Warum ein Baugerüst den Versicherungsschutz gefährden kann

 - 

(verpd) Wer das eigene Haus oder die eigene Wohnung umbauen oder renovieren möchte, sollte vor Umbaubeginn unbedingt seine Hausrat- und/oder Gebäudeversicherung darüber informieren. Anderenfalls ist der Versicherungsschutz gefährdet.

Ein aufgestelltes Baugerüst, über das Einbrecher leichter in die oberen Stockwerke eines Hauses gelangen können, oder eine provisorisch angebrachte Dacheindeckung, die das Haus für Sturmschäden anfälliger macht, erhöht während eines Umbaus das Schadenrisiko. Für die Hausrat- und/oder Gebäudeversicherung stellt dies somit eine sogenannte Gefahrerhöhung dar.

Solche baulichen Veränderungen an der Immobilie sind daher vom Versicherungskunden dem jeweiligen Versicherer vorab zu melden. Anderenfalls braucht der Hausrat- und/oder Gebäudeversicherer unter Umständen nicht oder nicht vollständig den entstandenen Schaden zahlen, wenn eine solche Gefahrerhöhung mit die Ursache dafür war, dass es überhaupt zum Schaden gekommen ist..

Überdurchschnittliches Risiko

In einigen Fällen verlangt der Versicherer für die Zeit der Gefahrerhöhung einen Prämienzuschlag. Das dürfte jedoch leichter zu verkraften zu sein, als im Ernstfall ohne Versicherungsschutz dazustehen. Der Grund, warum Versicherer bei Ereignissen wie vorübergehenden Bautätigkeiten überhaupt informiert werden wollen und sich Zuschläge vorbehalten, ist, dass für die Kalkulation der normalen Prämie immer durchschnittliche Risikoverhältnisse die Rechenbasis sind.

Für Versicherungskunden, die ein überdurchschnittliches Risiko versichern möchten, ist das zwar ärgerlich. Aber für alle anderen Versicherten ohne besondere Gefahren wird es günstiger, weil sie nicht für Risiken mitbezahlen müssen, die sie selbst gar nicht haben.

Weitere News zum Thema

  • Wenn die Kommune den Schneeräumdienst an Dritte abwälzt

    [] (verpd) Dass die Übertragung der Räum- und Streupflicht für einen Gehweg auf die Anlieger der Straße durch die Satzung der Gemeinde rechtmäßig ist, zeigt ein Urteil des 3. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Braunschweig (Az. 3 U 13/15). mehr

  • Was Firmen bei Mitarbeiterparkplätzen beachten sollten

    [] (verpd) Wenn eine Firma das Betriebsgelände den Mitarbeitern zum Parken anbietet, ist das für das Unternehmen selbst nicht ohne Tücken. Denn bei einem Unfall kann auch die betreffende Firma zum Schadenersatz verpflichtet sein, wenn sie bestimmten Pflichten, die sich aus der Bereitstellung eines Firmenparkplatzes ergeben, nicht nachgekommen ist. mehr

  • Wenn dem Nikolaus ein Missgeschick passiert

    [] (verpd) Ab November ist in Kaufhäusern sowie bei privaten, betrieblichen oder öffentlichen Feiern wieder Hochsaison für Engel, Weihnachtsmänner und andere Himmelsvertreter. Passiert der dafür engagierten Person während eines solchen Auftritts jedoch ein Unglück und wird dabei eine Person oder eine Sache beschädigt, stellt sich nicht selten die Frage, wer für den finanziellen Schaden aufkommt. Wird diese Frage jedoch bereits bei der Beauftragung geklärt, können sich Auftraggeber und Beauftragter im Fall des Falles Geld und Ärger sparen. mehr

  • Dreist geradelt

    [] (verpd) Ein Radfahrer, der verbotswidrig entgegen der Fahrtrichtung auf dem Bürgersteig fährt und mit einem aus einer Seitenstraße kommenden Fahrzeug, dessen Fahrer keine freie Sicht hat, kollidiert, ist allein für die Unfallfolgen verantwortlich. Das hat das Amtsgericht Wiesbaden in einem Streitfall entschieden (Az. 91 C 1333/15). mehr

  • Schutzschirm für Studenten

    [] (verpd) Auch Studenten sind nicht davor gefeit, dass sie durch ein Missgeschick einen anderen schädigen oder dass sie selbst oder ihr Eigentum beispielsweise aufgrund eines Unfalles oder anderer Gefahren geschädigt werden. Daher ist eine finanzielle Absicherung möglicher Risiken notwendig, damit nicht bereits in jungen Jahren durch ein Unglück die Existenz auf dem Spiel steht. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.