Tornados sind auch in Deutschland keine Seltenheit

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(verpd) Nicht nur in den USA, auch in Deutschland sind zerstörerische Tornados keine Seltenheit. Letztes Jahr gab es beispielsweise hierzulande über 50 derartige Wirbelstürme. Der Deutsche Wetterdienst geht davon aus, dass in Deutschland jedes Jahr zwischen 30 bis 60 Tornados auftreten. Mit einem passenden Versicherungsschutz lassen sich wenigstens die finanziellen Folgen eines Wirbelsturmschadens abdecken.

2014 gab es nach Angaben von Meteorologen 51 bestätigte Tornados. Das Webportal www.tornadoliste.de listet für letztes Jahr zudem über 230 Sturmereignisse auf, bei denen es sich wahrscheinlich um Tornados handelte. Und auch dieses Jahr gab es bis Mitte Mai schon 15 bestätigte Tornados sowie rund 28 Verdachtsfälle.

Alleine der Tornado, der am 13.5.2015 in Bayern auftrat, richtete Schäden in Millionenhöhe an. Mehr als 200 Häuser wurden durch den Tornado schwer beschädigt, einige sind deswegen sogar einsturzgefährdet. Zudem wurden Autos umgeworfen sowie Bäume und Mauern umgedrückt.

Wann es sich um einen Tornado handelt

Nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) treten Wirbelstürme häufig in Verbindung mit Gewitterfronten im Sommer auf. Demnach steht die „Tornadosaison“ in Deutschland erst noch bevor. Nach der allgemeinen Definition ist ein Tornado ein kleinräumiger, schlauchartiger Wirbel, der in einer Schauer- oder Gewitterwolke entspringt und bis zum Boden reicht.

Damit ein Tornado entsteht, müssen laut Wetterexperten eine hohe Luftfeuchtigkeit, Schauer und Gewitter sowie eine starke Windzunahme und -drehung in höheren Luftschichten vorliegen. Eine genaue Vorhersage, ob oder wann ein Tornado auftritt, ist hierzulande in der Regel nicht möglich.

Die Stärke eines Tornados wird nach seinen angerichteten Schäden beurteilt, da die Windmessung innerhalb eines Tornados kaum möglich ist. Die Schäden entstehen zum einen durch die Windstärke selbst, aber auch durch vom Tornado herumgewirbelte Gegenstände.

Von abgerissenen Ästen bis hin zu eingestürzten Häusern

Die Einstufung erfolgt in der sogenannten Fujita-Skala mit den Stärken F0 bis F5. Ein Tornado der Stufe F0 erreicht Windspitzen von 63 bis 117 km/h und kann Dachziegel abdecken sowie Äste von Bäumen abreißen. In der Stufe F1(118 bis 183 km/h) können Bäume abgeknickt und Hausdächer mitgerissen werden.

F2-Tornados (184 bis 255 km/h) bringen Mauern und Tornados der Stärke F3(256 bis 334 km/h) sogar ganze Häuser zum Einstürzen. Ab F3 werden zudem auch Autos vom Wirbel mitgerissen. F4- (335 bis 420 km/h) und F5-Wirbel (über 420 km/h) ziehen umfassende Totalschäden nach sich.

In einer Wohngebäude-, Kfz-Kasko- und/oder Hausratversicherung sind in der Regel Sturmschäden – also Schäden durch Windgeschwindigkeiten mit mindestens 63 km/h (Windstärke acht nach der Beaufortskala) – versichert. Damit sind hier auch alle Tornadoschäden ab der Stärke F0 versichert.

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