Worauf beim Vollkaskoschutz für die Reise zu achten ist

Worauf beim Vollkaskoschutz für die Reise zu achten ist

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(verpd) Viele Autofahrer wollen insbesondere vor einer Fahrt ins Ausland ihr Fahrzeug für die Dauer der Reise durch eine Vollkaskoversicherung geschützt wissen. Dabei kann sich jedoch ein Preisvergleich zwischen einem zeitlich nur begrenzten oder einem dauerhaften Rundumschutz durchaus lohnen.

Gerade bei einem Unfall im Ausland ist es nicht immer einfach, den am eigenen Auto entstandenen Schaden vom Unfallgegner ersetzt zu bekommen. Viele fragen sich daher vor der Urlaubsreise, ob sie für ihren Pkw für die Dauer einer geplanten Reise eine Vollkaskoversicherung abschließen sollten.

Denn während eine eventuell bereits bestehende Teilkaskoversicherung in der Regel nur leistet, wenn der Pkw gestohlen, durch Sturm, Hagel, Überschwemmung, Brand, Glasbruch oder bei einem Zusammenstoß mit einem Haarwild beschädigt wurde, bietet die Vollkasko einen Rundumschutz. Zusätzlich zu den Teilkaskorisiken übernimmt eine Vollkasko nämlich auch Unfallschäden am eigenen Kfz, egal ob es sich um einen selbst verschuldeten Unfall handelt oder aber der Unfallgegner keine oder keine ausreichende Entschädigung zahlt beziehungsweise von ihm zu erwarten ist.

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Vom richtigen Geltungsbereich ...

Prinzipiell sollten Reisende darauf achten, dass der Kfz-Haftpflicht-, Teil- oder auch Vollkaskoschutz in allen Ländern gilt, in die man mit dem Pkw fährt. Dieser sogenannte Geltungsbereich ist den der Police zugrunde liegenden Versicherungs-Bedingungen und Vereinbarungen zu entnehmen.

Ein weiteres Kriterium sind die Kosten für einen möglichen zeitlich begrenzten Vollkaskoschutz. Grundsätzlich bieten viele Autoversicherer ihren Kunden an, zusätzlich zur Kfz-Haftpflichtversicherung einen kurzfristigen Vollkaskoschutz abzuschließen. Oft wird dabei eine Mindestdauer von einem vollen Kalendermonat vorgeschrieben, eine kürzere Absicherung, zum Beispiel ein Kaskoschutz für nur zwei oder drei Wochen, ist dann nicht möglich.

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... und der günstigeren Prämie

Die Prämienhöhe für eine kurzfristige Vollkaskoversicherung hängt vom Abrechnungsmodus des jeweiligen Versicherers ab. Hierzu gibt es nämlich keine einheitliche Regelung. Wird die Prämie nach dem sogenannten Kurztarif ermittelt, berechnet sie sich aus der je nach Versicherungsschutz-Dauer anteiligen Jahresprämie und einem Prämienaufschlag. Dabei wird jedoch im Gegensatz zu einer dauerhaften Vollkasko ein vorhandener Schadenfreiheits-Rabatt nicht berücksichtigt.

Zudem wird die Prämie für eine kurzfristige Vollkasko oftmals zusätzlich zur Prämie einer bestehenden Teilkaskoversicherung verlangt, obwohl in der kurzfristigen Vollkasko ebenfalls Teilkaskorisiken mitversichert sind. Unter anderem können die Nichtbeachtung eines vorhandenen Schadenfreiheits-Rabattes und der Aufschlag für einen kurzfristigen Versicherungsschutz dazu führen, dass der zeitlich begrenzte Vollkaskoschutz teurer ist als eine ganzjährige Vollkaskoversicherung.

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Wann eine ganzjährige Vollkaskoversicherung sinnvoll ist

In diesem Fall ist es dann sinnvoller, eine dauerhafte Vollkaskoversicherung in den bestehenden Kfz-Vertrag mit einzuschließen, die normalerweise auch noch kurz vor dem Urlaub abgeschlossen werden kann. Bei einer ganzjährigen Vollkaskoversicherung wird zum einen der Schadenfreiheitsrabatt berücksichtigt, der in der Regel dem Satz der Kfz-Haftpflichtversicherung entspricht. Zum anderen entfällt die Prämie für den eventuell bereits bestehenden Teilkaskoschutz.

Wer schon seit Längerem unfallfrei fährt und einen guten Schadenfreiheitsrabatt hat, für den ist im Übrigen auch der Prämienunterschied zwischen dem Beitrag für eine Vollkasko- und einer reinen Teilkaskoversicherung oftmals gering. Dadurch kann es sich selbst bei älteren Fahrzeugen lohnen, statt einer reinen Teilkaskoversicherung einen Vollkaskoschutz, der ja automatisch auch den Teilkaskoschutz enthält, abzuschließen, da für den umfassenderen Versicherungsschutz, wenn überhaupt, nur wenig mehr zu zahlen ist.

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