Fondsgebundene Versicherungen: Gewinne rechtzeitig sichern

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Jeden Anleger freut es, wenn sich seine fondsgebundene Versicherung im Laufe der Jahre gut entwickelt hat. Wichtig ist es mit steigendem Alter jedoch auch, die bisher angesammtelten Gewinne sicher zu stellen.

Anleger sollten die Fonds deshalb nach und nach umschichten und zunehmend auf sichere Rentenpapiere oder Geldmarkttitel setzen.

Meist können Sparer fünf Jahre vor dem Vertragsende der fondsgebundenen Lebensversicherung das aufgelaufene Fondsguthaben ganz oder teilweise in sicherere Anlagen überführen. Auf Wunsch übernehmen die Versicherer diesen Vorgang ("aktives Ablaufmanagement"). Andere Versicherungen unterbreiten Anlegern für jede Umschichtung Vorschläge, die sie dann annehmen können.

Erwischt man nämlich in den letzten Jahren der Vertragslaufzeit eine schlechte Börsenphase, verliert das Fondsvermögen stark an Wert, wenn nicht umgeschichtet wurde. Die Auszahlungssumme ist dann deutlich geringer als bei einem Vertrag mit Ablaufmanagement.

Anleger können die Umschichtung auch selbst in die Hand nehmen, wenn der Vertrag eine flexible Abrufphase vorsieht. Man hat dann die Option, lange in Aktien investiert zu bleiben und mögliche Gewinne mitzunehmen. Das aufgelaufene Guthaben legt man dann erst bei Auszahlung selbst in sicheren Papieren an.

Besonders günstig ist eine Mischung aus beiden Optionen: Man wählt für einen Teil des Fondsvermögens ein Ablaufmanagement, um erzielte Gewinne zu sichern. Den anderen Teil lässt man in Aktien investiert und ruft ihn flexibel ab, sodass Börsengewinne so lange wie möglich mitgenommen werden können.

Sicherheit kostet Rendite

Oft wird Anlegern auch angeboten, die Auszahlungssumme in eine private Rentenversicherung zu investieren, dann allerdings in ein klassisches Modell ohne Fonds-Komponente. Das kann eine gute Lösung sein, wenn das Vermögen dazu verwendet werden soll, eine lebenslange Rente zu garantieren. Denn das sogenannte Langlebigkeitsrisiko können nur Rentenversicherungen abdecken. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, eine Rentengarantiezeit von z.B. 10 Jahren zu vereinbaren. Bei frühem Ableben des Rentenberechtigten erhalten dann Ehegatte oder Kinder für den restlichen Zeitraum, der zur Erfüllung der 10-Jahres-Frist führt, Rentenleistungen ausgezahlt.

Die private Rente ist zwar steuerlich vorteilhaft, da nur ein sehr kleiner Teil dieser Rente versteuert wird – er kostet aber auch Rendite. Denn mit festverzinslichen Anlagen, aus denen man sich direkt selbst eine Rente finanziert, lassen sich ohne die kalkulatorischen Risikoaufschläge der Versicherer meist höhere Renditen erzielen. Aber bei dieser selbstgemachten Rente ist das Kapital u.U. bereits nach 15 bis 20 Jahren aufgezehrt, während die Rentenversicherung lebenslang Leistungen zahlen muss.

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