Sorglos-Paket für die Reise

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(verpd) Jede Reise, egal ob zum Wandern, zum Skiurlaub oder zur Erholung in wärmeren Gegenden, birgt besondere Gefahren.

Eine kostenlose Broschüre zeigt, wie sich Reisende absichern können, damit ein Notfall kurz vor oder während des Urlaubs nicht zum finanziellen Desaster wird.

Diverse Risiken wie eine plötzlich auftretende Krankheit, ein Unfall oder auch der Diebstahl von Papieren kurz vor oder während einer Reise können einen Urlaub zum Albtraum und auch zur Kostenfalle werden lassen. Die Versicherungswirtschaft bietet diverse Absicherungslösungen an, die im Notfall für eine schnelle Hilfe sorgen und zahlreiche Kostenrisiken übernehmen.

Welche Versicherungen im Urlaub sinnvoll sind, beschreibt die vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) herausgegebene und als PDF-Datei herunterladbare Broschüre „Versicherungen rund ums Reisen“. Zu den wichtigsten Reisepolicen gehören beispielsweise die Reiserücktritts- und -abbruchversicherung sowie die Auslandsreisekranken-Versicherung.

Kostenschutz, wenn die Reise nicht angetreten werden kann

Wer einen gebuchten Urlaub kurz vor Reisebeginn aus wichtigen Gründen absagt, muss je nach Reisevertrag hohe Stornokosten bis hin zum kompletten Reisepreis zahlen. Eine bestehende Reiserücktritts-Versicherung übernimmt derartige Stornokosten, wenn die Reise wegen eines versicherten Grundes vom Versicherten abgesagt wurde.

Versicherte Rücktrittsursachen sind je nach Vertragsvereinbarung beispielsweise ein erlittener Unfall, eine unerwartet eingetretene Krankheit, der Tod eines nahen Angehörigen, ein Schaden am Eigenheim zum Beispiel durch einen Brand und/oder eine unerwartete, unverschuldete Jobkündigung.

Doch auch wer während der Reise einen derartigen Notfall erleidet und deswegen den Urlaub abbricht, muss mit erheblichen Kosten rechnen. Zum Beispiel können Aufwendungen für einen außerplanmäßigen Rückflug und/oder Stornogebühren für schon gebuchte, jedoch nicht mehr in Anspruch genommene Reiseleistungen wie Ausflüge und Unterkunft anfallen. Eine vor der Reise abgeschlossene Reiseabbruch-Versicherung, die häufig auch in Kombination mit einer Reiserücktritts-Police angeboten wird, übernimmt derartige Kosten.

Im Ausland krank zu werden, ist oftmals teuer

Besonders teuer kann ein Unfall oder eine während der Reise eingetretene Krankheit werden, denn gesetzlich Krankenversicherte müssen in vielen außereuropäischen Ländern, die dort anfallenden Arzt- und Krankenhauskosten aus der eigenen Tasche zahlen. Auch im Rahmen der Europäischen Krankenversicherungs-Karte (EHIC) werden in den europäischen Ländern nicht alle Behandlungskosten kostendeckend von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen.

Auch ein Krankenrücktransport aus dem Ausland, der mehrere Tausend Euro kosten kann, wird von der gesetzlichen Krankenversicherung in der Regel nicht bezahlt.

Kostenschutz bietet in diesen Fällen eine Auslandsreise-Krankenversicherung. Sie übernimmt beispielsweise bei einer während der Reise auftretenden Krankheit oder bei einem Unfall die notwendigen Ausgaben für eine ambulante und/oder stationäre Versorgung im Ausland. Je nach Vertragsvereinbarung leistet die Police auch für einen notwendigen Krankenrücktransport nach Deutschland.

Hilfe in Notsituationen

Einige Versicherer bieten Reise-Schutzbrief-Policen mit Assistance-Leistungen in Form von Soforthilfen bei Pannen, Krankheit, Unfall oder Diebstahl im In- und Ausland an. Unter anderem sorgt der Versicherer bei einer Kfz-Panne oder einem Unfall beispielsweise dafür, dass das Fahrzeug in die nächste Werkstatt gebracht und repariert wird.

