Schlangen, Spinnen, Skorpione richtig absichern

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(verpd) In Deutschland gibt es noch keine einheitlichen Regelungen zur Haltung von exotischen Tieren. Doch einige der 16 Bundesländer haben bereits entsprechende Verordnungen und Richtlinien.

Für manche Tierarten ist die Haustierhaltung generell verboten. Prinzipiell sollte daher jeder, der ein exotisches Tier anschaffen und zu Hause halten möchte, sich vorher entsprechend informieren. Zudem sollte sichergestellt werden, dass ein Versicherungsschutz besteht, wenn das Tier einen Schaden anrichtet.

Wer sich hierzulande exotische Tiere wie Schlangen, Spinnen, Papageien, Skorpione, Echsen oder andere zulegen möchte, sollte vorher unbedingt einige Dinge klären. Ist der künftige Tierhalter ein Mieter, sollte er sich auf alle Fälle vor der Anschaffung informieren, ob die Haustierhaltung der gewünschten Tierart auch erlaubt ist.

Die Haltung von Kleintieren, wie Vögeln, Mäusen, Meerschweinchen, Kaninchen, Fischen und sonstigen ungefährlichen Tieren, die in Käfigen, Aquarien und Terrarien gehalten werden, kann in der Regel nicht vom Vermieter verboten werden. Anders sieht es jedoch mit gefährlichen oder ekelerregenden Tieren wie Vogelspinnen, Gift- und Würgeschlangen aus. Hier sollte der Mieter sich vorher eine Erlaubnis einholen.

Von Artenschutz bis Haftung

Tiere, die unter Artenschutz stehen, dürfen möglicherweise rechtlich gar nicht zu Hause gehalten werden. Welche Tiere das sind, kann beim Wissenschaftlichen Informationssystem zum Internationalen Artenschutz (Wisia) des Bundesamts für Naturschutz erfragt werden. Ob am jeweiligen Wohnort ein entsprechendes Tier gehalten werden darf, kann unter anderem beim zuständigen Amts- oder Kreisveterinäramt der betreffenden Stadt beziehungsweise des Landkreises erfragt werden.

Ist eine Haltung möglich, gilt es sich als Halter abzusichern, wenn das Tier einen Schaden anrichtet. Denn nach Paragraph 833 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) haftet fast jeder Tierhalter unabhängig von seinem Verschulden für den Schaden, den sein Tier anrichtet. Beißt beispielsweise die Vogelspinne einen Besucher oder kann die aus einem versehentlich nicht richtig gesicherten Terrarium entkommene Schlange nur mit Spezialkräften in der Umgebung gesucht werden, muss der Tierhalter für die dadurch entstandenen Schäden und Kosten aufkommen.

Während bei kleineren Haustieren wie Katzen, Kaninchen, Hamstern oder Kanarienvögeln derartige Schäden in der Regel über die Privathaftpflicht-Versicherung abgedeckt sind, werden für Exoten oftmals spezielle Tierhalterhaftpflicht-Verträge benötigt. Einige Versicherer schließen solche Tiere aber auch optional, teils gegen einen kleinen Aufpreis, mit in die Privathaftpflicht-Police mit ein. Anderenfalls ist auch wie bei den größeren Tieren wie Hunden und Pferden eine spezielle Tierhalterhaftpflicht-Versicherung notwendig.

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