Was Cabriofahrer beachten sollten

 - 

(verpd) Wer mit dem Cabrio unterwegs ist, sollte insbesondere, wenn er das Fahrzeug parkt, Fenster und Türen schließen, um es Dieben nicht zu einfach zu machen. Wer zu leichtsinnig ist, riskiert nämlich unter Umständen seinen Kaskoschutz, sofern er eine Teil- oder Vollkaskoversicherung abgeschlossen hat.

Über zwei Millionen Cabrios sind derzeit in Deutschland zugelassen – Tendenz steigend. Allerdings ist diese Fahrzeugart auch für Diebe interessant. Wird das Fahrzeug gestohlen, ersetzt zumindest eine optional abgeschlossene Teilkaskoversicherung den Schaden abzüglich einer eventuell vereinbarten Selbstbeteiligung, wenn das Fahrzeug oder fest mit dem Pkw verbundene Fahrzeugteile wie ein Radio geklaut wurden.

Zudem deckt eine Teilkasko Schäden durch Brand, Explosion, Zusammenstoß mit Haarwild, Glasbruchschäden und Kurzschlussschäden an der Verkabelung ab. Einige Versicherer bieten je nach Vertragsvereinbarung Versicherungsschutz für weitere Risiken wie Marderbiss, Zusammenstoß mit allen Tierarten und Naturgefahren wie Lawinen und Überschwemmung.

Wenn das Stoffdach aufgeschlitzt wird

Von der Teilkasko werden auch alle Beschädigungen, die im Zusammenhang mit einem Einbruch-Diebstahl stehen, übernommen. Wenn ein Dieb ein eingebautes Radio stiehlt und dafür, um in das Pkw-Innere zu kommen, das Stoffverdeck vorher aufschlitzt, wird nicht nur das Radio, sondern auch das beschädigte Stoffverdeck vom Teilkaskoversicherer ersetzt.

Wird das Verdeck jedoch aufgeschlitzt, ohne dass etwas aus dem Wageninneren gestohlen wurde, kommt für das beschädigte Dach die Teilkaskoversicherung nicht auf. In diesem Fall würde eine Vollkaskoversicherung, wenn vorhanden, den Schaden ersetzen.

Grundsätzlich übernimmt eine Vollkaskoversicherung nämlich mut- oder böswillige Beschädigungen Unbekannter, wie das Aufschneiden eines Cabriodaches oder das Zerkratzen des Lackes durch Fremde. Zudem ersetzt sie Schäden am eigenen Fahrzeug, die durch einen vom Pkw-Fahrer selbst verschuldeten Unfall fahrlässig verursacht wurden. Eine Vollkasko beinhaltet zudem automatisch den Teilkasko-Schutz.

Beim Parken immer Dach und Fenster schließen

Wer sein Cabrio an einem unbeaufsichtigten Platz abstellt, kann das Diebstahlrisiko nach Polizeiangaben vermindern, wenn er grundsätzlich das Verdeck schließt. Dies ist auch hinsichtlich des Kaskoschutzes wichtig: Denn wie diverse Gerichtsurteile zeigen, kann ein Cabrio zwar prinzipiell offen geparkt werden – jedoch nur für kurze Zeit und nur, wenn das Diebstahlrisiko gering ist, wie es beispielsweise tagsüber an einer belebten Straße der Fall wäre –, um den Kaskoschutz nicht zu gefährden.

Wichtig ist zudem, dass die Fenster und Türen geschlossen sind und zum Beispiel die Lenkradsperre eingerastet wurde. Wer beispielsweise sein Auto ohne Verdeck auf einen öffentlichen oder wenig belebten Parkplatz längere Zeit parkt beziehungsweise es stundenlang in einem Parkhaus stehen lässt, muss sich unter Umständen den Vorwurf der groben Fahrlässigkeit gefallen lassen. In diesem Fall müsste die Teilkasko-Versicherung, die für Diebstahlschäden normalerweise aufkommt, nur teilweise oder gar nicht leisten.

Wertvolle Gegenstände, etwa ein Smartphone oder eine Handtasche, und Kfz-Teile, die nicht fest mit dem Fahrzeug verbunden sind, wie ein mobiles Navigationsgerät, sollten grundsätzlich nicht im geparkten Wagen liegen gelassen werden. Zum einen ziehen solche Dinge Gelegenheitsdiebe an, zum anderen werden sie bei einem Diebstahl nicht von der Kaskoversicherung ersetzt.

Weitere News zum Thema

  • Autounfall: Wann man auch als Unschuldiger haften muss

    [] (verpd) Blockiert ein Pkw beim Ausfahren aus einem Grundstück fast vollständig einen Radweg, ohne dass gegen Verkehrsregeln verstoßen wird, kann der Kfz-Halter im Fall eines Unfalls mit einem Radfahrer trotzdem aus der Betriebsgefahr seines Autos zur Verantwortung gezogen werden. Das hat das Landgericht Oldenburg mit einem aktuellen Urteil entschieden (Az. 16 S 516/16). mehr

  • Notrufsysteme für Pkws vom Kfz-Versicherer

    [] (verpd) Die deutsche Versicherungswirtschaft hat vor rund einem Jahr ein automatisches Notrufsystem auf den Markt gebracht, das in fast allen Neu- und Gebrauchtwagen eingesetzt werden kann und bei einem Unfall automatisch eine Notrufzentrale informiert. Seitdem sind rund 85.000 dieser sogenannten Unfallmeldedienst-Systeme (UMD) an Autofahrer ausgegeben worden. Einige Versicherer bieten aber auch Telematikboxen an, die als Notrufsystem nutzbar sind. Beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile. mehr

  • So sind Motorrad und Mensch fit die Saison

    [] (verpd) Viele Biker warten sehnsüchtig auf die ersten Sonnenstrahlen im Frühjahr, um wieder ihrem Hobby zu frönen. Damit die ersten Touren und die gesamte Saison unfallfrei verlaufen, sollte der Fahrer sich, aber auch seine Maschine und die Sicherheitsausrüstung auf Vordermann bringen. mehr

  • Für eine einfache Verständigung bei einem Auslandsunfall

    [] (verpd) Jährlich ereignen sich mehrere Zehntausend Unfälle, bei denen ein in Deutschland zugelassenes Auto in einen Unfall im Ausland beteiligt ist. Für die Betroffenen gilt es im Falle des Falles, nicht nur die Ruhe zu bewahren, sondern oft auch Sprachbarrieren zu überwinden und die wichtigsten Daten für eine reibungslose Schadensregulierung zu dokumentieren. Ein mehrsprachiger Unfallbericht hilft dabei. mehr

  • Die wichtigsten Maßnahmen nach einem Autounfall

    [] (verpd) Wer an einem Unfall beteiligt ist oder als Erster an eine Unfallstelle kommt, muss auch aufgrund gesetzlicher Regelungen bestimmte Verhaltensregeln einhalten, um beispielsweise weitere Schäden zu verhindern und Verletzten zu helfen. Zudem erleichtert eine richtige Vor-Ort-Dokumentierung des Unfalles die Schadenregulierung durch den oder die Kfz-Versicherer. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.