daten aus dem für Unternehmen kostenlosen Test Quick Check, der die Cyber-Risikosituation der jeweiligen Firma aufzeigt, kommt zum Ergebnis, dass es an eindeutigen und schriftlichen Regelungen für die IT-Sicherheit in den Unternehmen mangelt. Hacker und Angriffe von außen sind dabei nicht das einzige Problem. Auch Mitarbeiter können zum Sicherheitsrisiko für das Netzwerk werden. mehr

  • Wenn Kinder oder Jugendliche einen Unfall mit verschulden

    [] (verpd) Eine Zwölfjährige, die nach dem Aussteigen aus einem Bus unachtsam die Straße überquert und dabei von einem Motorrad überfahren wird, ist trotz ihres Alters überwiegend selbst für die Folgen des Unfalls verantwortlich. Das geht aus einem aktuellen Urteil des Oberlandesgerichts Stuttgart hervor (Az. 13 U 143/16). mehr

  • Trotz Volljährigkeit bei den Eltern versichert sein

    [] (verpd) Mit Erreichen der Volljährigkeit hat man nicht nur mehr Rechte, sondern trägt auch mehr Verantwortung. Wer beispielsweise fahrlässig bei einem anderen einen Schaden verursacht, muss selbst dafür geradestehen. Die Eltern haften dann nicht mehr für einen. Doch auch für sich selbst ist man verantwortlich, zum Beispiel für eine ausreichende finanzielle Vorsorge für den Krankheitsfall und für das Alter. In bestimmten Fällen kann ein notwendiger Existenzschutz für Volljährige sogar noch über bestehende Versicherungspolicen der Eltern abgedeckt sein. mehr

  • So bleibt ein Schaden an der Photovoltaikanlage bezahlbar

    [] (verpd) Nach Angaben der Bundesnetzagentur gibt es hierzulande rund 1,6 Millionen Photovoltaikanalgen, die auf Hausdächern, aber auch auf Feldern installiert sind. Alleine eine solche Stromerzeugungsanlage auf einem Wohngebäude kostet einige Tausend Euro. Es gibt allerdings diverse Risiken, die zu einer Beschädigung oder Zerstörung der Anlage führen können. Das daraus resultierende Kostenrisiko lässt sich jedoch mit bestimmten Versicherungspolicen absichern. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.