Ehrenamtliche in der Pflicht

 - 

(verpd) Auch Ehrenamtlichen können Missgeschicke passieren. Kommt jemand anderes dabei zu Schaden, müssen sie ohne eine entsprechende Absicherung zum Beispiel über die Organisation, für die sie tätig sind, das kann zum Beispiel ein Verband oder ein Verein sein, unter Umständen selbst dafür aufkommen.

Normalerweise muss jeder, der einen anderen fahrlässig, grobfahrlässig oder sogar vorsätzlich schädigt, für den entstandenen Schaden aufkommen. Dies gilt auch für Ehrenamtliche, die einen solchen Schaden während ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit verursachen. Grundsätzlich kann ein Geschädigter von der Organisation, aber auch vom Ehrenamtlichen als Schadenverursacher den entstandenen Schaden einfordern.

Ein Ehrenamtlicher, dem während einer ehrenamtlichen Tätigkeit ein fahrlässiges Missgeschick passiert, kann jedoch gemäß Paragraf 31a und b BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) von der Organisation, für die er ehrenamtlich tätig ist, verlangen, dass sie für den Schadenersatz aufkommt. Daher ist es für alle Vereine und sonstige Institutionen wichtig, dass sie eine entsprechende Haftpflicht-Police haben, die die Missgeschicke ihrer Mitglieder im Rahmen ihrer Ehrenamtstätigkeit absichert. Vereine können dazu zum Beispiel eine Vereinshaftpflicht-Versicherung abschließen.

Was ändert sich ab 60plus? Dieser kompetente Ratgeber gibt Ihnen Sicherheit bei Finanzen, Versicherungen, Altersvorsorge und Pflege.

Darum ist eine Privathaftpflicht-Police wichtig

Zwar gibt es laut Bundesministerium für Arbeit und Soziales von allen Bundesländern mittlerweile eine Haftpflichtabsicherung für Ehrenamtliche. Diese gilt bei den meisten jedoch nur für rechtlich unselbstständige Vereinigungen, die für das Gemeinwohl im jeweiligen Bundesland aktiv sind. Für Vereine, Verbände, Stiftungen und andere rechtlich selbstständige Organisationen ist es daher wichtig, eine entsprechende Haftpflichtpolice zu haben.

Keine Schadenersatzpflicht haben Organisationen allerdings, wenn der Ehrenamtliche den Schaden grob fahrlässig oder sogar vorsätzlich verursacht hat. Dann muss der Ehrenamtliche alleine für den Schaden aufkommen.

Ehrenamtliche und/oder Vereinsmitglieder, die bei eigenen fahrlässigen oder auch grob fahrlässigen Missgeschicken abgesichert sein wollen, sollten daher darauf achten, dass sie selbst eine private Haftpflichtversicherung haben, die auch Schäden im Rahmen einer ehrenamtlichen Tätigkeit abdeckt.

Die wichtigsten Fragen zum Thema "Pflege" beantworten Praxisexperten in unserem aktuellen Ratgeber Der Pflegefall droht: Entscheidungen treffen, Vermögen schützen und Ansprüche durchsetzen.

Weitere News zum Thema

  • Berufshaftpflicht-Versicherung: Begehrliches Finanzamt

    [] (verpd) Bei den Beiträgen einer von einem Arbeitgeber für seine Arbeitnehmer abgeschlossenen Berufshaftpflicht-Versicherung handelt es sich je nach Umstand nicht um zu versteuernden Arbeitslohn. Das geht aus einem Urteil des Bundesfinanzhofs (Az. VI R 58/14) hervor. mehr

  • Sicherheitsnetz für Manager

    [] (verpd) Manager einer Firma, eines Verbandes oder eines Vereins tragen nicht nur eine hohe Verantwortung für ihr Unternehmen oder ihre Organisation, sondern sie haften zum Teil auch mit ihrem Privatvermögen, wenn sie eine falsche Entscheidung getroffen haben. Dabei gibt es zahlreiche Fallstricke, die zu Fehlern führen können. mehr

  • Welche Risiken beim Einsatz eines Mähroboters bestehen

    [] (verpd) Um sich das Rasenmähen zu erleichtern, setzen einige Gartenbesitzer bereits auf einen Robomäher. Meist unbeaufsichtigt mäht er das Gras. Doch das birgt auch Risiken: Verlässt er beispielsweise das Grundstück, kann er Schäden anrichten. Für Diebe wiederum ist so ein meist hochpreisiger Serviceroboter eine begehrte Beute. Es gibt jedoch Versicherungspolicen, die solche Gefahren finanziell absichern können. mehr

  • Sichere Lebensumgebung für Stubentiger

    [] (verpd) Nach Angaben des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. gab es 2016 fast 32 Millionen Hunde, Katzen, Ziervögel und andere Kleintiere in Deutschland – Zierfische und Tiere in Terrarien sind hier noch gar nicht eingerechnet. Katzen sind hierbei mit 13,4 Millionen das Heimtier Nummer eins. Es gibt jedoch nicht nur im Straßenverkehr, sondern auch in der Wohnung oftmals zahlreiche Unfallrisiken, die den Samtpfoten zum Verhängnis werden können. mehr

  • Cyber-Sicherheit: Es hapert schon bei der Organisation

    [] (verpd) Dass Cyber-Schutz in den Chefetagen angekommen sei, kann eine Einrichtung der deutschen Versicherungswirtschaft nicht bestätigen. Die Auswertung von 2.000 Daten aus dem für Unternehmen kostenlosen Test Quick Check, der die Cyber-Risikosituation der jeweiligen Firma aufzeigt, kommt zum Ergebnis, dass es an eindeutigen und schriftlichen Regelungen für die IT-Sicherheit in den Unternehmen mangelt. Hacker und Angriffe von außen sind dabei nicht das einzige Problem. Auch Mitarbeiter können zum Sicherheitsrisiko für das Netzwerk werden. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.