Welche Pkw-Modelle in der Kfz-Versicherung günstiger werden

Welche Pkw-Modelle in der Kfz-Versicherung günstiger werden

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(verpd) Vor Kurzem hat der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. bekannt gegeben, welche Typklassenänderungen es bei den einzelnen Pkw-Modellen gibt. In der Kfz-Haftpflichtversicherung bleibt für knapp drei Viertel der Fahrzeugmodelle alles beim Alten, in der Voll- und Teilkaskoversicherung für (knapp) zwei von drei Modellen.

Jedes Jahr im Spätsommer veröffentlicht der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) ein neues Kfz-Typklassenverzeichnis. Die Typklassen spiegeln nach Angaben des Versichererverbandes „die Schaden- und Unfallbilanzen eines jeden in Deutschland zugelassenen Automodells wider“. Ein unabhängiger Treuhänder überprüft dafür jährlich die Schadenverläufe der rund 24.000 Fahrzeugmodelle.

Ein Modell wird in eine niedrigere Typklasse eingestuft, wenn mit diesem Autotyp weniger Schäden gegenüber den Vorjahren gemeldet und entschädigt wurden – und umgekehrt. Auf dieser Basis wird eine Neueinstufung in die Kfz-Typklassen vorgenommen, die unter anderem für die Höhe der Kfz-Versicherungsprämie ausschlaggebend ist. Die neue Einstufung gilt für Neuverträge ab Bekanntwerden der geänderten Typklassen sowie für bestehende Verträge zur nächsten Hauptfälligkeit, was in den meisten Fällen der 1.1.2014 sein wird, so der GDV.

Nur wenige erhielten eine schlechtere Einstufung

Zur Einstufung für die Kaskoversicherungen werden darüber hinaus örtliche Besonderheiten, wie etwa Diebstahlhäufigkeit, Sturm- und Hagel- sowie Glasschäden, Fahrzeugbrände oder die Anzahl der Wildunfälle berücksichtigt. 16 Regionalklassen gibt es für die Kfz-Haftpflicht-, 25 für die Vollkasko- und 24 für die Teilkaskoversicherung. Es erfolgten deutlich weniger Umstufungen als im Vorjahr.

Laut GDV bleiben aktuell in der Kfz-Haftpflichtversicherung fast drei Viertel der Fahrzeugmodelle in der gleichen Typklasse wie im Vorjahr. Lediglich bei 28 Prozent verändert sich die Kfz-Typklasse, wobei es bei knapp 13 Prozent eine Verschlechterung und bei etwa 15 Prozent eine Verbesserung gibt.

Etwas höher lag mit 38 Prozent der Anteil der Umstufungen in der Vollkaskoversicherung. Allerdings zeigen sich hier deutlich mehr Verbesserungen als bei der Kfz-Haftpflicht: Nur insgesamt sieben Prozent der Fahrzeugmodelle wurde in eine schlechtere Typklasse eingestuft, während sich fast ein Drittel der Modelle verbesserte. In der Teilkaskoversicherung gab es nur bei einem Drittel der Fahrzeugmodelle eine Umstufung. Für ebenfalls 31 Prozent gab es eine Verbesserung, lediglich drei Prozent wurden in eine schlechtere Typklasse eingestuft.

Haftpflicht-Typklassen: Größtenteils nur Umstufungen um eine Klasse

Beim Großteil der Umstufungen in den Pkw-Typklassen für die Kfz-Haftpflichtversicherung ging es aktuell nur um eine Klasse nach oben beziehungsweise nach unten, wie der für Schaden/Unfall zuständige GDV-Verbandssprecher Stephan Schweda betont. Besonders große Veränderungen gab es nach GDV-Angaben beim Mercedes Benz (B 180(246), 90 kW), der sich um vier Klassen verbesserte und sich aktuell in Typklasse 13 (bisher 17) wiederfindet. Um drei Klassen besser eingestuft wurden die Modelle Volvo V 60(2.0 D4 (F), 120 kW – Typklasse 14 (bisher 17) und Skoda Yeti 2.0 (TDI 4X4(5L), 103 kW mit Typklasse 15 (bisher 18).

Als Beispiele für besonders große Verschlechterungen nannte der Versichererverband das Modell Nissan Juke 1.6 ((F15), 86 kW), das vier Klassen schlechter eingestuft wurde und sich nur noch in Typklasse 18 statt bisher 14 wiederfindet. Um drei Klassen verschlechterten sich die Modelle Citroën C4(1.6 (N),115 kW – Typklasse 19 (bisher 16) und Opel Astra-J Sports Tourer (1.6 (PJ/SW), 85 kW – Typklasse 17 (bisher 14).

Gewinner und Verlierer der Kfz-Typklassen für die Kaskoversicherungen

Bei der Typklasseneinstufung für die Vollkasko-Versicherung wurde der Hyundai IX 20(1.4 (JC), 66 kW) gleich um vier Klassen besser, nämlich aktuell in Typklasse 18 eingestuft. Hingegen verschlechterte sich der Hyundai I 30(1.4 (GDH), 73 kW) gleich um fünf Klassen und ist nun nur noch in Typklasse 22 eingruppiert.

In der Typklasseneinstufung für die Teilkasko-Versicherung konnte sich der Chrysler Jeep Grand Cherokee (WJ, 164 kW) um drei Klassen verbessern und ist aktuell nun in Typklasse 25 statt 28 eingestuft. Auch der VW New Beetle Cabrio (1,6(1Y), 75 kW) erhielt mit Typklasse 17 eine um drei Klassen bessere Einstufung. Hingegen verschlechterte sich der Ford Galaxy/S-Max (2.0 (WA6), 107 kW) um drei Klassen und ist nun nur noch in Typklasse 22 eingruppiert. Ebenfalls um drei Klassen verschlechterte sich der Audi Q7 TDI (3.0(4L), 171 kW) auf die Typklasse 28 statt bisher 25.

Der GDV bietet im Internet ein Suchportal an, bei dem jeder selbst feststellen kann, in welche Typklasse sein Fahrzeug neu eingestuft ist. Hat man den Fahrzeugschein zur Hand, empfiehlt sich die sogenannte „Einfache Suche“, wenn nicht, kann man mithilfe der Automarke sowie der genauen Typbezeichnung, der Motorleistung und des Hubraums die jeweilige Typklasse mit der „Komplexen Suche“ ermitteln.

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