Berufsunfähigkeitsversicherung: Mit den Beiträgen Steuern sparen?

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Der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist überaus sinnvoll und notwendig, da die gesetzliche Erwerbsminderungsrente nur dann greift, wenn man überhaupt nicht mehr oder nur noch eingeschränkt arbeiten kann. Private Vorsorge tut deshalb not. Und in Kombination mit einer winken sogar Steuervorteile.

Wer bei der Deutschen Rentenversicherung eine Erwerbsminderungsrente beantragt, muss nicht nur berufsunfähig sein, sondern überhaupt nicht mehr arbeitsfähig. Sonst muss er seinen ausgeübten Beruf wechseln. Das gilt zumindest für die Geburtsjahrgänge ab 1961. Dennoch ist nur eine Minderheit gegen das Risiko der Berufsunfähigkeit abgesichert.

Als Grund führen viele Nichtversicherte die hohen Beiträge an, nicht wissend, dass es auch für die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) eine staatliche Förderung gibt, und zwar in Form von Steuerersparnissen bei der Kombination einer zusätzlichen Berufsunfähigkeitsversicherung (BUZ) mit einer Rürup-Rentenversicherung. Bei der Rürup-Rente sind nämlich auch die Beiträge für eine BUZ steuerlich absetzbar.

Dadurch ergibt sich (neben der Steuerersparnis für die Rürup-Rentenversicherung) ein weiterer Steuerbonus für die Risikovorsorge. Der absetzbare Anteil der Versicherungsbeiträge steigt jährlich an. In diesem Jahr liegt er bei 68 Prozent. Die Kosten für den Berufsunfähigkeitsschutz dürfen jedoch höchstens die Hälfte des gesamten Rürup-Vertragsvolumens ausmachen.

Die Rürup-Vorsorge lohnt sich vor allem für Selbstständige, die keine Beiträge zur gesetzlichen oder berufsständigen Rentenversicherung zahlen. Doch auch Angestellte können einen Rürup-Vertrag abzuschließen. Sie sollten freilich darauf achten, dass einschließlich der Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung die jährlichen Beitragshöchstgrenzen von 20.000 Euro bei Singles bzw. 40.000 Euro bei Verheirateten eingehalten werden.

Allerdings sollten auch die Nachteile bedacht werden. Durch die Kombination einer BUZ mit einer Rentenversicherung wird der Gesamtvertrag jedoch noch teurer und obendrein unflexibler. Gerät der Versicherte z.B. durch Arbeitslosigkeit in finanzielle Nöte, können viele Versicherte die Beiträge für den Vertrag nicht mehr zahlen und müssen kündigen oder die Police beitragsfrei stellen. In der Regel erlischt dann auch der Berufsunfähigkeitsschutz.

Alternativ kann die Kombination einer selbstständigen Berufsunfähigkeitsversicherung mit einer Risikolebensversicherung überlegenswert sein. Die Prämien für den Todesfallschutz sind sehr gering und werden im Paket oft noch günstiger. Damit hat der Versicherte die Möglichkeit, seine Familie oder seinen Partner zu einem günstigen Tarif abzusichern.

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