Damit die Weihnachtsware ausreichend geschützt ist

 - 

(verpd) Die Lagerbestände vieler Händler schwanken je nach Jahreszeit. Insbesondere im Herbst wird beispielsweise für das zu erwartende Weihnachtsgeschäft mehr Ware gelagert als sonst. Der Versicherungsschutz muss jedoch auch für ein volles Warenlager passen, damit im Schadenfall der entstandene Verlust adäquat ersetzt wird.

Viele Groß- und Einzelhandelsgeschäfte haben im Herbst im Hinblick auf das bevorstehende Weihnachtsgeschäft oft die meisten Waren und damit den höchsten Warenwert des Jahres im Lager. Prinzipiell ist wichtig, dass auch zu dieser Zeit der gesamte Bestand tatsächlich ausreichend abgesichert ist. Anderenfalls könnte eine zu niedrige Versicherungssumme beispielsweise bei einem Totalschaden durch Brand zum finanziellen Ruin der Firma führen.

Der Grund: Liegt eine Unterversicherung vor, ist also der Gesamtwert der am Schadentag vorhandenen Ware höher als die vereinbarte Versicherungssumme in der Geschäfts-Inhaltsversicherung, übernimmt der Versicherer nur einen Teil des tatsächlich entstandenen Schadens. Auch wenn nur ein Teil der Ware zu Schaden kommt und die Schadensumme zwar unter der Versicherungssumme, der gesamte vorhandene Warenwert aber darüber liegt, besteht eine Unterversicherung. In diesem Fall würde man ebenfalls den Schaden nur anteilig ersetzt bekommen.

Mehr Ware – höheres Risiko

Eine solche Unterversicherung entsteht beispielsweise, wenn die Umsätze laufend steigen, die Geschäftsinhalts-Versicherung jedoch schon lange nicht mehr den aktuellen Anforderungen angepasst wurde. Aber eben auch, wenn in diesem Jahr mehr Weihnachtsware eingekauft wurde als in den Vorjahren. In diesen Fällen müssen solche Veränderungen dem Versicherer angezeigt werden, damit nicht der ganze Versicherungsschutz in Gefahr gerät.

Auch bei einer Sortimentsumstellung sollte mit dem Versicherer Rücksprache gehalten werden. Manche Artikel erhöhen nämlich das Risiko für die Assekuranz derart, dass zusätzliche Sicherungen oder höhere Prämien erforderlich sind. Wer erst im Schadenfall feststellt, dass die Versicherungssumme niedriger ist als der Warenwert, hat das Nachsehen, denn dann besteht für diesen Versicherungsfall kein ausreichender Versicherungsschutz.

Zeitnahe Meldung unabdingbar

Daher ist es unbedingt erforderlich, bereits vor oder zumindest zeitnah zu einer Risikoerhöhung durch die Lagerung von mehr oder teureren Waren oder einer Sortimentsumstellung die entsprechende Veränderung dem Versicherer zu melden.

In vielen Fällen reicht es bereits, seinen Vermittler über den veränderten Warenbestand telefonisch zu informieren. Dieser wird dann in der Regel einen Änderungsantrag aufnehmen oder veranlassen, dass der Versicherer umgehend den Versicherungsumfang bedarfsgerecht ändert und die Höhe des Versicherungsschutzes bestätigt.

Weitere News zum Thema

  • Damit der Hund nicht zum existenzbedrohenden Risiko wird

    [] (verpd) Wie viele Hunde es hierzulande gibt, darüber gibt es nur Schätzungen. Nach Angaben des Verbands für das Deutsche Hundewesen (VDH) sind es rund fünf Millionen Hunde. Der Industrieverband Heimtierbedarf e.V. hingegen kommt in einer im Mai 2017 veröffentlichten repräsentativen Erhebung sogar auf 8,6 Millionen Hunde. Unabhängig davon, wie viele es denn nun sind, können selbst kleine Hunde teure und unter Umständen sogar für den Hundehalter existenzbedrohende Schäden anrichten. Dennoch gibt es immer noch Hundebesitzer, die keine Tierhalterhaftpflicht-Versicherung, die solche Schäden absichert, haben. mehr

  • Für eine schnelle Regulierung eines Versicherungsschadens

    [] (verpd) Ist ein Schaden versichert, hat der Versicherungskunde, auch Versicherungsnehmer genannt, ein Recht auf die vertraglich vereinbarte Leistung. Allerdings gibt es für den Versicherungsnehmer im Schadenfall auch Pflichten, die er erfüllen muss, damit die Schadenregulierung ohne Schwierigkeiten und Verzögerungen möglich ist. mehr

  • Wenn ein Bauzaun umstürzt

    [] (verpd) Wer einen Bauzaun aufstellt, ist in der Regel bis zu seiner Entfernung für dessen Standfestigkeit verantwortlich. Das hat das Amtsgericht München in einem Gerichtsurteil entschieden (Az. 251 C 15396/16). mehr

  • Kein Mieter kann ein Malheur ausschließen

    [] (verpd) Jedem Mieter kann ein Missgeschick passieren, sei es ein umgestoßenes Glas Rotwein, wodurch ein fest verklebter Teppichboden in der Mietwohnung ruiniert wird oder die versehentlich fallen gelassene Parfümflasche, die das Waschbecken beschädigt. Wer als Mieter jedoch eine Privat-Haftpflichtversicherung hat, ist damit unter anderem vor den Kosten derartiger Mietsachschäden geschützt, die er ohne eine solche Police selbst tragen müsste. Für einen umfassenden Versicherungsschutz ist es allerdings wichtig, dass die vereinbarte Versicherungssumme für derartige Schäden ausreichend hoch ist. mehr

  • Wichtige Kontrolle für einen zeitgemäßen Haftpflichtschutz

    [] (verpd) Wurde die private Haftpflichtversicherung schon lange nicht mehr auf einen zeitgemäßen und den aktuellen Lebensumständen passenden Versicherungsumfang hin überprüft, wiegt sich der Versicherte unter Umständen in einer trügerischen Sicherheit. Ein Check hilft, gefährliche Absicherungslücken zu erkennen. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.