Gut abgesichert in der Freizeit

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(verpd) Die Mehrzahl der Unfälle, bei denen jemand verletzt wird, ereignet sich in der Freizeit, also außerhalb von Beruf und Schule. Doch gerade hier greift der gesetzliche Unfallschutz nicht. Selbstständige, Hausfrauen sowie Babys sind in der Regel gar nicht in der gesetzlichen Unfallversicherung abgesichert.

Prinzipiell leistet die gesetzliche Unfallversicherung nur bei Unfällen, die sich während einer Tätigkeit, welche im Zusammenhang mit der Erwerbstätigkeit oder Ausbildung stehen, ereignen oder die auf dem direkten Hin- beziehungsweise Heimweg zur Arbeits- oder Unterrichtsstätte passieren. Für Unfälle im Haushalt, beim Sport, im Straßenverkehr, beispielsweise auf dem Weg zum Einkaufen oder zu Freunden, sowie bei allen anderen Freizeitaktivitäten besteht kein gesetzlicher Unfallschutz. Dabei passieren gerade in der Freizeit die meisten Unfälle, wie Statistiken belegen.

Begrenzter Schutz

Doch selbst wenn der gesetzliche Schutz greift, sind die Leistungen begrenzt. Führt der Unfall zu einer Minderung der Erwerbsfähigkeit um mindestens 20 Prozent, gibt es je nach Erwerbsunfähigkeitsgrad zwar eine Voll- oder Teilrente. Die Höhe berechnet sich aber aus zwei Dritteln des Jahresarbeits-Verdienstes. Bei einer 100-prozentigen Erwerbsunfähigkeit beträgt die Vollrente somit maximal zwei Drittel des Jahresarbeits-Verdienstes.

Man muss also bei einer unfallbedingten Erwerbsminderung, selbst wenn die gesetzliche Unfallversicherung eine entsprechende Rente zahlt, mit Einbußen im Vergleich zum bisherigen Einkommen rechnen.

Kann man aufgrund der Unfallfolgen zwar seinem bisherigen Beruf nicht mehr nachgehen, ist aber immer noch in einer anderen, auch weniger gut bezahlten Tätigkeit einsetzbar, steht allen, die nach dem 1.1.1961 geboren sind, keine gesetzliche Berufsunfähigkeits-Rente zu.

Absicherungslösungen für einen Rundumschutz

Die private Versicherungswirtschaft bietet zahlreiche Lösungen an, um einen fehlenden oder auch unzureichenden gesetzlichen Versicherungsschutz abzusichern. Zu nennen sind unter anderem eine private Unfallversicherung. Diese greift im Gegensatz zum gesetzlichen Unfallschutz weltweit und rund um die Uhr. Zudem kann die Höhe der Kapitalsumme oder/und Rentenleistung im Invaliditätsfall individuell passend gewählt werden.

Für Kinder empfiehlt sich eine Kinder-Invaliditäts-Versicherung, die nicht nur bei einem Unfall, sondern auch bei einer Krankheit eine vereinbarte Leistung – im Falle einer Invalidität beispielsweise eine Rente, eine einmalige Geldsumme oder eine Kombination aus beidem – auszahlt. Die Versicherungssummen sind frei wählbar.

Erwachsene können für die Einkommensabsicherung im Falle, dass sie nach einem Unfall oder einer Krankheit dauerhaft nicht mehr in der Lage sind, ihren bisherige Beruf auszuüben, eine Erwerbs- oder Berufsunfähigkeits-Versicherung abschließen. Eine Krankentagegeld-Versicherung kann helfen, mögliche Einkommenslücken aufgrund einer längeren Arbeitsunfähigkeit abzusichern. Ein Versicherungsfachmann hilft, den individuell passenden Versicherungsschutz zu finden.

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