Wenn einem Mieter ein Missgeschick passiert

 - 

(verpd) Für Mieter ist eine Privathaftpflicht-Versicherung in mehrfacher Hinsicht sinnvoll.

Sie deckt nicht nur Schäden ab, die der Versicherte versehentlich einem anderen zufügt, beispielsweise beim Fahrradfahren, sondern übernimmt in der Regel auch die von ihm verursachten Mietsachschäden. Damit tatsächlich die gesamte Schadenhöhe vom Versicherer übernommen wird, muss jedoch auch die vereinbarte Versicherungssumme entsprechend hoch sein.

Die Privathaftpflicht-Versicherung zählt zu den wichtigsten Versicherungspolicen, denn sie deckt zahlreiche Schäden, die man unter anderem als Privatperson aus Versehen verursacht, ab. Gemäß Paragraf 823 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) haftet nämlich jeder für alle Schäden, die er unter anderem fahrlässig verursacht, in unbegrenzter Höhe.

Die Privathaftpflicht-Police übernimmt beispielsweise fahrlässig verursachte Schäden, die der Versicherte als Fußgänger oder als Fahrradfahrer bei einem selbst verschuldeten Unfall, aber auch als Mieter einer zu eigenen Wohnzwecken gemieteten Immobilie verursacht. Dabei gibt es zahlreiche Missgeschicke, die einem Mieter passieren können – vom unabsichtlich umgestoßenen Glas Wein, das zu Flecken im Parkett führt bis hin zum versehentlich heruntergefallenen Zahnputzglas, das das Waschbecken beschädigt.

Absicherung von Mietsachschäden

Im Rahmen der Privathaftpflicht-Police sind normalerweise solche sogenannten Mietsachschäden an der Bausubstanz oder an fest mit der Wohnung oder dem Haus verbundenen Gegenständen wie Einbauschränken, Fliesen, Waschbecken und Parkettfußboden versichert.

Dagegen sind Glasschäden, Schäden durch Abnutzung, Verschleiß oder übermäßige Beanspruchung, Beschädigungen an Heizanlagen, Elektrogeräten und gemieteten beweglichen Sachen wie freistehende Möbel, sofern nichts anderes vereinbart ist, meist nicht mitversichert.

Glasschäden können jedoch durch eine separate oder in der Hausratversicherung eingeschlossene Glasversicherung abgedeckt werden. Grundsätzlich nicht in der Privathaftpflicht-Police versichert sind jedoch vorsätzlich vom Versicherten verursachte Schäden.

Damit ein Brand nicht zum finanziellen Desaster wird

Ein Mieter sollte auf alle Fälle darauf achten, dass die in der Police vereinbarte Versicherungssumme für Mietsachschäden auch für den höchstmöglichen Schaden, nämlich für einen Totalschaden an der Immobilie, der durch einen fahrlässig verursachten Brand entstanden ist, ausreicht. In manchen Haftpflichtversicherungs-Verträgen ist die automatisch eingeschlossene Versicherungssumme für Mietsachschäden nämlich niedriger als für alle anderen Schäden. Sie kann jedoch in den meisten Fällen gegen einen kleinen Aufpreis optional erhöht werden.

Die für Mitsachschäden vereinbarte Versicherungssumme sollte je nach Wert der gemieteten Immobilie mindestens 2.500 € pro Quadratmeter Wohnfläche, bei Regionen mit besonders hohen Immobilienpreisen wie München oder Hamburg auch das Doppelte oder mehr, betragen. Hilfe bei der Ermittlung der richtigen Versicherungssumme gibt es beim Versicherungsfachmann.

Viele Versicherer bieten in der Privathaftpflicht-Versicherung gegen Aufpreis im Übrigen auch zusätzliche Leistungen wie zum Beispiel die Übernahme der Kosten, die ein Verlust von Schlüsseln einer zentralen Schließanlage mit sich bringt.

Weitere News zum Thema

  • Tierischer Familienanschluss gewünscht

    [] (verpd) Wer sich ein Haustier anschafft, übernimmt dauerhaft viel Verantwortung. Er ist nicht nur für die artgerechte Haltung, Pflege und Fütterung zuständig, sondern haftet auch dafür, wenn der tierische Freund einen Schaden anrichtet. mehr

  • Damit die Au-pair-Kraft richtig abgesichert ist

    [] (verpd) Gasteltern, die sich Unterstützung durch eine Au-pair-Kraft erhoffen, müssen diverse gesetzliche Regelungen einhalten. Unter anderem ist beispielsweise geregelt, für welche Tätigkeiten und in welchem Zeitumfang eine Au-pair-Hilfe eingesetzt werden kann. Außerdem besteht ein gesetzlich vorgeschriebener Versicherungsschutz, den die Gasteltern für die Au-pair-Kraft abschließen müssen. mehr

  • Das hohe Risiko eines Tierbesitzers

    [] (verpd) Ein Urteil des Bundesgerichtshofs (Az. VI ZR 13/12) zeigt, wie hoch das Risiko eines Tierhalters ist, für einen Schaden, den sein Tier anrichtet, Schadenersatz zahlen zu müssen, auch wenn der Geschädigte eine Mitschuld aufgrund seines Verhaltens trägt. mehr

  • Cyberangriffe: Eine große Bedrohung für Firmen

    [] (verpd) Das Bewusstsein für die Gefahren aus dem Internet und im weiteren Umgang mit IT nimmt laut einer Studie eines Versicherers bei deutschen Unternehmen zu. Größere Firmen fürchten vor allem den Betriebsausfall nach einer Attacke, kleinere den Diebstahl von Kundendaten. mehr

  • Gut abgesichert im Karneval

    [] (verpd) Großes Gedränge und eine ausgelassene Stimmung gehören zu vielen Karnevals-Veranstaltungen dazu. Schnell kann es hier zu einem Unfall kommen. Welche Versicherungslösung hilft, wenn man einen anderen geschädigt hat und dafür einstehen muss oder man selbst bei einem Unfall zu Schaden gekommen ist. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.