Die passende Absicherung für Studenten

 - 

(verpd) Damit ein Student nicht durch einen Schadenfall in finanzielle Schwierigkeiten kommt, sollte er sich am besten bereits vor Beginn des ersten Semesters um einen ausreichenden Versicherungsschutz kümmern.

Als Student hat man oftmals diverse Vergünstigungen, wie Sondertarife und Rabatte bei den Kontoführungsgebühren oder bei Bahnfahrten. Auch beim Versicherungsschutz gibt es Vorteile, denn in manchen bestehenden Versicherungsverträgen der Eltern bleiben ihre studierenden Kinder, selbst wenn sie volljährig sind, kostenlos mitversichert.

Allerdings sollte jeder Student prüfen, in welchen Bereichen er über die Policen der Eltern einen Versicherungsschutz genießt und welche Versicherungsverträge er eventuell selbst noch abschließen muss, um umfassend abgesichert zu sein.

Absicherung bei Missgeschicken

Prinzipiell ist es wichtig, dass man auch als Student einen Privathaftpflicht-Schutz genießt. Wer in der Freizeit oder auf dem Weg zur Universität beispielsweise mit dem Fahrrad einen Unfall verursacht und dabei einen Sachschaden verursacht oder gar einen anderen verletzt, haftet für den angerichteten Schaden in unbegrenzter Höhe. Eine Privathaftpflicht-Versicherung würde nicht nur in dem genannten Schadenfall einspringen und den Schaden begleichen.

In der Regel besteht eine kostenfrei Mitversicherung in einer Privathaftpflicht-Police der Eltern jedoch nur für die studierenden Kinder, die direkt nach dem Schulabschluss ein Studium beginnen, ein bestimmtes Alter nicht überschritten haben und über kein regelmäßiges Einkommen verfügen. Dies gilt auch bei einer Familienrechtsschutz-Versicherung der Eltern.

Ob der volljährige Student noch bei den Eltern wohnt oder bereits eine eigene Wohnung hat, spielt keine Rolle.

Nicht jeder Student ist kostenlos mitversichert

Hat der Student allerdings vor dem Studium bereits eine Berufsausbildung absolviert, ist verheiratet oder übt regelmäßig einen Job aus, besteht kein Versicherungsschutz mehr über die Policen der Eltern. Dann sind eigene Versicherungsverträge notwendig.

Auch wenn der Student das maximale Alter für eine Mitversicherung überschritten hat – der genaue Wert ist den Versicherungs-Bedingungen, die der elterlichen Police zugrunde liegen, zu entnehmen –, entfällt die Mitversicherung. In der Regel ist die Mitversicherung in der Familienrechtsschutz- und bei älteren Privathaftpflicht-Policen nämlich nur bis zum 25. Lebensjahr möglich.

Zu beachten ist, dass bei einem Verkehrs-Rechtsschutzvertrag der Eltern keine Mitversicherung besteht. Hat der Nachwuchs einen eigenen Führerschein oder schon ein eigenes Fahrzeug, sollte daher ein separater Fahrer-, oder bei Kfz-Besitz, ein Verkehrs-Rechtsschutzvertrag abgeschlossen werden.

Vom eigenen Hausrat bis zur Absicherung im Krankheitsfall

Auch bei der Hausratversicherung ist das Hab und Gut eines Studenten meist nur so lange über die Hausrat-Police der Eltern mitversichert, wie er noch zu Hause wohnt. Sobald er umzieht, ist oftmals eine eigene Hausrat-Police notwendig. Einige Versicherer bieten, teils gegen Aufpreis, auch eine Mitversicherung des Hausrates der Kinder bis zu einer bestimmten Versicherungssumme an, wenn diese wegen eines Studiums woanders wohnen.

Sind die Eltern gesetzlich krankenversichert, können sich Studenten bis zum 25. Lebensjahr in der gesetzlichen Krankenversicherung kostenfrei mitversichern. Voraussetzung ist jedoch, dass Studenten, die nebenbei jobben, ein monatliches Gesamteinkommen von 385 € nicht überschreiten oder als geringfügig Beschäftigte einen Minijob mit maximal monatlich 450 € Verdienst haben.

