Weihnachtsgeschenk mit vier Pfoten

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(verpd) Eltern, die ihrem Kind den Wunsch nach einem Haustier erfüllen, übernehmen nicht nur für die artgerechte Haltung des Tieres Verantwortung, sondern auch für Schäden, die es anrichten kann.

Während bei einigen Tierarten die Privat-Haftpflichtversicherung die finanziellen Folgen eines solchen Schadens übernimmt, ist bei anderen eine eigene Tierhalter-Haftpflichtversicherung notwendig.

Hund, Katze, Hase, Meerschweinchen – es gibt viele Tierarten, die sich Kinder wünschen. Haustiere bringen zwar viel Freude, doch sie verursachen auch viel Arbeit. Daher sollten Eltern, die ihren Kindern ein Tier schenken möchten, auf alle Fälle die Konsequenzen, die ein derartiges Präsent mit sich bringt, bedenken. Von Kindern unter zwölf Jahren kann man nicht erwarten, dass sie sich selbstständig um ein Tier kümmern können. Möchten Eltern einem jüngeren Kind ein Tier schenken, müssen sie sich daher auch hauptsächlich um die Tierhaltung selbst kümmern.

Erziehungsexperten zufolge können kleineren Kindern ab vier Jahren jedoch Schritt für Schritt kleinere Aufgaben im Zusammenhang mit der Tierhaltung, wie Fütterung und Fellpflege, übertragen werden, wenn die Eltern die Einhaltung überprüfen. Doch auch die Tierpflege während der Urlaubszeit sollte gesichert sein, damit der kleine Vierbeiner nicht früher oder später im Tierheim landet.

Die Wahl des passenden Haustiers

Welches Tier als Geschenk infrage kommt, hängt von mehreren Faktoren ab. Hunde benötigen beispielsweise einen täglichen Auslauf. Bei Katzen, Meerschweinchen oder Vögeln müssen hingegen Käfig, Futternapf und Tiertoilette immer sauber gehalten werden. Auf dem Webportal des Forschungskreises Heimtiere in der Gesellschaft finden Interessierte diverse Informationen, die bei der Anschaffung eines Haustieres zu beachten sind.

Unter anderem zeigt eine Übersichtstabelle je Tierart, ab welchem Kindesalter eine Anschaffung überhaupt sinnvoll ist, wie viel Zeit für die tägliche Tierpflege benötigt wird, und mit welchen laufenden Kosten zu rechnen ist.

Eltern sollten sich zudem bewusst sein, dass Haustiere auch Schäden anrichten können, für die sie als Tierhalter aufkommen müssen. Zwei Beispiele aus dem Alltag: Eine Katze läuft auf die Straße und verursacht einen Autounfall, oder ein Hund beschädigt durch seine stürmische Begrüßung den Designermantel eines Besuchers. Besonders teuer wird es, wenn Personen durch ein Tier verletzt werden und in der Folge beispielsweise nicht mehr arbeiten können. Schäden, für die ein Tierhalter einstehen muss, lassen sich durch eine passende Haftpflichtversicherung absichern.

Wenn der Vierbeiner einen anderen schädigt

Eine Privat-Haftpflichtversicherung übernimmt beispielsweise Schäden, die zahme Haustiere oder gezähmte Kleintiere – von der Maus über das Kaninchen bis hin zur Katze – anrichten. Die Haltung von Spinnen, Schlangen, Reptilien oder sonstigen exotischen Tieren ist jedoch nicht immer automatisch in der Privathaftpflicht-Police mitversichert. Auf Anfrage ist jedoch oftmals ein Einschluss dieser Tierarten in den Versicherungsschutz beispielsweise als Sondervereinbarung möglich.

Für Hunde, Pferde und sonstige Reit- und Zugpferde, aber auch für gewerbliche oder landwirtschaftliche Zwecke eingesetzte Tiere benötigt man eine separate Tierhalter-Haftpflichtversicherung. Je nach Tierart gibt es eine derartige Police, die häufig mit einer Selbstbeteiligung vereinbart wird, bereits für unter 100 € Jahresprämie.

Grundsätzlich sollte man darauf achten, dass dem Haftpflichtvertrag eine ausreichend hohe Versicherungssumme von mindestens drei Millionen Euro zugrunde liegt, damit im Fall eines Falles das Geld reicht, um den Schaden in voller Höhe zu begleichen.

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