Kfz-Versicherung: Bis Ende November wechseln und sparen

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Wenn sie flexibel sind, können Sie als Autobesitzer vom Wettbewerb unter den Autoversicherern profitieren.

Die Branche liefert sich derzeit einen erbitterten Preiskampf. Um rund 10 Prozent sind die Tarife für Kfz-Versicherungen seit 2005 durchschnittlich gesunken.

Wer wechseln will, muss seine alte Versicherung kündigen. Zumeist ist dafür der 30. November der Stichtag. Doch die Mühen des Wechselns können sich lohnen. Beim Umstieg vom teuersten zum billigsten Anbieter können Sie bis zu 65 Prozent der Beiträge sparen. Die Versicherer locken momentan mit Billigofferten wie selten zuvor.

Vor dem Umstieg ist jedoch ein genauer Vergleich angebracht. Neben dem Preis gilt es, gründlich die Leistungsmerkmale zu vergleichen. Während über die gesetzlich vorgeschriebene Kfz-Haftpflichtversicherung Fremdschäden versichert sind, müssen Sie bei Teil- oder Vollkasko bei jeder Versicherungsgesellschaft mit anderen Inhalten rechnen. In der Teilkaskoversicherung sind beispielsweise Wildschäden abgedeckt. Einige Versicherer zahlen jedoch nur für Unfälle mit Haarwild, also Hirsch und Reh, Wildschwein und Fuchs. Pferde oder Kühe zählen nicht dazu, denn das sind Nutz- oder Haustiere. Zwar hat ein Autofahrer gute Aussichten, nach der Kollision seines Pkw mit einer entlaufenen Kuh vom Halter des Tieres zumindest einen Teil des Schadens ersetzt zu bekommen.

Doch wenn der Landwirt nachweist, dass ihn am Ausbruch des Tieres keine Schuld trifft, geht der Autofahrer leer aus. Nur wer eine erweiterte Wildschadenklausel in seinem Vertrag findet, ist auch bei Unfällen mit Haus- und Nutztieren abgesichert. Einige Assekuranzen haben jedoch bereits ihre Listen der versicherten Tiere erweitert.

Unterschiede im Leistungsumfang zeigen sich auch bei der Vollkasko. Einige Versicherer zahlen den Neuwert des Fahrzeugs nur bis sechs Monate nach Erstzulassung. Bei besseren Bedingungen werden Sie bis zu ein Jahr nach Zulassung voll entschädigt. Selbst bei so gängigen Leistungen wie dem Rabattretter empfiehlt sich ein Blick in die Vertragsbedingungen. Hat der Versicherte ab einer bestimmten Schadenfreiheitsklasse einen Unfall frei? Kann er seinen tatsächlichen Beitragssatz retten? Das ist von einer Versicherungsgesellschaft zur anderen unterschiedlich geregelt.

Einige Versicherer verzichten bei einem Kaskoschaden auf den Vorwurf der groben Fahrlässigkeit, andere dagegen nicht. Wer einen Zusammenstoß verschuldet, weil er eine rote Ampel überfährt, in England auf der rechten Spur unterwegs ist oder beim Ausweichmanöver wegen eines Igels im Graben landet, hat in der Regel keinen Anspruch auf Schadenersatz durch die Versicherung. Das gilt gemäß Versicherungsvertragsgesetz als grob fahrlässiger Verstoß gegen die Sorgfaltspflicht. Allerdings gibt es bereits Versicherer, die selbst bei solchen Aussetzern zahlen. Keine Versicherung der Welt zahlt jedoch bei Unfällen nach riskanten Überholmanövern und nach Alkohol- oder Drogenkonsum.

Geldtipp
Beim Vergleich der Anbieter gilt es auch die neuen Typklassen zu berücksichtigen, die ab 1.1.2008 gelten. Dadurch kommt es zu Umstufungen bestehender Policen und teilweise auch zu Veränderungen bei den Prämien. Beispielsweise werden ältere Fahrzeuge tendenziell niedriger eingestuft als früher, neuere Modelle dagegen höher. Für einen Ausgleich sorgt das neue Merkmal "Fahrzeugalter bei Erwerb". Die neuen Typklassen finden Sie im Internet unter www.typklasse.de.

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