Notwendige Absicherung für Hundebesitzer

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(verpd) Ein Hundehalter muss grundsätzlich für Schäden, die sein Hund anrichtet, einstehen. So sieht es das Gesetz vor. Dabei spielt es keine Rolle, ob den Hund oder den Hundehalter ein Verschulden trifft oder nicht und wie hoch der Schaden ist. Finanziellen Schutz für den Hundebesitzer bietet diesbezüglich eine Tierhalterhaftpflicht-Versicherung.

In Paragraf 833 Satz 1 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) heißt es: „Wird durch ein Tier ein Mensch getötet oder der Körper oder die Gesundheit eines Menschen verletzt oder eine Sache beschädigt, so ist derjenige, welcher das Tier hält, verpflichtet, dem Verletzten den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen.“ Richtet ein Hund einen Schaden an, muss der Hundehalter dementsprechend notfalls mit seinem gesamten jetzigen und zu erwartenden Vermögen dafür haften, und zwar selbst dann, wenn er beweisen kann, dass ihn kein Verschulden an dem Schadenereignis trifft.

Nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) haben 70 Prozent der Hundebesitzer hierzulande eine entsprechende Tierhalterhaftpflicht-Versicherung. Eine solche Police übernimmt die durch das Tier verursachten Personen- oder Sachschäden sowie eventuell damit verbundene gerichtliche und außergerichtliche Kosten.

80 Millionen Euro für versicherte Schäden durch Hunde

Dass ein solcher Versicherungsschutz wichtig ist, zeigt die Schadenstatistik. Jedes Jahr verursachen Hunde rund 100.000 versicherte Haftpflichtschäden. Die Versicherer zahlen für die dabei entstandenen Personen- und Sachschäden circa 80 Millionen Euro pro Jahr.

Wird ein Mensch durch einen Hund verletzt, können die dadurch verursachten Kosten, zum Beispiel für die medizinische Versorgung, mögliche Einkommensausfälle und Schmerzensgeld-Forderungen, schnell im sechs- bis siebenstelligen Bereich liegen. Eine Summe, die für viele Bürger der finanzielle Ruin bedeuten würde.

Zum Schutz der Hundebesitzer und insbesondere, um sicherzustellen, dass die möglichen Opfer einen ausreichenden Schadenersatz erhalten, schreiben einige Bundesländer per Hundegesetze oder Hundeverordnungen mittlerweile eine Hundehalterhaftpflicht-Versicherung für Hundebesitzer vor.

Wo die Hundehalterhaftpflicht-Police Pflicht ist

Eine generelle Verpflichtung für Hundebesitzer, eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung abzuschließen, gibt es in Hamburg, Thüringen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Berlin. In Nordrhein-Westfalen muss jeder Halter eines Hundes mit einem Gewicht ab 20 Kilogramm oder einer Widerristhöhe von mindestens 40 Zentimetern eine Hundehalterhaftpflicht-Police haben.

In allen anderen Bundesländern bis auf Mecklenburg-Vorpommern dürfen gefährliche Hunde oder sogenannte Kampfhunde wie American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier sowie Pitbull Terrier nur gehalten werden, wenn ein Hundehalter-Haftpflichtvertrag vorliegt. Als gefährlich gelten Hunde unter anderem, wenn aufgrund rassenspezifischer Merkmale, Zucht, Ausbildung oder Haltung von einer besonderen Aggressivität gegenüber Menschen und Tieren ausgegangen werden muss oder ein Tier bereits Personen oder Tiere angegriffen hat.

Nur in Mecklenburg-Vorpommern gibt es noch keine Vorschriften hinsichtlich einer Hundehalter-Haftpflicht-Versicherung, auch nicht für Kampfhunde. Doch auch wenn in einigen Ländern nicht oder nicht für alle Hunde eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung vorgeschrieben wird, ist sie für alle Hundehalter unentbehrlich, um im Ernstfall vor einem finanziellen Desaster geschützt zu sein.

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