Damit ein Notfall nicht zur Überschuldung führt

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(verpd) Als überschuldet gilt, wem das monatliche Einkommen über einen längeren Zeitraum trotz Reduzierung des Lebensstandards nicht ausreicht, um die Lebenshaltungskosten und finanziellen Verpflichtungen zu bezahlen. Experten schätzen, dass hierzulande rund sechs Millionen Haushalte überschuldet sind. Was der Einzelne tun kann, um in typischen Situationen, die in vielen Fällen zu einer Überschuldung führen, wenigstens finanziell abgesichert zu sein.

Nach Angaben der Bundesarbeits-Gemeinschaft Schuldnerberatung e.V. sind die Hauptauslöser, die zu einer Überschuldung führen, eine eintretende Arbeitslosigkeit, eine Trennung oder der Tod des Lebenspartners oder eine Krankheit oder ein Unfall.

In den genannten Situationen wie auch in anderen Fällen kommt es ohne eine passende Vorsorge oftmals zu einer deutlichen Minderung des Haushaltseinkommens für längere Zeit. Reicht das reduzierte Einkommen dann nicht mehr, um damit die laufenden Kosten wie Miete, Nebenkosten, Ratenkredite und den Lebensunterhalt zu begleichen, gerät man schnell in eine Schuldenfalle.

Gesetzliche Lücken schließen

Um dem vorzubeugen, ist es sinnvoll, die wichtigsten Ereignisse, die zu finanziellen Problemen führen können, frühzeitig abzusichern. Dabei gilt: je früher, desto besser. Denn zum einen sind gewisse Absicherungen in jungen Jahren um einiges günstiger, zum anderen kann eine solche Situation zu jeder Zeit eintreten, wie beispielsweise eine Erwerbs- oder Berufsunfähigkeit infolge einer Krankheit oder eines Unfalles.

Bei einer eingetretenen Erwerbs- oder Berufsunfähigkeit besteht häufig nur eine unzureichende oder gar keine Einkommensabsicherung durch die gesetzliche Sozialversicherung. Dagegen ermöglicht eine abgeschlossene private Erwerbs- oder auch Berufsunfähigkeits-Versicherung einen bedarfsgerecht vereinbarten finanziellen Schutz in Form einer monatlichen Erwerbs- oder auch Berufsunfähigkeits-Rente.

Absicherung der Angehörigen

Der Tod eines (Ehe-)Partners hat neben der persönlichen Trauer oftmals auch finanzielle Auswirkungen, denn die gesetzliche Witwen-, Witwer- oder Waisenrente, wenn überhaupt ein Anspruch darauf besteht, reicht häufig nicht aus, um den bisherigen Lebensstandard zu halten. Eine der günstigsten Hinterbliebenen-Absicherungen ist die Risiko- oder auch Kapitallebens-Versicherung. Sie zahlt an die Hinterbliebenen beziehungsweise an die im Vertrag festgelegte Person im Todesfall die vereinbarte Versicherungssumme.

Eine gegenseitige Absicherung für Paare, aber auch für Geschäftspartner wie zwei Inhaber einer Firma, bietet eine Risikolebens-Versicherung auf Gegenseitigkeit. Bei einer solchen Police werden beide Partner als versicherte Person eingetragen. Stirbt ein Partner, erhält der andere die vereinbarte Leistung und kann dieses Geld für den Lebensunterhalt oder beispielsweise bei Firmenpartnern auch für die Auszahlung von Angehörigen verwenden. Neben dem Todesfallschutz lässt sich mit einer Kapitallebens-Versicherung auch ein Finanzpolster zulegen.

Vorsorge mit staatlicher Unterstützung

Es gibt noch andere Versicherungslösungen, um Geld für unvorhergesehene Ereignisse, für bestimmte Ziele oder auch für das Alter anzusparen. Eine davon ist die staatlich geförderte Pflegezusatz-Versicherung, die im Falle einer eintretenden Pflegebedürftigkeit finanzielle Belastungen durch die anfallenden Pflegekosten für den Betroffenen und seine Angehörigen durch eine vereinbarte monatliche Geldleistung minimiert.

Weitere staatlich geförderte Lösungen sind der Riester- und auch der Basis-(Rürup-)Rentenvertrag. Je nach Vertragsart wird hier der Versicherungsnehmer während der Ansparphase durch staatliche Geldzulagen und/oder steuerliche Vergünstigungen unterstützt, eine Altersvorsorge aufzubauen.

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