Wenn einem Ehrenamtlichen ein Malheur passiert

 - 

(verpd) Jeder Mensch kann Fehler machen oder versehentlich einen Unfall verursachen. Das gilt auch für Ehrenamtliche. Daher ist es wichtig zu wissen, wer im Falle des Falles für solche Schäden aufkommen muss.

Wer als Ehrenamtlicher bei der Ausübung seiner freiwilligen Tätigkeit einen anderen versehentlich verletzt oder sonst irgendwie schädigt, muss unter Umständen selbst dafür aufkommen. Denn viele Vereine oder Institutionen haben keine entsprechende Haftpflicht-Versicherung, die solche Schäden abdeckt.

Und selbst wenn eine Vereinshaftpflicht-Police besteht, kann es sein, dass der Verein die Schadenersatz-Forderungen des Verletzten nicht übernimmt, wenn das Vereinsmitglied den Schaden grob fahrlässig verursacht hat.

Absicherungslücken vermeiden

Nach der aktuellen Gesetzeslage gemäß Paragraf 31a und b BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) muss ein Verein für einen Haftpflichtschaden seines Vereinsmitglieds nur einstehen, wenn dieser den Schaden während seiner Vereinstätigkeit nur fahrlässig – also nicht grob fahrlässig oder vorsätzlich – verursacht hat. Grundsätzlich ist es aufgrund der genannten Paragrafen für Vereine wichtig, eine Vereinshaftpflicht-Versicherung zu haben, die Missgeschicke ihrer Mitglieder im Rahmen ihrer Vereins- und Ehrenamtstätigkeit absichert, da sie unter Umständen dafür einstehen müssen.

Zwar bieten nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) einige, jedoch nicht alle Bundesländer Haftpflicht-Versicherungsschutz für Helfer an, wenn weder die Hilfsorganisation noch der Ehrenamtliche eine entsprechende Haftpflichtversicherung haben. Wer als freiwilliger Helfer und/oder Vereinsmitglied bei eigenen Missgeschicken auf der sicheren Seite stehen will, sollte daher darauf achten, dass er eine private Haftpflichtversicherung hat, die auch Schäden im Rahmen einer ehrenamtlichen Tätigkeit mit einschließt.

Weitere News zum Thema

  • Schutzschirm für Eltern

    [] (verpd) In Deutschland gibt es rund acht Millionen Familien mit minderjährigen Kindern, wie aus den Daten des Statistischen Bundesamts hervorgeht. Worauf Eltern besonders achten sollten, damit auch nach einem Unfall, bei einer Krankheit oder anderen Ereignissen die Familie zumindest finanziell abgesichert bleibt. mehr

  • Tierischer Familienanschluss gewünscht

    [] (verpd) Wer sich ein Haustier anschafft, übernimmt dauerhaft viel Verantwortung. Er ist nicht nur für die artgerechte Haltung, Pflege und Fütterung zuständig, sondern haftet auch dafür, wenn der tierische Freund einen Schaden anrichtet. mehr

  • Damit die Au-pair-Kraft richtig abgesichert ist

    [] (verpd) Gasteltern, die sich Unterstützung durch eine Au-pair-Kraft erhoffen, müssen diverse gesetzliche Regelungen einhalten. Unter anderem ist beispielsweise geregelt, für welche Tätigkeiten und in welchem Zeitumfang eine Au-pair-Hilfe eingesetzt werden kann. Außerdem besteht ein gesetzlich vorgeschriebener Versicherungsschutz, den die Gasteltern für die Au-pair-Kraft abschließen müssen. mehr

  • Das hohe Risiko eines Tierbesitzers

    [] (verpd) Ein Urteil des Bundesgerichtshofs (Az. VI ZR 13/12) zeigt, wie hoch das Risiko eines Tierhalters ist, für einen Schaden, den sein Tier anrichtet, Schadenersatz zahlen zu müssen, auch wenn der Geschädigte eine Mitschuld aufgrund seines Verhaltens trägt. mehr

  • Cyberangriffe: Eine große Bedrohung für Firmen

    [] (verpd) Das Bewusstsein für die Gefahren aus dem Internet und im weiteren Umgang mit IT nimmt laut einer Studie eines Versicherers bei deutschen Unternehmen zu. Größere Firmen fürchten vor allem den Betriebsausfall nach einer Attacke, kleinere den Diebstahl von Kundendaten. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.