In manchen Schutzbrief-Verträgen sind auch weitere Leistungen enthalten: beispielsweise bei einem Notfall im Ausland einen Dolmetscher zu stellen, wenn nötig, eine Rückreise der Versicherten zu organisieren oder weiterzuhelfen, wenn dem Versicherten im Urlaub die Papiere und/oder das Geld gestohlen wurde.

Oftmals lassen sich solche Schutzbrief-Leistungen gegen einen geringen Aufpreis auch in der Kfz-Versicherung mitversichern.

Mit dem Auto über die Grenze

Wer mit dem Auto ins Ausland will, sollte darauf achten, dass die Kfz-Versicherung je nach vereinbartem Geltungsbereich entweder nur in Deutschland oder aber in ganz Europa und in Ländern der europäischen Union gilt.

Viele Kfz-Versicherer bieten einen zusätzlichen Auslandsschadenschutz an. Dieser Versicherungsschutz verhindert, dass ein Reisender, der unschuldig in einen Kfz-Unfall verwickelt wurde, auf diverse Kosten, die er beispielsweise in Deutschland, nicht jedoch im Ausland vom Unfallgegner bezahlt bekommt, sitzen bleibt. Denn im Ausland sind die gesetzlichen Versicherungssummen oft deutlich niedriger als hierzulande.

Wer im Ausland einen Mietwagen nutzt, dem ist eine Mallorca-Deckung zu empfehlen, die im eigenen Kfz-Vertrag oft gegen einen kleinen Zusatzbetrag mitversichert werden kann. Sie sichert den Mietwagen hinsichtlich der Kfz-Haftpflichtversicherung so ab, als wäre er in Deutschland versichert. Sie sorgt damit dafür, dass man bei großen Schäden die Differenz zwischen der Schadenhöhe und der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestdeckungssumme des Landes, in der sich der Unfall ereignete, nicht aus der eigenen Tasche zahlen muss.

Versicherungsschutz im In- und Ausland

Viele Bürger haben neben der Kfz-Versicherung auch andere Versicherungspolicen, wie eine Haftpflicht-, eine Rechtsschutz und eine Kfz-Versicherung, um alltägliche Risiken abzusichern. Einige dieser Policen helfen je nach vereinbartem Geltungsbereich auch bei Problemen im Ausland weiter. Eine private Haftpflichtpolice gilt je nach Vertragsvereinbarung innerhalb Europas oder sogar weltweit. Sie übernimmt mögliche Schmerzensgeld- oder Schadenersatz-Forderungen eines Dritten, wenn der Versicherte den Schaden fahrlässig verursacht hat, wehrt aber auch unberechtigte Forderungen ab.

Auch eine Rechtsschutz-Versicherung leistet je nach vereinbartem Geltungsbereich nicht nur bei Streitigkeiten in Deutschland, sondern auch in Europa oder sogar weltweit. Sie hilft dem Versicherten sein Recht einzufordern und beispielsweise eigene Schadenersatz-Forderungen geltend zu machen, wenn er von einem anderen geschädigt wurde.

Ist in einer privaten Rechtsschutzpolice ein Vertragsrechtsschutz enthalten, übernimmt der Versicherer auch die Kosten, um entgangene Urlaubsfreuden notfalls einzuklagen, wenn zum Beispiel die Beschreibung im Reiseprospekt mit der Realität am Urlaubsort nicht übereinstimmt.

Absicherung von Leib und Leben

Private Unfall-, Berufsunfähigkeits- oder Lebensversicherungen gelten in der Regel weltweit. Wer beispielsweise im Ausland einen Unfall erleidet und deswegen dauerhaft körperlich eingeschränkt ist, erhält die in der privaten Unfallversicherung vereinbarte Geldleistung im Invaliditätsfall.

Kann man aufgrund eines Unfalles, auch wenn er im Urlaub passiert, seinen Beruf nicht mehr ausüben, zahlt eine bestehende private Berufsunfähigkeits-Versicherung die vereinbarte Berufsunfähigkeitsrente.

Besteht für einen Urlauber eine Lebensversicherung, erhalten seine Hinterbliebenen den vereinbarten Geldbetrag im Todesfall, egal ob der Versicherte im In- oder Ausland gestorben ist.

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