Wer einen dualen Studiengang absolviert, gilt als Auszubildender, wenn er ein Arbeitsentgelt (Gehalt), Studienbeihilfe oder ein Stipendium erhält, und ist daher in der gesetzlichen Krankenkasse pflichtversichert. Die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung werden dann in der Regel automatisch vom Einkommen durch den Arbeitgeber abgezogen und an die Krankenkasse weitergegeben.

Die Vorteile eines Privatpatienten nutzen

Studierende, die nicht (mehr) bei den Eltern mitversichert sind, können sich in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung zu einem festgelegten Beitrag versichern, wenn sie maximal 30 Jahre alt sind und noch nicht das 14. Semester abgeschlossen haben. Dieser monatliche Festbetrag beläuft sich bundesweit auf derzeit monatlich 64,77 € für die gesetzliche Krankenversicherung. Zusätzlich müssen kinderlose Studenten noch 13,73 € im Monat oder Studenten mit Kindern 12,24 € für die gesetzliche Pflegeversicherung entrichten.

Studenten können aber auch bei einem privaten Krankenversicherer eine private Krankenvoll- und Pflegeversicherung zu vergünstigten Tarifen abschließen. Sie können damit die Vorteile eines Privatpatienten – je nach Vertragsvereinbarung gibt es im Gegensatz zur GKV einen verbesserten Leistungsumfang im ambulanten, stationären und/oder zahnärztlichen Bereich – in Anspruch nehmen.

Weitere News zum Thema

  • Cyber-Sicherheit: Es hapert schon bei der Organisation

    [] (verpd) Dass Cyber-Schutz in den Chefetagen angekommen sei, kann eine Einrichtung der deutschen Versicherungswirtschaft nicht bestätigen. Die Auswertung von 2.000 Daten aus dem für Unternehmen kostenlosen Test Quick Check, der die Cyber-Risikosituation der jeweiligen Firma aufzeigt, kommt zum Ergebnis, dass es an eindeutigen und schriftlichen Regelungen für die IT-Sicherheit in den Unternehmen mangelt. Hacker und Angriffe von außen sind dabei nicht das einzige Problem. Auch Mitarbeiter können zum Sicherheitsrisiko für das Netzwerk werden. mehr

  • Trotz Volljährigkeit bei den Eltern versichert sein

    [] (verpd) Mit Erreichen der Volljährigkeit hat man nicht nur mehr Rechte, sondern trägt auch mehr Verantwortung. Wer beispielsweise fahrlässig bei einem anderen einen Schaden verursacht, muss selbst dafür geradestehen. Die Eltern haften dann nicht mehr für einen. Doch auch für sich selbst ist man verantwortlich, zum Beispiel für eine ausreichende finanzielle Vorsorge für den Krankheitsfall und für das Alter. In bestimmten Fällen kann ein notwendiger Existenzschutz für Volljährige sogar noch über bestehende Versicherungspolicen der Eltern abgedeckt sein. mehr

  • Schutzschirm für den Start in die Selbstständigkeit

    [] (verpd) Wer sich selbstständig machen möchte, sollte alle Faktoren berücksichtigen, die für den Erfolg oder Misserfolg seines Unternehmens entscheidend sein können. Grundsätzlich muss jeder Selbstständige zwar ein gewisses Maß an unternehmerischem Risiko selbst tragen. Aber es gibt auch existenzbedrohende Risiken, die sich durch einen passenden Versicherungsschutz absichern lassen und dadurch kalkulierbar werden. mehr

  • Rechts vor links auf Fahrradwegen

    [] (verpd) Ist die Vorfahrt nicht durch Verkehrszeichen geregelt, so ist auch im Bereich zwei sich kreuzender Radwege die Regel rechts vor links anzuwenden. Das gilt selbst dann, wenn an einem der Wege im Kreuzungsbereich Pfosten aufgestellt sind, welche Fahrradfahrer zu einer Verringerung ihrer Geschwindigkeit veranlassen sollen, so das Landgericht Wuppertal in einem kürzlich bekannt gewordenen Urteil (Az. 9 S 218/15). mehr

  • Schutzschirm für Eltern

    [] (verpd) In Deutschland gibt es rund acht Millionen Familien mit minderjährigen Kindern, wie aus den Daten des Statistischen Bundesamts hervorgeht. Worauf Eltern besonders achten sollten, damit auch nach einem Unfall, bei einer Krankheit oder anderen Ereignissen die Familie zumindest finanziell abgesichert bleibt. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.