Wenn einem Ehrenamtlichen ein Malheur passiert

 - 

(verpd) Jeder Mensch kann Fehler machen oder versehentlich einen Unfall verursachen. Das gilt auch für Ehrenamtliche. Daher ist es wichtig zu wissen, wer im Falle des Falles für solche Schäden aufkommen muss.

Wer als Ehrenamtlicher bei der Ausübung seiner freiwilligen Tätigkeit einen anderen versehentlich verletzt oder sonst irgendwie schädigt, muss unter Umständen selbst dafür aufkommen. Denn viele Vereine oder Institutionen haben keine entsprechende Haftpflicht-Versicherung, die solche Schäden abdeckt.

Und selbst wenn eine Vereinshaftpflicht-Police besteht, kann es sein, dass der Verein die Schadenersatz-Forderungen des Verletzten nicht übernimmt, wenn das Vereinsmitglied den Schaden grob fahrlässig verursacht hat.

Absicherungslücken vermeiden

Nach der aktuellen Gesetzeslage gemäß Paragraf 31a und b BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) muss ein Verein für einen Haftpflichtschaden seines Vereinsmitglieds nur einstehen, wenn dieser den Schaden während seiner Vereinstätigkeit nur fahrlässig – also nicht grob fahrlässig oder vorsätzlich – verursacht hat. Grundsätzlich ist es aufgrund der genannten Paragrafen für Vereine wichtig, eine Vereinshaftpflicht-Versicherung zu haben, die Missgeschicke ihrer Mitglieder im Rahmen ihrer Vereins- und Ehrenamtstätigkeit absichert, da sie unter Umständen dafür einstehen müssen.

Zwar bieten nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) einige, jedoch nicht alle Bundesländer Haftpflicht-Versicherungsschutz für Helfer an, wenn weder die Hilfsorganisation noch der Ehrenamtliche eine entsprechende Haftpflichtversicherung haben. Wer als freiwilliger Helfer und/oder Vereinsmitglied bei eigenen Missgeschicken auf der sicheren Seite stehen will, sollte daher darauf achten, dass er eine private Haftpflichtversicherung hat, die auch Schäden im Rahmen einer ehrenamtlichen Tätigkeit mit einschließt.

Weitere News zum Thema

  • Cyber-Sicherheit: Es hapert schon bei der Organisation

    [] (verpd) Dass Cyber-Schutz in den Chefetagen angekommen sei, kann eine Einrichtung der deutschen Versicherungswirtschaft nicht bestätigen. Die Auswertung von 2.000 Daten aus dem für Unternehmen kostenlosen Test Quick Check, der die Cyber-Risikosituation der jeweiligen Firma aufzeigt, kommt zum Ergebnis, dass es an eindeutigen und schriftlichen Regelungen für die IT-Sicherheit in den Unternehmen mangelt. Hacker und Angriffe von außen sind dabei nicht das einzige Problem. Auch Mitarbeiter können zum Sicherheitsrisiko für das Netzwerk werden. mehr

  • Trotz Volljährigkeit bei den Eltern versichert sein

    [] (verpd) Mit Erreichen der Volljährigkeit hat man nicht nur mehr Rechte, sondern trägt auch mehr Verantwortung. Wer beispielsweise fahrlässig bei einem anderen einen Schaden verursacht, muss selbst dafür geradestehen. Die Eltern haften dann nicht mehr für einen. Doch auch für sich selbst ist man verantwortlich, zum Beispiel für eine ausreichende finanzielle Vorsorge für den Krankheitsfall und für das Alter. In bestimmten Fällen kann ein notwendiger Existenzschutz für Volljährige sogar noch über bestehende Versicherungspolicen der Eltern abgedeckt sein. mehr

  • Schutzschirm für den Start in die Selbstständigkeit

    [] (verpd) Wer sich selbstständig machen möchte, sollte alle Faktoren berücksichtigen, die für den Erfolg oder Misserfolg seines Unternehmens entscheidend sein können. Grundsätzlich muss jeder Selbstständige zwar ein gewisses Maß an unternehmerischem Risiko selbst tragen. Aber es gibt auch existenzbedrohende Risiken, die sich durch einen passenden Versicherungsschutz absichern lassen und dadurch kalkulierbar werden. mehr

  • Rechts vor links auf Fahrradwegen

    [] (verpd) Ist die Vorfahrt nicht durch Verkehrszeichen geregelt, so ist auch im Bereich zwei sich kreuzender Radwege die Regel rechts vor links anzuwenden. Das gilt selbst dann, wenn an einem der Wege im Kreuzungsbereich Pfosten aufgestellt sind, welche Fahrradfahrer zu einer Verringerung ihrer Geschwindigkeit veranlassen sollen, so das Landgericht Wuppertal in einem kürzlich bekannt gewordenen Urteil (Az. 9 S 218/15). mehr

  • Schutzschirm für Eltern

    [] (verpd) In Deutschland gibt es rund acht Millionen Familien mit minderjährigen Kindern, wie aus den Daten des Statistischen Bundesamts hervorgeht. Worauf Eltern besonders achten sollten, damit auch nach einem Unfall, bei einer Krankheit oder anderen Ereignissen die Familie zumindest finanziell abgesichert bleibt. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.