Wo die meisten Autos gestohlen werden

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(verpd) Frankfurt (Oder) und Görlitz sind die beliebtesten Regionen der Autodiebe, wie aus der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik hervorgeht. Dort wurden 2015 jeweils weit über 200 Fahrzeuge pro 100.000 Einwohner gestohlen. Besonders niedrig war die durchschnittliche Diebstahlsrate pro 100.000 Einwohner im Odenwaldkreis. Bundesweit konnten im Durchschnitt mehr als ein Viertel der Kfz-Diebstahlsdelikte aufgeklärt werden. Allerdings war die Aufklärungsquote in den einzelnen Landkreisen sehr ungleich, nämlich zwischen null und 100 Prozent.

2015 wurden gemäß der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS 2015) des Bundeskriminalamtes in Deutschland rund 36.500 Kraftfahrzeuge gestohlen – 0,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Dies entspricht für 2015 einer Diebstahlsrate von 45 Autos und Lastwagen pro 100.000 Einwohner.

Autodiebe meiden Odenwaldkreis

In den gut 400 Landkreisen gibt es nach den PKS-Daten gewaltige Unterschiede. Spitzenreiter mit der mit Abstand niedrigsten Diebstahlrate ist der hessische Odenwaldkreis. Hier wurden lediglich zwei Kraftfahrzeuge pro 100.000 Einwohner entwendet. Vergleichsweise geringe Werte zwischen gut drei und knapp fünf solcher Delikte pro 100.000 Einwohner wurden auch im schwäbischen Landkreis Donau-Ries, in der unterfränkischen kreisfreien Stadt Würzburg sowie im unterfränkischen Kreis Bad Kissingen gemessen.

Die höchsten Diebstahlraten gab es in der brandenburgischen kreisfreien Stadt Frankfurt (Oder) mit über 220 gestohlenen Fahrzeugen pro 100.000 Einwohner. Eine Quote von über 200 wird zudem für den Landkreis Görlitz in der Oberlausitz sowie den Landkreis Dahme-Spreewald in Brandenburg aufgeführt. Jeweils um die 190 Kraftwagendiebstähle je 100.000 Einwohner wurden in Berlin, in der niedersächsischen kreisfreien Stadt Wolfsburg sowie in der nordrhein-westfälischen kreisfreien Stadt Aachen gemeldet.

Die beiden kreisfreien Städte Potsdam (Brandenburg) sowie Magdeburg (Sachsen-Anhalt) kommen auf Werte zwischen gut 150 und knapp 145. Die Kreise mit sehr hohen Diebstahlsraten liegen großteils nahe der östlichen Grenze der Bundesrepublik. Oftmals können die geklauten Fahrzeuge in nur wenigen Minuten ins Ausland geschafft werden, sodass die Polizei vielfach kaum eine Chance hat einzugreifen.

Große Unterschiede bei den Aufklärungsquoten

Deutliche Unterschiede gibt es auch bei der Aufklärungsquote. Bundesweit lag die Quote 2015 den aktuellen PKS-Daten zufolge bei 27 Prozent. Am niedrigsten war die Quote im Odenwaldkreis: Dort wurde keiner der polizeilich erfassten Fahrzeugdiebstähle aufgeklärt. Werte von jeweils um die zehn Prozent gab es in den kreisfreien Städten Aachen (Nordrhein-Westfalen), Hamburg und Braunschweig (Niedersachsen) sowie im Kreis Viersen am Niederrhein.

Andererseits gab es aber auch vier Kreise mit einer hundertprozentigen Aufklärungsquote. Hierzu zählen die kreisfreien Städte Amberg in der Oberpfalz und Coburg in Oberfranken, der oberfränkische Kreis Forchheim sowie die fränkische kreisfreie Stadt Schweinfurt.

In den drei Kreisen mit den höchsten Einbruchsraten zeigte sich ein sehr unterschiedliches Bild. Während die Aufklärungsquote in Frankfurt (Oder) mit 45,7 Prozent deutlich überdurchschnittlich ausgeprägt war, lag sie in Dahme-Spreewald mit lediglich 17,7 Prozent deutlich unter dem Bundesschnitt. In Görlitz wurde mit 27,9 Prozent in etwa das Durchschnittsniveau erreicht.

Finanzieller Schutz als Geschädigter

Wer als Autobesitzer die finanziellen Folgen eines versuchten oder geglückten Kfz-Einbruch-Diebstahls absichern möchte, sollte für seinen Pkw eine Teil- oder gleich eine Vollkasko-Versicherung abschließen. Denn eine Teilkasko-Versicherung übernimmt die Schäden, die bei einem Kfz-Einbruch-Diebstahl am Auto beziehungsweise an den mit dem Pkw verbundenen Teilen entstanden sind. Sie leistet auch, wenn der Pkw bei Brand, Hagel, Sturm oder Überschwemmung beschädigt wird.

Ist ein Auto vollkaskoversichert, ist automatisch der Teilkaskoschutz mit eingeschlossen. Darüber hinaus deckt eine Vollkasko-Versicherung auch Vandalismusschäden am Kfz, die beispielsweise wütende Diebe aufgrund eines versuchten, aber nicht geglückten Einbruch-Diebstahls am Auto hinterlassen. Zudem übernimmt sie Unfallschäden am eigenen Auto.

Bei der Vollkasko-Versicherung ist es egal, ob man den Unfall selbst fahrlässig verursacht hat, der Unfallgegner Unfallflucht begangen hat und daher nicht zum Schadenersatz herangezogen werden kann, oder ob kein anderer für den Unfall haftbar gemacht werden kann – zum Beispiel wenn die Unfallursache ein geplatzter Reifen ist. Bei Schadenszahlungen, die auf Risiken zurückzuführen sind, die von der Teilkasko-Versicherung abgedeckt werden, erfolgt keine Schlechterstellung des Schadenfreiheitsrabatts – auch nicht in der Vollkasko-Versicherung.

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