Das Unfallrisiko von Pedelecs

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(verpd) Mittlerweile gibt es mehr als 2,1 Millionen Elektrofahrräder in Deutschland – Tendenz steigend. Viele Bürger sind allerdings überzeugt davon, dass das Unfallrisiko von Pedelecs, also von Fahrrädern mit motorbetriebener Tretunterstützung, aufgrund der damit erzielten höheren Geschwindigkeiten größer ist als bei einem normalen Fahrrad. Inwieweit dies tatsächlich zutrifft, untersucht ein Forschungsprojekt der Technischen Universität Chemnitz, das im Auftrag der Unfallforschung der Versicherer durchgeführt wurde.

Rechtlich gelten Fahrräder mit Elektromotoren, die eine maximale Motorleistung von 250 Watt haben und den Fahrer beim Treten maximal bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h unterstützen oder eine Schiebe- und Anfahrhilfe ohne Treten bis 6 km/h bieten, als Fahrräder. Von den rund 72 Millionen Fahrrädern in Deutschland sind laut Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) mehr als 2,1 Millionen solche E-Bikes beziehungsweise Pedelecs. Derzeit nutzen vor allem ältere Menschen Pedelecs, doch dies wird sich nach Ansicht des ZIV im Laufe der Zeit noch ändern.

Da mit Elektrofahrrädern mit weniger Kraftanstrengung schneller eine höhere Geschwindigkeit erzielt werden kann, sind viele Bürger der Ansicht, dass das Unfallrisiko damit höher ist. Da die Hauptnutzer von Pedelecs derzeit noch ältere Menschen sind, befürchten zudem manche, dass diese Nutzergruppe von den mit E-Bikes erzielten Geschwindigkeiten überfordert ist.

Nur geringfügig schneller

Eine aktuelle Untersuchung der Technischen Universität Chemnitz, die im Auftrag der Unfallforschung der Versicherer durchgeführt wurde, kommt jedoch zu dem Ergebnis, dass diese Vorurteile nicht der Realität entsprechen.

Tatsächlich waren nach den Forschungsergebnissen Pedelec-Fahrer im Durchschnitt nur um rund zwei Stundenkilometer schneller unterwegs als Fahrradfahrer. Laut Studienautoren nutzen die E-Bike-Fahrer die Motorunterstützung in erster Linie dazu, um mit geringerem Aufwand eine ähnliche Geschwindigkeit, wie sie mit dem normalen Velo fahren würden, zu erzielen. Dies wiederum führte bei keiner Altersgruppe zu einem erhöhten Unfallrisiko. Im Durchschnitt fahren jüngere Peledec-Nutzer schneller als die älteren.

Kein erhöhtes Sicherheitsrisiko

Auch bei der Anzahl der kritischen Situationen, die Fahrradfahrer oder Elektroradfahrer im Straßenverkehr erleben, gibt es keine signifikanten Unterschiede. Die Studienautoren erklärten abschließend, laut Untersuchung unterliegen Pedelec-Nutzer im Vergleich zu Fahrradfahrern keinem erhöhten Sicherheitsrisiko.

Grundsätzlich gilt, wer mit einem Pedelec einen Unfall verursacht und dadurch einen anderen schädigt, muss für den entstandenen Schaden selbst aufkommen. Kostenschutz bietet jedoch eine bestehende Privathaftpflicht-Versicherung, sofern dieses Risiko beitragsfrei mit eingeschlossen ist. Ist dies nicht der Fall, ist in der Regel eine Mitversicherung gegen einen kleinen Zuschlag möglich.

Weitere geldwerte Ratschläge lesen sie in unserem Dossier Privathaftpflichtversicherung: Unverzichtbarer Schutz für wenig Geld .

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