Sorglos in fremde Länder reisen

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(verpd) Wer in ein fernes Land reisen möchte und sich nicht frühzeitig um die dafür notwendigen Reisedokumente, vorgeschriebenen Impfungen und auch um einen passenden Versicherungsschutz gekümmert hat, muss mit Schwierigkeiten und teuren Folgen rechnen.

Heute ist es unter anderem per Flugzeug oder Schiff kein Problem in die entlegensten Länder der Welt zu reisen. Doch fehlende Dokumente oder eine nicht vom Arzt bestätigte Impfung, die zur Einreise in das gewählte Urlaubsland jedoch notwendig wäre, können Reiseträume schnell zerplatzen lassen. Das Gleiche gilt für eine kurz vor oder während des Urlaubes auftretende Krankheit.

Daher sollte man frühzeitig mit den Reisevorbereitungen beginnen und sich zum Beispiel über die notwendigen Einreisedokumente wie Reisepass und/oder Visum sowie Impfungen und sonstige Formalitäten informieren. In der heutigen Zeit ist es außerdem sinnvoll, die jeweilige Sicherheitslage des Urlaubslandes zu beachten. Entsprechende Reise- und Sicherheitshinweise können im Webauftritt des Auswärtigen Amtes abgerufen werden.

Wichtige Einreisedokumente

Beispielsweise ist die Einreise in einige Urlaubsländer, die außerhalb der Europäischen Union (EU), des Europäischen Wirtschaftsraums und der Schweiz liegen, nur möglich, wenn der Reisepass zum Zeitpunkt der Ein- oder Ausreise noch beispielsweise mindestens sechs Monate lang gültig ist. Dazu gehören zum Beispiel Barbados, die Bahamas, Brasilien, Costa Rica, die Dominikanische Republik, Israel, Marokko und Thailand. Andere wie Ägypten, Australien, China, Indien, Kuba, Kenia, die Malediven, Russland und Sri Lanka verlangen zur Einreise neben dem Reisepass zudem ein Visum.

Für die Einreise in die USA wird neben dem Reisepass eine Onlineregistrierung (Electronic System for Travel Authorization = ESTA) benötigt. Welche Einreisedokumente je nach Land benötigt werden, kann online beim Auswärtigen Amt nachgelesen werden. Grundsätzlich zu beachten ist, dass die Erstellung oder Verlängerung eventuell notwendiger Ausweise und Dokumente wie Reisepass, Visum und Impfpass unter Umständen einige Wochen in Anspruch nehmen kann.

Bei vorgeschriebenen oder empfohlenen Impfungen ist zudem zu bedenken, dass einige Impfstoffe erst nach mehreren Wochen wirken, und es deswegen notwendig sein kann, dass eine solche Impfung bereits drei bis vier Monate vor dem eigentlichen Reiseantritt beim Arzt durchgeführt wird. Auskünfte darüber, welche Impfungen für das jeweilige Reiseziel empfohlen oder vorgeschrieben sind, gibt es beim Centrum für Reisemedizin, beim Auswärtigen Amt, bei der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V. und den diversen Tropeninstituten in Deutschland.

Kostenrisiken mindern

Des Weiteren sollte geprüft werden, ob der bestehende Versicherungsschutz für die Reise ausreichend ist.

Im Webauftritt des Auswärtigen Amtes ist beispielsweise zu lesen: „Das Auswärtige Amt rät dringend, die in den Reise- und Sicherheitshinweisen enthaltenen Empfehlungen zu beachten sowie einen entsprechenden Versicherungsschutz, zum Beispiel einen Auslands-Krankenversicherungs-Schutz mit Rückholversicherung, abzuschließen.“

Der Grund: Zum einen besteht im Krankheitsfall im Ausland für gesetzlich Krankenversicherte ein hohes Kostenrisiko, da viele Kosten nur zum Teil oder überhaupt nicht von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt werden. Zum anderen, und das gilt für fast alle Länder, wird ein Krankenrücktransport aus dem Ausland, der mehrere Tausend Euro kosten kann, in der Regel nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen.

Wenn die Reise storniert oder abgebrochen werden muss

Doch es gibt noch andere Kostenrisiken auf der Reise, die sich mit einer passenden Versicherungspolice minimieren lassen. Eine bestehende Reiserücktritts- Versicherung übernimmt beispielsweise die anfallenden Stornogebühren, wenn der Reisende aus versicherten Gründen wie einem erlittenen Unfall oder einer unerwartet eingetretenen Krankheit die Reise nicht antreten kann.

Eine vor der Reise abgeschlossene Reiseabbruch-Versicherung, die häufig auch in Kombination mit einer Reiserücktritts-Police angeboten wird, übernimmt für die versicherten Risiken die Kosten für einen Reiseabbruch.

Entsprechende Kosten fallen zum Beispiel für einen außerplanmäßigen Rückflug an. Erstattet werden, wenn vereinbart, auch die Ausgaben für gebuchte, jedoch aufgrund des eingetretenen Versicherungsfalls nicht mehr in Anspruch genommene Reiseleistungen.

Täglicher Schutz – auch auf Reisen

Zwar werden manche Versicherungsverträge nicht speziell für Reisen abgeschlossen, doch sie bieten nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland einen wertvollen Schutz für die versicherte Person. So gilt eine private Unfallversicherung in der Regel weltweit, bei anderen Policen wie der privaten Haftpflicht-Versicherung sollte geprüft werden, ob der Versicherungsschutz auch im gewünschten Urlaubsland besteht, denn manche Verträge sind beispielsweise auf Europa beschränkt. Eine Erweiterung des Geltungsbereichs ist häufig gegen einen kleinen Aufpreis möglich.

Bei einem Beratungsgespräch mit einem Versicherungsexperten kann geklärt werden, welche Urlaubsrisiken bereits über bestehende Versicherungsverträge abgedeckt und welche über einen zusätzlichen Versicherungsschutz abzusichern sind, damit man beruhigt und sorglos verreisen kann.

Hilfreiche Tipps zur Reiseplanung und -durchführung bietet eine kostenlose App und der herunterladbare Flyer „Kleiner Ratgeber für Ihre Urlaubsplanung“ des Auswärtigen Amtes. Empfohlen wird beispielsweise, dass Reisende Kopien der wichtigsten Dokumente wie Reisepass, Flugticket und Reservierungen für den Fall des Verlustes oder des Diebstahls mitnehmen. Zudem sollte man wichtige Notrufnummern, zum Beispiel die Sperrnummer für die Kreditkarte sowie die Adresse und Telefonnummer der deutschen Auslandsvertretungen auf Reisen dabeihaben.

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