Für einen Urlaub ohne bitteren Nachgeschmack

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(verpd) Insbesondere eine gelöste Ferienstimmung verleitet viele Reisende, unvorsichtig zu sein. Daher haben Kriminelle gerade in der Urlaubszeit Hochsaison. Wer als Urlauber jedoch bestimmte Verhaltensregeln beachtet, vermindert die Gefahr, Opfer von Dieben und Verbrechern zu werden.

Die meisten Urlauber haben Geld, Kreditkarten, Schmuck, Foto- und Videoausrüstungen und/oder sonstige Wertsachen im Gepäck. Genau darauf haben es zahlreiche Gauner und Betrüger abgesehen.

Die Polizei kennt die meisten Tricks und Methoden der Verbrecher und gibt diesbezüglich im Faltblatt „Langfinger machen niemals Urlaub! Diebstahl und Raub auf Reisen“ diverse Tipps, wie sich Urlauber davor schützen können. Konkrete Hinweise, was gegen Taschendiebe hilft, gibt es im vierseitigen Faltblatt „Schlauer gegen Klauer“.

Die Broschüren sind kostenlos bei den Polizeilichen Beratungsstellen erhältlich und stehen im Internet zum Herunterladen bereit.

Reisegepäck im Blick behalten

Die Polizei rät beispielsweise, Koffer und Reisegepäck am Bahnhof oder am Flughafen bis zur Gepäckabgabe nach Möglichkeit stets in Körper- und Blicknähe zu haben. Außerdem empfiehlt es sich Wertgegenstände nicht im normalen Reisegepäck zu verstauen, sondern in Taschen, die stets an der Hand gehalten werden. Zahlungsmittel, Ausweispapiere oder Wertsachen sollten nie im Auto liegen gelassen werden – auch nicht im Handschuhfach oder Kofferraum.

Um möglichen Dieben zu zeigen, dass im Pkw nichts zu holen ist, ist es empfehlenswert, das (leere) Handschuhfach beim Parken geöffnet zu lassen. Das vermindert die Gefahr, dass Diebe in das Auto einbrechen und dabei bereits einen Schaden anrichten. Beim Verlassen des Feriendomizils sollte immer die Eingangstüre verschlossen werden. Besonderes Augenmerk gilt dem Zimmerschlüssel. Er sollte nie unvorsichtigerweise auf den Tisch oder an anderen Plätzen abgelegt werden, wo ihn andere leicht entwenden können.

Reisende sollten Zahlungsmittel, Papiere und Wertsachen wie Schmuck oder Notebooks, die nicht unmittelbar gebraucht werden, nach der Reiseankunft beispielsweise bei der Hotel- oder Campingplatzverwaltung zur sicheren Verwahrung abgeben. Eventuell steht dafür auch ein Zimmersafe zur Verfügung.

Schutz vor Betrug- und Diebstahl

Grundsätzlich ist es sinnvoll nur so viel Bargeld am Tag mitzunehmen, wie man auch benötigt. Bei Menschenmengen muss mit Taschendieben gerechnet werden. Geld und Geldkarten sind daher am besten in verschlossenen Innentaschen der Kleidung, im Brustbeutel oder in einer Gürteltasche am Körper mitzuführen. Ein regelmäßiger Blick in die Geldbörse gibt Sicherheit, dass alle Karten noch da sind.

Bei Kartenzahlung sollte die Geld- oder Kreditkarte nicht aus den Augen gelassen werden. Zudem gilt es zu prüfen, dass niemand den PIN bei der Eingabe lesen kann und der angegebene Betrag korrekt ist. Außerdem muss darauf geachtet werden, dass die zurückgegebene Karte auch tatsächlich die eigene ist. Es ist empfehlenswert, sämtliche Belege der getätigten Kreditkartenzahlungen zu sammeln und die Kontoauszüge nach dem Urlaub sorgfältig zu prüfen. Unrechtmäßige Abbuchungen können so sofort bei der Bank oder Sparkasse reklamiert und die Karte gesperrt werden.

Wurde in das Feriendomizil eingebrochen und Sachen entwendet, ist umgehend bei der Polizei schriftlich Anzeige zu erstatten. Je nach vereinbarten Versicherungsumfang übernimmt nämlich die Hausrat- und/oder Reisegepäck-Versicherung den Schaden teilweise oder ganz. Dazu ist jedoch die schriftliche Anzeige bei der Polizei notwendig. Wer sichergehen will, dass dieses Risiko abgesichert ist, sollte sich vor Reiseantritt bei seinem Versicherungsvermittler erkundigen.

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