Auch ein Chef kann krank werden

 - 

(verpd) Bei vielen Selbstständigen und Firmen, wie Ärzten, Architekten, Anwälten oder Sachverständigen, sowie bei kleineren Unternehmen ist der geschäftliche Erfolg hauptsächlich von der Person und Arbeitskraft des Inhabers abhängig. Für viele Arbeitsabläufe, wie die Kundenbetreuung oder auch die Neukundengewinnung, ist hier vorwiegend oder sogar alleine der Firmeninhaber zuständig. Fällt seine Arbeitskraft aus, hat dies dementsprechend gravierende finanzielle Auswirkungen.

Ist der Geschäftsführer oder Firmeninhaber für längere Zeit nicht arbeitsfähig, kommt es in vielen Betrieben zu Umsatzverlusten. Die Betriebskosten laufen jedoch weiter. Die private Versicherungswirtschaft bietet speziell für diesen Fall passende Absicherungslösungen an.

Umsatzabsicherung

Vielen ist die Betriebsunterbrechungs-Versicherung bekannt. Sie sichert Umsatzausfälle, die durch Sachschäden beispielsweise infolge von Feuer, Leitungswasser, Sturm oder Einbruch entstanden sind, ab. Nicht zum Versicherungsumfang einer solchen Police gehört es, wenn der Betrieb durch Unfall, Krankheit oder behördlich verhängte Quarantäne ruhen muss. Allerdings gibt es für Selbstständige oder Freiberufler auch dafür eine spezielle Betriebsunterbrechungs-Versicherung.

Diese Versicherungsart wird beispielsweise unter den Bezeichnungen Praxis- oder Kanzlei-Ausfallversicherung, Existenz-Betriebsunterbrechungs-Versicherung, Betriebskosten-Versicherung oder Ertragsausfall-Versicherung angeboten. Versicherungsschutz besteht hier für betriebliche Fixkosten wie Personalkosten und Sozialabgaben, Versicherungen, Finanzierungskosten, Büromiete, Abschreibungen auf Sachanlagen oder Leasingraten.

Selbst der entgangene Betriebsgewinn kann in den Schutz mit eingeschlossen werden. Dabei sind die Höchst-Versicherungssummen in der Regel auf die Fixkosten oder den angenommenen Umsatz begrenzt.

Krankentagegeld alleine reicht meist nicht

Wer als Selbstständiger in seiner Krankenversicherung ein Krankentagegeld mit eingeschlossen hat, erhält, je nach Vertragsvereinbarung, in der Regel maximal den nachgewiesenen Einkommensverlust.

Die weiterlaufenden Betriebskosten für Personal, Miete, Leasing und Betriebsversicherungen sind somit nicht abgesichert.

Die Geldtipps-Experten empfehlen daher eine Kombination aus Krankentagegeld- und einer speziellen Betriebsunterbrechungs-Versicherung. Eine entsprechende Absicherung gleicht im Versicherungsfall nicht nur die Einkommensverluste aus, sondern deckt auch die weiterlaufenden Betriebskosten ab.

Weitere News zum Thema

  • Falsch abgebogen auf dem Weg zur Arbeit

    [] (verpd) Wer auf dem Weg zu seiner Arbeit in die falsche Richtung abbiegt und dadurch den direkten Weg zu seiner Arbeitsstätte verlässt, steht nur unter ganz besonderen Umständen unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung, wenn er auf dem Abweg einen Unfall erleidet. Das hat das Bundessozialgericht mit einem kürzlich veröffentlichten Urteil entschieden (Az. B 2 U 16/15 R). mehr

  • Lebensversicherung: Streit um Bezugsrecht

    [] (verpd) Wer verhindern will, dass seine Familie nach seinem Tod in Streit gerät, sollte zum Bezugsrecht seiner Lebensversicherung eine eindeutige Formulierung wählen. Das geht aus einem veröffentlichten Beschluss des Oberlandesgerichts Hamm hervor (Az. 20 W 20/16). mehr

  • Sicher zur Schule und wieder nach Hause

    [] (verpd) Laut der Statistik der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung verletzten sich jedes Jahr rund 110.000 Kinder auf ihrem Weg zur Schule bei einem Unfall. Was Eltern tun können, um das Unfallrisiko, das der Schulweg birgt, zu minimieren. mehr

  • Kein Ratenzuschlag trotz entlastender Prämienaufteilung

    [] (verpd) Die meisten Versicherer bieten ihren Kunden die Möglichkeit, die Versicherungsprämie anstatt jährlich gegen einen Ratenzahlungszuschlag monatlich, viertel- oder halbjährlich zu bezahlen. Die Belastung des Haushaltsbudgets durch Versicherungsprämien lässt sich aber auch ohne diesen Zuschlag auf das Jahr verteilen. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.