Cyberangriffe: Eine große Bedrohung für Firmen

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(verpd) Das Bewusstsein für die Gefahren aus dem Internet und im weiteren Umgang mit IT nimmt laut einer Studie eines Versicherers bei deutschen Unternehmen zu. Größere Firmen fürchten vor allem den Betriebsausfall nach einer Attacke, kleinere den Diebstahl von Kundendaten.

Nur noch 11,5 Prozent der deutschen Unternehmen halten sich für zu unbedeutend, um Opfer von Internet-Kriminalität zu werden, so das Ergebnis einer aktuellen Studie eines Versicherers. Und: Nur zwei Prozent der Klein- und Mittelunternehmen (KMU) haben sich noch nie mit Cyberrisiken auseinandergesetzt. Ebenfalls nur noch zwei Prozent der Unternehmen gaben an, dass sie keine digitalisierten Geschäftsdaten haben. Im Vorjahr waren es noch vier Prozent.

Für die Studie wurden in 13 Ländern beziehungsweise Regionen weltweit jeweils 200 Unternehmen aus verschiedenen Branchen und Größenklassen befragt. 35 Prozent der befragten deutschen Firmen haben weniger als zwei Millionen Euro Umsatz; weitere 21 Prozent zwischen zwei und fünf Millionen.

Eine Frage der Größe

In Sachen Internetkriminalität fürchtet in dieser Studie jedes vierte der 200 befragten deutschen Unternehmen vor allem den Diebstahl von Kundendaten. Bei den kleineren Unternehmen bis zwei Millionen Euro Umsatz sei diese Sorge laut Umfrageergebnis zur Studie besonders stark ausgeprägt. Größere Firmen sorgen sich am stärksten um Betriebsunterbrechungen – etwa durch Viren oder das Abschalten von Websites. Diese Sorge hat insgesamt gut jedes fünfte Unternehmen.

An dritter Stelle der Bedenkenliste insgesamt steht der Identitätsmissbrauch. Rund 18 Prozent der befragten Unternehmen fürchten sich davor. Deutlich gewachsen ist die Angst vor Reputationsschäden infolge eines Cyberangriffs. 17 Prozent fürchten sich davor – das ist der vierte Platz des Sorgenrankings, welche Folgen Cyberkriminalität für Firmen haben kann. 2015 hatten anteilsmäßig nur fast halb so viele Betriebe davor Angst.

Zugenommen haben zudem die Ängste vor Diebstahl von Geld – fast jeder achte Befragte gab dies an – und auch von geistigem Eigentum – dies fürchtet knapp jeder zehnte Befragte – durch Cyberkriminelle.

Versicherungslösungen gegen Cyberrisiken

Für zahlreiche mitunter existenzbedrohende Unternehmensrisiken bietet die Versicherungswirtschaft Absicherungslösungen an. Bei einigen Versicherern gibt es unter anderem sogenannte Cyberversicherungen, die einen konkreten Versicherungsschutz gegen Cyberrisiken bieten. Damit lassen sich zahlreiche Kosten, die den betroffenen Firmen beispielsweise infolge eines Hacker- und Spionageangriffs entstehen, absichern.

Dazu zählen beispielsweise Ausgaben für die Wiederherstellung beschädigter oder zerstörter Daten oder Aufwendungen, um eine Betriebsunterbrechung aufgrund eines geglückten Hackerangriffs zu verhindern. Versicherbar sind aber auch mögliche Ausgaben, die für ein Krisenmanagement notwendig werden, nachdem Cyberkriminelle beispielsweise geklaute Daten unerlaubt veröffentlicht haben.

Lösungen wie eine Vertrauensschaden-Versicherung, eine Firmen- und Spezial-Strafrechtsschutz-Police, eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung für Manager beziehungsweise eine Directors-and-Officers-Versicherung helfen mitunter, ungerechtfertigte Vorwürfe abzuwehren.

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