Beschädigung der Wohnung: Mieter in der Pflicht

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(verpd) Verschütteter Wein, der den geklebten Teppichboden ruiniert, oder das heruntergefallene Zahnputzglas, das das Waschbecken beschädigt – es gibt zahlreiche Missgeschicke, die einem Mieter passieren können. Über eine Privat-Haftpflichtversicherung können sich Mieter für Schäden, die sie in ihrer Mietwohnung versehentlich verursacht haben, absichern. Sollte der Schaden jedoch höher sein als die vereinbarte Versicherungssumme für derartige Mietsachschäden, muss der Mieter selbst für den Differenzbetrag aufkommen.

In der Regel sind Schäden an gemieteten Wohnungen oder Häusern, die der versicherte Mieter für eigene Wohnzwecke nutzt, standardmäßig in der Privat-Haftpflichtversicherung mitversichert.

Erstattet werden in der Regel Schäden an der Bausubstanz oder an fest mit der Wohnung verbundenen Gegenständen wie Einbauschränken, Waschbecken und Parkettfußboden.

Glasschäden separat versichern

Die Schäden dürfen jedoch vom Versicherungsnehmer oder einer mitversicherten Person nicht vorsätzlich verursacht worden sein. Auch Schäden durch Abnutzung, Verschleiß oder übermäßige Beanspruchung und Glasschäden werden nicht ersetzt.

Häufig sind Beschädigungen des gemieteten, nicht fest eingebauten Inventars ebenfalls ausgeschlossen. Einige Versicherer bieten gegen Aufpreis zusätzlichen Schutz zum Beispiel für den Verlust von Schlüsseln einer zentralen Schließanlage. Glasschäden können zum Beispiel durch eine separate oder in der Hausratversicherung eingeschlossene Glasversicherung abgedeckt werden.

Auf die richtige Versicherungssumme kommt es an

Mieter sollten bei der Privathaftpflicht-Police insbesondere auf die Höhe der Versicherungssumme für Mietsachschaden achten. Denn oft ist diese niedriger als für die übrigen versicherten Risiken. Manchmal beträgt sie weniger als 100.000 €. Die Deckungssumme für Mietsachschäden sollte jedoch so hoch sein, dass auch ein Totalschaden durch Feuer beglichen werden kann. Faustregel: 2.500 € pro Quadratmeter Wohnfläche reichen in aller Regel aus.

Allerdings ist diese Wertangabe in besonders begehrten Regionen, wie beispielsweise in München, oder in qualitativ hochwertig ausgestatteten Mietwohnungen oft zu niedrig. Hier kann der Quadratmeterpreis leicht beim Doppelten oder noch mehr liegen.

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