Hilfe für Alleinerziehende

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(verpd) In Deutschland ist rund jede fünfte Familie eine Einelternfamilie, also Vater oder Mutter mit Kind. Ein alleinerziehendes Elternteil ist häufig mit unterschiedlichsten Problemen beispielsweise hinsichtlich Unterhaltsansprüchen, Sorge- und Umgangsrecht, aber auch Kinderbetreuung und Sicherung des finanziellen Auskommens konfrontiert. Neben staatlichen finanziellen Hilfen gibt es diverse Beratungsstellen sowie eine Broschüre eines Bundesministeriums mit zahlreichen Tipps und Informationen für Alleinerziehende.

Es gibt diverse staatliche Hilfen, die Alleinerziehende dabei unterstützen sollen, Kindererziehung, Organisation des Alltags und Berufstätigkeit miteinander zu vereinbaren. Finanzielle staatliche Leistungen sind beispielsweise das Elterngeld sowie das Kindergeld für Alleinerziehende, der Kinderzuschlag, der Unterhaltsvorschuss, die Sozialhilfe oder auch steuerliche Entlastungen.

Mehr Informationen zu den finanziellen Hilfen gibt es unter www.familien-wegweiser.de, einem Webportal des Bundesministeriums für Familie, Senioren und Frauen und Jugend (BMFSFJ). Zudem gibt es spezielle Hilfs- und Beratungsangebote, wenn es im Familienleben zu Problemen oder Krisen kommt.

Kostenlose Beratung

Die richtigen Anlaufstellen sind beispielsweise das Jugendamt sowie die Träger von freien Erziehungs- und Familienberatungs-Stellen. Dazu gehören unter anderem die Arbeiterwohlfahrt, der Deutsche Caritasverband, die Diakonie Deutschland und das Rote Kreuz.

Die Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Jugend- und Eheberatung e.V. (DAJEB) bietet fast 13.000 Anlaufstellen und Notdienste im gesamten Bundesgebiet für Krisen-, Sucht-, Schulden- oder Lebensberatungen an. Ortsnahe Beratungsstellen können über den Online-Beratungsführer des DAJEB ermittelt werden.

Auch die Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke), ein trägerübergreifender Fachverband der Erziehungs- und Familienberatung, hat eine Onlinesuche, mit deren Hilfe sich die nächstgelegene Einrichtung aus mehr als 1.000 Erziehungs- und Familienberatungs-Stellen finden lässt. Eine weitere Anlaufstelle ist das vom Bundesfamilien-Ministerium geförderte Elterntelefon, die Nummer gegen Kummer e.V., die unter der Rufnummer 0800 1110 550 zu erreichen ist.

Umfangreicher Ratgeber

Umfangreiche Informationen zu zahlreichen Themen, die insbesondere auch für Alleinerziehende interessant sein können, wie Sorgerecht, Kinderbetreuung und Existenzsicherung, bietet das 230-seitige Taschenbuch „alleinerziehend – Tipps und Informationen“.

Unter anderem finden sich hier auch Antworten auf rechtliche und finanzielle Fragen. So gibt der Ratgeber Auskünfte darüber, mit welchen teils staatlichen Hilfen – vom Unterhaltsvorschuss bis hin zum Arbeitslosengeld II – Alleinerziehende im Einzelnen rechnen können. Des Weiteren wird beschrieben, was beim Sorgerecht oder bei der Renten- und Krankenabsicherung zu beachten ist. Abgerundet wird der Ratgeber durch die Nennung von hilfreichen Adressen und Internetportalen sowie Hinweise zu weiteren interessanten Ratgebern.

Das Taschenbuch wurde vom Bundesverband alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV) herausgebracht und wird ständig aktualisiert. Es kann kostenlos online beim BMFSFJ im PDF-Format heruntergeladen oder auch als Printversion bestellt werden.

Für eine passende Absicherung der Einelternfamilie

Auch eine Einelternfamilie ist diversen Risiken ausgesetzt. So kann der Alleinerziehende beispielsweise durch Krankheit oder Unfall plötzlich berufs- oder erwerbsunfähig werden, was das finanzielle Auskommen der Familie gefährdet. Passiert dem Kind ein Missgeschick, bei dem ein anderer geschädigt wird, muss der Alleinerziehende unter Umständen für den Schaden aufkommen.

Um für eine ausreichende Absicherung zu sorgen, empfiehlt sich ein Beratungsgespräch mit einem Versicherungsfachmann. Dieser kann anhand einer Analyse nicht nur feststellen, welcher Versicherungsschutz notwendig ist, sondern auch welche eventuell bereits bestehenden Verträge der aktuellen familiären Situation anzupassen sind.

In manchen Privathaftpflicht- und/oder Rechtsschutz-Versicherungspolicen, die man noch als Single abgeschlossen hat, sind beispielsweise Kinder nicht mitversichert. Wer eine solche Police besitzt und zum Beispiel ein Kind erwartet, sollte den Vertrag entsprechend umstellen.

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