Finanzielle Sicherheit in schwierigen Situationen

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Als überschuldet gilt, wem das monatliche Einkommen über einen längeren Zeitraum trotz Reduzierung des Lebensstandards nicht ausreicht, um die Lebenshaltungskosten und finanziellen Verpflichtungen zu bezahlen. Fast jeder zehnte Bundesbürger ist nach Angaben von Experten davon betroffen. Doch es gibt diverse Vorsorgemöglichkeiten, damit die Finanzen nicht außer Kontrolle geraten.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) ist bei weit mehr als einem Viertel aller Überschuldeten eine eintretende Arbeitslosigkeit der Grund. Bei mehr als jedem siebten Betroffenen wird das finanzielle Desaster durch eine Trennung, Scheidung oder den Tod des Partners und bei über jedem Zehnten durch Erkrankung oder Sucht verursacht.

Eine gescheiterte Selbstständigkeit ist bei rund neun Prozent der Auslöser für einen finanziellen Ruin. Im Durchschnitt hatten die überschuldeten Personen im Jahr 2009 jeweils rund 35.000 € Schulden. Mehr als die Hälfte davon, nämlich knapp 20.000 €, schuldeten sie den Banken.

Frühe Vorsorge ist sinnvoll

Um gar nicht erst in finanzielle Schwierigkeiten zu kommen, ist es sinnvoll, die wichtigsten Ursachen bereits im Voraus abzusichern. Dies sollte am besten frühzeitig erfolgen. Zum einen sind gewisse Absicherungen in jungen Jahren um einiges günstiger, zum anderen weiß man nie, wann ein Ereignis eintrifft, das zur Überschuldung führt.

Neben der gesetzlichen Arbeitslosen-Versicherung für Arbeitnehmer werden auch von einigen Versicherern private Policen angeboten. Damit erhalten Arbeitnehmer im Falle des Jobverlustes einen im Vertrag vereinbarten Betrag. Zudem können sich so auch Selbstständige gegen Arbeitslosigkeit entsprechend absichern.

Krank und arm – das muss nicht sein

Das Risiko einer Erwerbs- oder Berufsunfähigkeit ist oftmals zu wenig oder gar nicht durch die gesetzliche Sozialversicherung abgedeckt. Um im Falle des Falles nicht auch noch finanziell unter Druck zu geraten, empfiehlt es sich frühzeitig vorzusorgen.

Eine private Berufsunfähigkeits-Versicherung ist für Arbeitnehmer und Selbstständige sinnvoll. Eine private Erwerbsunfähigkeits-Police kann darüber hinaus auch für Hausfrauen und -männer sowie für Kinder und Jugendliche abgeschlossen werden.

Menschliche Tragödie mit finanziellen Auswirkungen

Der Todesfall eines Partners hat neben dem persönlichen Verlust oftmals auch finanzielle Auswirkungen. Eine der günstigsten Hinterbliebenen-Absicherungen ist die Risikolebens-Versicherung. Sie zahlt an die Hinterbliebenen beziehungsweise an die im Vertrag festgelegte Person im Todesfall die vereinbarte Versicherungssumme.

Paare, aber auch Geschäftspartner wie zwei Inhaber einer Firma, können auch eine Risikolebens-Versicherung auf Gegenseitigkeit abschließen. Hierbei werden beide Partner als versicherte Person eingetragen. Stirbt ein Partner, erhält der andere die vereinbarte Leistung und kann dieses Geld für den Lebensunterhalt oder beispielsweise bei Firmenpartnern auch für die Auszahlung von Angehörigen verwenden.

Expertenrat hilft

Eine Kapitallebens-Versicherung bietet neben dem Todesfallschutz noch die Möglichkeit sich ein Finanzpolster zuzulegen. Zudem bieten die Versicherer auch diverse andere Möglichkeiten, Geld für unvorhergesehene Ereignisse oder für bestimmte Ziele anzusparen. Für die finanzielle Absicherung im Alter gibt es außerdem diverse Anlagemöglichkeiten, die auch der Staat mit Steuervergünstigungen und/oder direkten Geldzuschüssen unterstützt.

Bei der Suche nach der richtigen Vorsorge hilft ein Beratungsgespräch mit einem Versicherungsfachmann. Auch wer momentan keinen finanziellen Spielraum dafür sieht, sollte sich die Hilfe holen. Manche Möglichkeiten erschließen sich erst nach einer gründlichen Analyse und durch das Wissen eines Experten.

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