So lässt sich das häusliche Unfallrisiko für Katzen reduzieren

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(verpd) Katzen gehören zu den Lieblingshaustieren in Deutschland.

Nach Angaben des Industrieverbands Heimtierbedarf e.V. hat jeder fünfte Haushalt mindestens eine Katze. Insgesamt leben rund 11,5 Millionen Katzen hierzulande. Wer als Katzenbesitzer sicher sein möchte, dass seinem Stubentiger in den eigenen vier Wänden nichts passiert, sollte bestimmte Vorsichtsmaßnahmen berücksichtigen.

Katzen sind oft neugierig. Doch diese Eigenschaft kann ihnen gerade in einer Wohnung schnell zum Verhängnis werden. Beispielsweise kommt es immer wieder vor, dass sich ein Stubentiger bei dem Versuch ins oder aus dem Haus zu kommen, in einem gekippten Fenster oder Balkontüre einklemmt und sich schwere oder sogar tödliche Verletzungen zuzieht.

Daher sollten Katzenbesitzer Fenster oder Balkontüren entsprechend absichern, um solche Unfälle zu vermeiden. Ist niemand im Raum, sollten die Fenster geschlossen und nicht gekippt sein. Wer dies nicht will, kann sich aber auch Kippfenster-Schutzvorrichtungen, die es unter anderem im Zoofachhandel gibt, anschaffen, um derartige Unfälle zu vermeiden.

Wenn der Kletterprofi abgelenkt ist

Katzen haben zwar eine angeborene motorische Geschicklichkeit, doch sie lassen sich auch schnell von Vögeln, Fliegen, Schmetterlingen und anderen bewegten Dingen ablenken und erschrecken leicht. Dies kann dazu führen, dass sie trotz aller Kletterkunst vom Fensterbrett oder Balkongeländer stürzen. Da ein Fall aus großer Höhe auch für eine Katze lebensgefährlich ist, sind Schutzvorrichtungen wie beispielsweise engmaschige Schutzgitter und -netze an Fenster und Balkonen sinnvoll.

Eine hohe Unfallgefahr geht außerdem von offen stehenden Schubladen, Schrank-, Waschmaschinen- oder Trocknertüren sowie nicht mit Gittern gesicherten Abluft- und Heizschächten aus. Katzen, die diese Orte als Versteck auswählen, können sie unter Umständen nicht mehr ohne fremde Hilfe verlassen. Herumliegende Plastiktüten wiederum bergen ein hohes Erstickungsrisiko und sollten daher außer Reichweite des geliebten Vierbeiners liegen.

Samtpfoten sollten zudem nie unbeaufsichtigt mit einer heißen Herdplatte oder Bügeleisen, einem angeschalteten Toaster oder einer brennenden Kerzen alleine in einem Raum sein. Denn zum einen können sich die Tiere insbesondere an den Pfoten und den Schnurrhaaren verbrennen, zum anderen kann das versehentliche Umstoßen einer brennenden Kerze einen Wohnungsbrand auslösen. Selbst eine eingelaufene Badewanne kann zur Todesfalle werden, wenn die unbeaufsichtigte Katze beim Balancieren auf dem Badewannenrand abrutscht und hineinfällt.

Giftige Haushaltschemikalien, Medikamente und Zimmerpflanzen

Katzen sind beim Fressen und Trinken nicht immer wählerisch. Daher sollten giftige Substanzen wie Reinigungs-, Desinfektions-, Frostschutz- und Schädlings-Bekämpfungsmittel sowie gedüngtes Gießwasser für die Tiere nicht erreichbar sein und beispielsweise fest verschlossen aufbewahrt werden.

Dies gilt auch für Medikamente für Menschen, wie Schmerz- und Rheumamittel, da diese für Katzen ebenfalls ein hohes Gesundheitsrisiko darstellen.

Auch Zimmerpflanzen können zur Giftfalle werden, da viele Hauskatzen immer wieder an Pflanzen knabbern. Auf folgende Pflanzen sollten Katzenbesitzer daher lieber verzichten: Efeu, Alpenveilchen, Azalee, Amaryllis, Calla, Gummi- und Drachenbaum, Dieffenbachie sowie Fensterblatt. Weitere Informationen, welche Zimmerpflanzen für Katzen giftig sind, gibt es in der Regel bei Tierärzten, Tierkliniken oder auch auf entsprechenden Webportalen.

Gefährliches Spielzeug

Wollknäuel, Gummibänder, dünne Bindfäden oder kleine Gegenstände sind für den verspielten Stubentiger ein hohes Risiko. In Gummis und Bändern könnten sich Katzen verheddern und schlimmstenfalls selbst erdrosseln. Verschluckte Fäden oder kleine Objekte wie Knöpfe, Heftklammern, Nägel und Reißzwecken können beispielsweise zu Verdauungsproblemen oder gar zum Darmverschluss führen. Kleine Kugeln aus Alufolie sind giftig, wenn sie verschluckt werden.

Herumliegende spitze Haushaltsgegenstände wie Scheren oder Messer können für spielende Katzen ebenfalls gefährlich werden. Prinzipiell sind daher diese Dinge außer Reichweite der Katze aufzubewahren.

Immer wieder kommt es vor, dass Personen mit einem Laserpointer Katzen dem roten Lichtpunkt nachjagen lassen. Doch die Laserstrahlung kann das Tierauge erheblich schädigen, was bis zur Erblindung führen kann.

Kostenschutz für Katzenbesitzer

Wenn trotz aller Vorsicht die Katze verletzt ist, beispielsweise weil sie von einem Auto angefahren wurde, oder Vergiftungs-Erscheinungen, wie starkes Speicheln und/oder Erbrechen, Durchfall, Zittern oder Bewusstseinsstörungen zeigt, sollte sie umgehend zum Tierarzt gebracht werden.

Sofortiges Handeln kann in vielen Fällen den Gesundheitsschaden minimieren oder sogar das Leben der Katze retten. Allerdings kann eine Tierarztbehandlung, wie eine notwendige Operation, schnell einen vierstelligen Betrag kosten.

Mit einer speziellen Krankenversicherung für Katzen kann der Katzenbesitzer sicherstellen, dass sein kleiner Liebling in Notsituationen die Hilfe bekommt, die er benötigt, ohne dass sein Haushaltsbudget stark strapaziert wird. Eine entsprechende Police übernimmt je nach Vertragsvereinbarung einen Großteil der Behandlungskosten, abzüglich eines meist kleinen Selbstbehaltes. Einen entsprechenden Versicherungsschutz gibt es auch für Hunde.

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