Hohes Unfallrisiko für Radler und Fußgänger

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(verpd) Nach Angabe des Statistischen Bundesamts ist die Anzahl der tödlich verunglückten Fußgänger und Fahrradfahrer von 895 Personen im Jahr 2010 auf 1.013 Opfer im Jahr 2011, also um insgesamt über 13 Prozent gestiegen. Insbesondere bei den ums Leben gekommenen Fußgängern gibt es einen enormen Anstieg zu beklagen.

Wie eine Statistik des Statistischen Bundesamts (Destatis) zeigt, verunglückten in Deutschland letztes Jahr im Straßenverkehr 614 Fußgänger (Vorjahr: 520) und 399 Radfahrer (Vorjahr: 375) tödlich. Damit hat sich im Vergleich zu den vergangenen Jahren die Anzahl der bei einem Unfall getöteten Fußgänger und Fahrradfahrer erhöht, bei den Fußgängern sogar um 29 Prozent.

Insgesamt gesehen waren letztes Jahr über 25 Prozent aller Verkehrstoten – deutschlandweit kamen im Jahr 2011 4.009 Personen bei Straßenverkehrsunfällen ums Leben – zum Zeitpunkt des Unfalles als Fußgänger oder Radfahrer unterwegs. 667 Fußgänger und Fahrradfahrer verloren innerorts ihr Leben, das sind fast 60 Prozent aller in einer Ortschaft tödlich Verunglückten (1.115 Personen).

Pkw- und Fahrradfahrer verursachen die meisten Unfälle

Besonders auffällig ist der hohe Anteil an Unfällen mit Radfahrern, die sich ohne Fremdwirkung ereignet haben. Von den 33.636 vom Statistischen Bundesamt inner- und außerorts erfassten Unfällen, bei denen die Radler als Hauptverursacher eines Unfalls galten, gab es bei 12.839 Fällen keine weiteren Unfallbeteiligten.

Bei den durch Fahrradfahrer verursachten Unglücken waren in 11.407 Fällen Pkws, in 5.069 Fällen andere Fahrradfahrer und in 2.289 Fällen Fußgänger beteiligt. Bei 45.850 Unfällen waren Radfahrer zwar beteiligt, jedoch nicht schuld daran. Den höchsten Anteil an den Hauptverursachern bei derartigen Unfällen haben Pkws mit 34.214 Fällen, andere Fahrradfahrer mit 5.069 Fällen und Liefer- und Lastkraftwagen mit 2.595 Fällen.

Insgesamt ereigneten sich 21.683 Unfälle mit Beteiligung eines Fußgängers. 16.380 Fälle wurden von einem Pkw, 2.289 Fälle von einem Fahrradfahrer und 1.301 Fälle von einem Liefer- oder Lastkraftwagen verursacht. Bei den 8.864 Unfällen, bei denen Fußgänger für das Unglück verantwortlich waren, zählten in 5.780 Fällen Pkws und in 1.568 Fällen Fahrradfahrer zu den Unfallgegnern. Von den 614 getöteten Fußgängern waren 305 Personen 65 Jahre alt oder älter.

Hilfreiche Vorsichtsmaßnahmen

Fußgänger und Radfahrer sind im Vergleich zu anderen Verkehrsteilnehmern ungeschützt und damit bei einem Zusammenstoß deutlich gefährdeter. Wie Verkehrsexperten erklären, belegen diverse Studien, dass für Fußgänger und Radfahrer bei Dämmerung und Dunkelheit das Unfallrisiko besonders hoch ist, da sie oft zu spät erkannt werden.

Für alle, die zu Fuß oder per Velo unterwegs sind, empfiehlt sich daher das Tragen kontrastreicher Kleidung, am besten mit reflektierenden Elementen. Retroreflektierende Streifen sollten insbesondere auch auf Rollstühle, Rollatoren und Gehhilfen angebracht werden.

Für Radfahrer ist auch das Tragen eines Fahrradhelmes, der mindestens die aktuelle ECE-Norm erfüllt, ein wichtiges Sicherheitskriterium. Rund 90 Prozent aller durch Fahrradunfälle verursachten Schädelhirnverletzungen und bis zu 65 Prozent der Gesichtsverletzungen könnten nach Meinung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie durch das Tragen eines geeigneten Fahrradhelmes verhindert werden.

Verkehrserziehung ist wichtig

Neben dem Tragen eines passenden Fahrradhelmes sowie der stetigen Überprüfung, ob das Fahrrad auch technisch in Ordnung ist, wird von Experten auch eine aktive und passive Beleuchtung am Velo empfohlen.

Besonders wichtig ist das rücksichtsvolle und verantwortungsbewusste Verhalten der Verkehrsteilnehmer untereinander. Bereits bei der Verkehrserziehung von Kindern sollte hierauf hingewirkt werden.

Die jüngsten Verkehrsteilnehmer sollten nämlich die Verkehrsregeln und Vorschriften für den Straßenverkehr kennen und sich später nicht nur als Pkw-, Lkw- und Motorradfahrer, sondern bereits im Kindesalter als Fußgänger und Radfahrer daran halten.

Unfallgefahr nicht ignorieren

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann man die Unfallgefahr nicht ignorieren. Um nach einem Unglück aufgrund von bleibenden gesundheitlichen Schäden nicht noch vor finanziellen Problemen zu stehen, sollte man sich und seine Kinder frühzeitig absichern.

Im Gegensatz zur gesetzlichen bietet eine private Unfallversicherung weltweiten Schutz rund um die Uhr, also sowohl bei Unfällen im Beruf, in der Schule als auch in der Freizeit.

Außerdem kann die Höhe der Absicherung nach dem individuellen Bedarf und persönlichen Präferenzen gestaltet werden. Versicherbar sind unter anderem eine frei wählbare Kapitalsumme oder/und Rentenleistung im Invaliditätsfall, Geldleistungen bei unfallbedingtem Tod oder kosmetische Operationen sowie ein Krankenhaustagegeld.

Absicherung für den Fall der Fälle

Für Berufstätige ist zudem eine private Berufsunfähigkeits-Versicherung sinnvoll. Wer aufgrund eines Unfalls oder auch einer Krankheit seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, erhält damit eine vereinbarte Rentenzahlung. Alle nach dem 1.1.1961 Geborenen haben nämlich keinen Anspruch mehr auf Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung, wenn sie zwar nicht mehr in ihrem Beruf, aber dafür in einer anderen Tätigkeit als erwerbsfähig gelten.

Für Kinder, Schüler und Studenten, aber auch für Hausfrauen beziehungsweise -männer ohne Beruf kann eine Erwerbsunfähigkeits-Versicherung abgeschlossen werden. Kann der Versicherte infolge eines Unfalls oder einer Krankheit keine Erwerbstätigkeit mehr ausüben, wird eine vereinbarte Rente ausbezahlt.

Besonders bei einem Todesfall eines Elternteils sollte zudem für den hinterbliebenen Partner und die Kinder vorgesorgt sein. Dies ist beispielsweise mit einer Risiko- oder Kapitallebens-Versicherung möglich.

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