Individueller Schutz vor finanziellen Schwierigkeiten

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(verpd) Es gibt Situationen wie eine eintretende Arbeitslosigkeit, der Tod des Ehepartners oder eine durch Krankheit oder Unfall verursachte Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit, die schnell zur Überschuldung eines Einzelnen führen können.

Als überschuldet gilt, wem das monatliche Einkommen über einen längeren Zeitraum trotz Reduzierung des Lebensstandards nicht ausreicht, um die Lebenshaltungskosten und finanziellen Verpflichtungen zu bezahlen. Gemäß der aktuellen Überschuldungsstatistik des Statistischen Bundesamtes (Destatis) wandten sich 2012 rund 85.000 überschuldete Bürger an die Schuldnerberatung.

Anlaufstelle bei finanziellen Schwierigkeiten

Wem das monatliche Einkommen nicht ausreicht, um die anfallenden Lebenshaltungskosten und finanziellen Verpflichtungen zu bezahlen, kann sich auf der Webseite der Bundesarbeits-Gemeinschaft Schuldnerberatung e.V. informieren.

Neben diversen Hintergrund-Informationen, Checklisten, Musterbriefen und Vordrucken finden Interessierte hier einen Onlineberatungsdienst sowie Adressen zu seriösen landesweiten Schuldner-Beratungsstellen, die eine kostenlose Beratung anbieten. Entsprechende Anlaufstellen können auch über das Sozialamt erfragt werden.

Die Überschuldungsstatistik der Destatis offenbart unter anderem, was die hauptsächlichen Ursachen für die Überschuldung der Personen, die sich an die Schuldnerberatung wandten, waren. Bei 25,6 Prozent war der Hauptgrund der finanziellen Misere eine eintretende Arbeitslosigkeit, bei 14,2 Prozent eine Scheidung oder der Tod des Partners und bei 12,7 Prozent eine Einkommensminderung infolge eines Unfalles oder einer Krankheit.

Schutz vor Armut durch Krankheit

Um gar nicht erst in finanzielle Schwierigkeiten zu kommen, ist es sinnvoll, die wichtigsten Risiken, die zu einer Überschuldung führen können, bereits im Voraus abzusichern.

Hierbei gilt: je früher, desto besser. Zum einen sind nämlich manche Absicherungslösungen in jungen Jahren um einiges günstiger, zum anderen weiß man nie, wann ein solches Ereignis eintrifft.

Die finanziellen Folgen einer möglichen Erwerbs- oder Berufsunfähigkeit sind beispielsweise oftmals zu wenig oder gar nicht durch die gesetzliche Sozialversicherung abgedeckt. Um im Fall des Falles abgesichert zu sein, empfiehlt es sich, frühzeitig mit einer privaten Erwerbs- oder auch Berufsunfähigkeits-Versicherung vorzusorgen.

Für eine ausreichende Hinterbliebenen-Absicherung

Stirbt ein (Ehe-)Partner, reicht die gesetzliche Witwen-, Witwer- oder Waisenrente, wenn überhaupt ein Anspruch darauf besteht, häufig nicht aus, um den bisherigen Lebensstandard zu halten. Eine der günstigsten Hinterbliebenen-Absicherungen bietet die Risiko- oder auch Kapitallebens-Versicherung. Sie zahlt an die Hinterbliebenen beziehungsweise an die im Vertrag festgelegte Person im Todesfall die vereinbarte Versicherungssumme. Zuzüglich zum Todesfallschutz bietet eine Kapitallebens-Versicherung auch noch die Möglichkeit, sich ein Finanzpolster zuzulegen.

Eine Absicherung ist für Paare oder Geschäftspartner, wie zwei Inhaber einer Firma, auch mit einer Risikolebens-Versicherung auf Gegenseitigkeit möglich. Bei einer solchen Police werden beide Partner als versicherte Person eingetragen. Stirbt ein Partner, erhält der andere die vereinbarte Leistung und kann dieses Geld für den Lebensunterhalt oder beispielsweise bei Firmenpartnern auch für die Auszahlung von Angehörigen verwenden.

Des Weiteren bieten private Versicherer diverse Möglichkeiten, teils sogar mit staatlicher Unterstützung, Geld für unvorhergesehene Ereignisse, für bestimmte Ziele oder auch für das Alter anzusparen.

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