Knallfrösche verwandeln sich oft zu Feuerteufeln

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Bald ist wieder die Zeit der Böller. Doch Vorsicht: Mit den Silvesterraketen steigt auch die Gefahr von Brandschäden. Eine Studie von EMB Deutschland ergab, dass dieses Risiko zum Jahreswechsel für die Wohngebäudeversicherung 22 Mal so hoch ist wie sonst. Geeignete Versicherungen helfen, eventuelle Schäden durch Feuerwerkskörper abzudecken.

Der Jahreswechsel naht und damit auch das Silvesterfeuerwerk. Neben lautem Krachen und glitzerndem Leuchtregen sind Raketen, Knallfrösche und Wunderkerzen jedoch auch verantwortlich für ein absolutes Jahreshoch an Feuerschäden.

Von 29. Dezember bis 2. Januar nehmen die Feuerschäden regelmäßig deutlich zu. Vergleicht man die Anzahl der um den Jahreswechsel auftretenden Feuerschäden mit der durchschnittlichen täglichen Anzahl von Feuerschäden, zeigt sich zum Beispiel für die Hausratversicherung eine sechs Mal höhere Feuergefahr als an anderen Tagen des Jahres. Bei der Wohngebäudeversicherung ist die Brandgefahr sogar 22 Mal so hoch.

Schäden durch Überspannung, die im Allgemeinen durch Blitzschlag ausgelöst werden, wurden bei dieser Studie ausgeklammert. Die Ergebnisse sind in jedem der betrachteten sechs Jahre nahezu deckungsgleich. Dabei handelt es sich also nachweislich um keinen reinen Zufall.

Selbst während der anderen Dezembertage sind keine solch ungewöhnlichen Abweichungen zu verzeichnen. Zwar gibt es auch in der Weihnachtszeit leichte Erhöhungen der Feuerschadenmeldungen in der Hausratversicherung, doch sind diese in vergleichbarer Größenordnung auch im Sommer festzustellen. Die Gefahr, die von anheimelnden Bienenwachskerzen an Weihnachtsbaum und Adventskranz ausgeht, wird demnach im Vergleich zu der Gefahr bei Silvesterfeierlichkeiten überbewertet.

Feuer bei der Feier: Versichern nicht vergessen

Angesichts der erhöhten Brandgefahr um Silvester sollten Feierwillige sich auch versicherungstechnisch auf den Jahreswechsel vorbereiten. Wer etwa zu einer Silvesterparty eingeladen ist, bei der nicht nur die Korken knallen, braucht eine Haftpflichtversicherung. Diese deckt alle Personen- und Sachschäden ab, die beispielsweise unkontrollierte Böller verursachen. Und wer an Silvester einige Freunde zu sich einlädt, kommt nicht ohne Hausratversicherung aus. Sofern er Hauseigentümer ist, empfiehlt sich zudem eine Gebäudeversicherung. Durch Raketen verursachte Schäden am Auto übernimmt wiederum die Kaskoversicherung.

Geldtipp
Überprüfen Sie, ob Ihre Versicherungen auch Feuerschäden abdecken. Geht beispielsweise das Auto durch eine Rakete in Flammen auf, zahlen zwar sowohl die Teil- als auch die Vollkaskoversicherung, aber nicht bei mutwilligen Zerstörungen oder kleineren Schäden durch Raketenreste. Hier schützt nur die Vollkaskoversicherung.

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